Idle Games funktionieren wirtschaftlich wesentlich besser auf dem Smartphone. Dieser Schritt war maßgeblich an der Weiterentwicklung des Genres beteiligt.
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Das Konzept findet einen besseren Markt
Während Cookie Clicker weder das erste seiner Art noch das beliebteste Clicker-Game darstellt, gibt es kein besseres Beispiel, um an das Thema heranzuführen. Der wahre Boom der Idle-Games zeigte sich auf einer ganz anderen Plattform: dem Smartphone.
Handy-Apps dominieren heute die Videospielbranche und stellen den größten Marktanteil dar. Viele von ihnen weisen so einen monetären Erfolg vor, dass sie sogar Influencer und Branchenkollegen mit Werbung finanzieren.
Einige Games schreiben sich das Konzept direkt in den Namen, wie beispielsweise der Titel Idle Heroes. Aber die Grundmechanik des Wartens findet sich heute in fast jedem Handyspiel wieder. Die Methode eignet sich nämlich fantastisch dafür, mit dem kostenfreien Produkt eine Menge Geld zu verdienen.
Quelle: King / Medienagentur plassma
Selbst eines der erfolgreichsten Handyspiele für zwischendurch arbeitet mit dem Konzept des Wartens. Wer all seine Versuche verspielt, der darf für einen Zeitraum keine Partien mehr starten.
Die Verlockung der Mikrotransaktionen
Egal ob sie es einem als Juwelen, Münzen oder Leben verkaufen - Mikrotransaktionen zum Erwerb einer undurchsichtigen Ingame-Währung finden wir überall. Von der langfristigen Städtebausimulation Die Simpsons: Springfield bis zum kurzweiligen Gelegenheitsspiel Candy Crush ändert sich das nicht.
Die Liste an Beispielen wirkt endlos und wächst trotzdem täglich. Sie alle vereinen sich in dem Konzept, das frustrierende Warten durch die Ausgabe von vermeintlich wenig Kleingeld zu verkürzen oder wie das Spiel Mafia City zu sagen pflegt: "That's how Mafia works."
Wenn wir das Konzept von Cookie Clicker mit diesen Mobile Games vergleichen, bemerken wir einige Parallelen. Sie leben ebenfalls von den wandernden Spielern, die dem Produkt eine Chance geben und dann weiterziehen. Denn auch hier bleiben immer ein paar Wale hängen.
Medienexperten nennen die dickste Beute im Netz nämlich fachterminologisch "Whales". Die damit gemeinten Spieler bezahlen dann regelmäßig für die Vorteile und finanzieren das System fast komplett im Alleingang. Alle anderen Kunden bilden lediglich die Strömung, um die Wale beim eigenen Produkt stranden zu lassen.
Quelle: buffed
Auch Städte- und Landschaftsbausimulatoren wie Gardenscapes arbeiten mit dem Konzept des Wartens. Zwar sollen diese Spiele entspannen, aber wer zu ungeduldig für die Bauzeit ist, der kann auch etwas Geld ausgeben.
Hauptsache im Gespräch bleiben, egal zu welchem Preis
Skurrile Werbung, Memes, Skandale und Erwähnungen erfüllen ihren Zweck als Wasser unterm Rad, um im Strom zu bleiben. Möglichst viele Menschen müssen die Handyspiele testen, damit sie relevant bleiben. Und deswegen überragt ihr Grad an Schwierigkeit und Komplexität den von Cookie Clicker kaum.
Natürlich bietet jedes dieser Spiele seine eigenen Features, eine frische Aufmachung und verschiedene Qualitäten. Aber der Kern, der Grundbaustein, unterscheidet sich kaum. Es gibt allerdings einen Branchen-Star, der die Formel ebenfalls benutzt, aber noch einen Schritt weitergeht. Dabei diente er dann auch vielen späteren Entwicklerstudios als Vorbild.
Zwar feierte das Spiel seinen Release für den AppStore schon im Jahr 2012, aber Android-Geräte sollten erst nach etwa einem Jahr dazustoßen - fast genau einen Monat nach der Veröffentlichung von Cookie Clicker. Die Rede ist von einem der erfolgreichsten Handyspiele aller Zeiten: Clash of Clans.
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