Sonic Frontiers im Test: Rettung der Reihe oder endgültiger Absturz?

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Sonic Frontiers im Test: Rettung der Reihe oder endgültiger Absturz?
Quelle: Sega

Sonic Frontiers hat die Aufgabe, als den Ruf der Reihe wieder geradezurücken. Wie gut das funktioniert, lest ihr im Test.

Ihr müsst dann den Boss erst besiegen, bevor ihr zurück in die offene Welt könnt. Bei den Titanen jeder Welt müsst ihr außerdem eine gewisse Anzahl an Ringen besitzen. Zwar hat man die durch den Cyberloop ohnehin immer parat, aber wenn ihr am Anfang nicht genug besitzt, werden vor dem Kampf erst mal ein paar Minuten Kreislaufen nötig sein. Es kann sogar passieren, dass ihr das Tutorial zum Parieren verpasst, welches gegen die Titanen essenziell ist. Dass das überhaupt möglich ist, ist ein weiterer Hinweis für undurchdachtes Game-Design. Was auch für Frust sorgen kann, sind die in der Open World integrierten 2D-Passagen. Sie werden meistens durch ein Boost-Pad oder eine Sprungfeder ausgelöst. Ihr könnt euch dann nur noch nach rechts und links bewegen, bis ihr das Ende der Passage erreicht habt. Auch das ist ziemlich nervig, wenn man aus Versehen hineingeraten ist oder eine bereits abgeschlossene erneut betreten hat.

Wo wir schon bei nervig sind, die Slotmaschine, die bei jedem Sternenfall auftaucht, ist so groß oben mittig im Bild platziert, dass es schwer ist, den Weg vor sich überhaupt richtig zu erkennen. Und die Entscheidung, den Fortschritt in der Story an ein komplett glückabhängiges und langwieriges Minispiel zu koppeln, konnten wir bei unserem Spieldurchlauf ebenfalls nicht nachvollziehen.

Apropos Story: Auch die ist während des Spielens nicht gerade präsent. Die Story-Missionen beschränken sich hauptsächlich auf "finde achtmal hintereinander die gleiche Person, die sich immer an einem anderen Ort aufhält". Ein wenig mehr Variation wäre hier wünschenswert gewesen. Zudem werden manche Sachen gar nicht erklärt, sondern einfach als selbstverständlich angenommen, was stellenweise für Verwirrung gesorgt hat.

Gegen Ende nimmt die Story zwar Fahrt auf und man sieht auch unterschiedliche Charakterentwicklungen durch die vielen Cutscenes und kleinen Nebenstorys. Beim Herumlaufen und Robotervermöbeln merkt man davon aber bedauerlicherweise herzlich wenig. Ein Pluspunkt der Geschichte ist aber, dass sie Connections zu älteren Spielen der Reihe herstellt und neue Erkenntnisse liefert. Das könnte vor allem für Fans der ersten Stunde durchaus interessant sein.

Ein guter Weg

Fassen wir zusammen: Sonic Frontiers macht vieles gut, hat aber auch einige Schwächen. Doch reicht das, um die Spielereihe des Sega-Maskottchens wieder ins Rampenlicht zu hieven? Nun ja, jein, denn Sonic Frontiers ist bei Weitem kein perfektes Spiel und auch nicht das beste der Reihe. In Anbetracht der letzten Jahre hat das Sonic Team dennoch einen großen Schritt nach vorn gemacht. Das Grundkonzept dieser neuen Art von Sonic-Spiel kann überzeugen.

Es gibt sehr viel zu tun, die Musik ist grandios, die Hauptbosse und Cutscenes sind episch inszeniert und die Spielzeit ist mit mindestens 15 Stunden bei reinem Fokus auf die Story auch nicht von schlechten Eltern. Die Steuerung ist sehr flüssig und das Erkunden der großen Welt sorgt auf jeden Fall für Spaß.

Die vielen Schwächen schmälern das Spielerlebnis aber deutlich und generell wirkt das erst Open-World-Sonic-Spiel noch sehr unstrukturiert. Wir sind dennoch auf jeden Fall gespannt, was Sega in Zukunft noch mit diesem Konzept anstellen wird.

Frontiers ist ein gutes Grundgerüst. Wenn es die Entwickler schaffen, das für zukünftige Projekte zu optimieren, gelingt es vielleicht, unseren blauen Lieblingsigel wieder aus den Tiefen der Gamingwelt auferstehen zu lassen.

Wertung zu Sonic Frontiers (PC)

Wertung:

7.0 /10
Fazit

Sonic Frontiers funktioniert überraschend gut, offenbart aber auch einige Schwächen in der neuen Ausrichtung. Bauen die Entwickler allerdings auf diesem Grundgerüst für künftige Patches oder Serienableger auf, sieht Sonics Zukunft wieder etwas rosiger aus als noch vor einigen Jahren.

Sonic Frontiers ist seit dem 08. November für alle gängigen Plattformen, also Playstation 4 und 5, Xbox One und Series S/X, Nintendo Switch sowie PC (Steam) erhältlich. Eine Version für den Epic Games Launcher ist zudem bereits in der Mache. Als Preis werden knapp 60 Euro fällig, für zehn Euro mehr gibt's noch eine Digital Deluxe Version, die ein paar Ingame-Goodies sowie ein digitales Artbook enthält.

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