Skull and Bones in der Vorschau: Black Flag ohne Assassin's Creed - Jetzt auch mit Video!
Special
Seit seiner Ankündigung vor etwa fünf Jahren hätte man von Ubisofts Skull and Bones zwischenzeitlich vermuten können, es wäre direkt ins Bermudadreieck geschippert. Nun ist das Spiel aber tatsächlich zurück und peilt gleich ein ambitioniertes Release-Datum noch in diesem Jahr an. Wir konnten uns vorab eine Gameplay-Präsentation zur Piraten-Action ansehen und verraten euch, ob Skull and Bones bereit für die Jungfernfahrt ist.
Totgesagte leben länger. Und Ubisofts Live-Service-Piratenspiel Skull and Bones zählte seit seiner Ankündigung im Sommer 2017 definitiv zu den Spielen, mit denen man eigentlich nicht mehr gerechnet hatte. Mehrere Verschiebungen, ein Entwicklungsneustart im Jahr 2020 - und angeblich gleich noch einer im Jahr darauf, als der Managing Director von Ubisofts Singapur-Zweigstelle wegen des Missbrauchsskandals seinen Hut nehmen musste - nahmen dem Projekt immer wieder den Wind aus den Segeln. Seitdem ist Skull and Bones aber offenbar endlich auf Kurs gekommen und soll bereits am 08. November 2022 vom Stapel laufen.
Im Rahmen eines etwa halbstündigen Comeback-Streams durften wir uns nun einige neue Szenen aus dem Spiel ansehen und haben festgestellt: Seine vielen Neustarts und Überarbeitungen sieht man Skull and Bones leider nicht unbedingt an. Obwohl die Piratenfantasie und der Schiffskampf verlockend sind, fehlt es dem Spiel dem bisherigen Eindruck nach an Features und Alleinstellungsmerkmalen, um an Sea of Thieves oder dem fast zehn Jahre alten Assassin's Creed: Black Flag vorbeischippern zu können.
In diesem Artikel
Die Prämisse: ... aber ihr habt von mir gehört!
Ihr startet euer Abenteuer als Schiffbrüchiger in einer vom indischen Ozean inspirierten, offenen und mit vielen anderen Spielern geteilten Spielwelt, mitten im goldenen Zeitalter der Piraterie. Da es keine klassische Story-Kampagne geben wird, ist das einzige Spielziel, euch einen Namen zu machen und der am meisten gefürchtete Pirat zwischen Afrika und Indien zu werden.
Euer Ruf ersetzt dabei die klassische Erfahrungsleiste und gibt euch Zugriff auf schwierigere Aufträge sowie Baupläne für größere Schiffe, dickere Waffen und stärkere Panzerung. Zu Beginn steht euch nur eine klapprige Nussschale, die Dhow, zur Verfügung, die logischerweise auch noch keine mächtige Crew oder viele Kanonen beherbergen kann.
Statt also gleich Handelsschiffe zu überfallen und euch mit Piratenjägern anzulegen, liegt der Fokus in dieser Phase des Spiels erst einmal auf dem bloßen Überleben. Gegen hungrige Hippos und Krokodile wehrt ihr euch mit dem Speer von eurem Boot aus, Materialien zum Bau größerer und stabilerer Schiffe erhaltet ihr per Timing-Minispiel, wenn ihr neben eine Insel segelt, oder als Treibgut, das im Ozean herumschwimmt.
Quelle: Ubisoft
Was für eine interessant aussehende Insel! Leider dürft ihr sie nicht erkunden.
Das Gameplay: Nichts für Landratten
Falls ihr es nach dieser Beschreibung nicht ohnehin schon vermutet habt: Das Gameplay in Skull and Bones (jetzt kaufen ) findet ausschließlich auf dem Schiff statt, Landgänge oder das Schwimmen im Ozean sind nicht möglich. Zwar steuert ihr euren Kapitän in der Third-Person-Ansicht durch die recht klein aussehenden Häfen und Außenposten, dort holt ihr allerdings nur Quests ab, baut euch neue Ausrüstung für die Schiffe und begrüßt andere Spieler mit Gesten, ähnlich wie etwa in Destiny 2.
Quelle: Ubisoft
Seid ihr noch mit der kleinen Dhow unterwegs, stellen Haie und andere Raubtiere durchaus eine Gefahr dar.
Auch auf eurem Schiff dürft ihr euch nicht frei bewegen, stattdessen schaltet ihr die Kameraperspektiven durch zwischen dem Steuerrad, dem Ausguck und den Crewmitgliedern, die eure Waffen bedienen. Das bedeutet im Umkehrschluss natürlich auch, dass etwa die coolen Entermanöver eines Assassin's Creed: Black Flag nicht möglich sein werden, bei denen ihr euch mit gezogenem Säbel aufs gegnerische Schiffsdeck geschwungen und die Crew abgemurkst habt. Entern, Plündern und Siedlungen ausrauben geschieht in Cutscenes oder passiv im Hintergrund, während ihr hauptsächlich manövriert und kanoniert. Skull and Bones nimmt sich dabei aber immerhin nichts Geringeres vor, als den besten Schiffskampf der Videospielgeschichte zu bieten.
Die Schiffe und Kämpfe: Von der Nussschale zur Galeone
Die Schiffe sind in verschiedene Klassen eingeteilt, die unterschiedliche Spielstile ermöglichen und je nach Missionsziel ausgewählt werden sollen. Fahrt ihr die großen Pötte, transportiert ihr logischerweise mehr Loot, seid aber dafür langsamer unterwegs. Schlachtschiffe bieten mehr Platz für Bewaffnung, sind aber schwieriger zu steuern, Navigationsschiffe sind flink und wendig, aber mit wenig Stauraum und Panzerung ausgestattet. Apropos flink: Wie in den geistigen Assassin's-Creed-Vorgängern bläst der Wind hier nicht immer nur nach vorne, weswegen ihr euch für höhere Geschwindigkeiten entsprechend ausrichten solltet. Atmosphärische Sea Shanties haben wir in der Präsentation aber leider nicht gehört.
