Total War: Shogun 2 - Fall of the Samurai im Test - Enorm viele Neuerungen, tolle Schlachten und immense Spielzeit
TestTotal War: Shogun 2 - Fall of the Samurai im Test: Creative Assembly hat die Zeit um ganze 300 Jahre vorgespult. Können die mutigen Samurai sich gegen Gewehrkompanien behaupten? In dieser Erweiterung könnt ihr es selbst herausfinden!
Total War: Shogun 2 im Test! Die eigenständig lauffähige Erweiterung Total War: Shogun 2 - Fall of the Samurai versetzt euch in das Japan des späten 19. Jahrhunderts. Im Reich der aufgehenden Sonne stehen die Zeichen wieder auf Bürgerkrieg, seitdem das Togukawa-Shogunat 1854 die Grenzen für die westlichen Mächte eröffnet hat. Ihr könnt euch entweder auf die Seite der Kaiserlichen stellen oder für das Shogunat Partei ergreifen und so über den Ausgang des sogenannten Boshin-Krieges (1868-1869) entscheiden.
In unserem Test zu Total War: Shogun 2 klären wir, was uns alles am Spiel gefallen hat und wo die Entwickler künftig noch nachbessern müssen. Zunächst stellen wir Euch die positiven Punkt von Total War: Shogun 2 vor, dann besprechen wir die negativen Punkte. Am Ende findet Ihr noch unser Test-Fazit und die Endwertung.
Das hat uns an Total War: Shogun 2 - Fall of the Samurai gefallen
Balance stimmt trotz der modernen Einheiten
Mit dem Einzug der westlichen Mächte hat die Zeit der Industrialisierung in Japan begonnen. Das macht sich auch in der Stand-alone-Erweiterung stark bemerkbar. In den aufwändig inszenierten Echtzeit-Schlachten verfügt ihr über ganze 40 neue, historisch-authentische Einheiten. Von Gatling-Geschützen über Scharfschützen bis hin zu ausländischen Linieninfanterie-Kompanien sind nahezu alle vorstellbaren Truppen des ausgehenden 19. Jahrhunderts dabei. Positiv ist auch, dass die mit Speeren, Bögen oder Schwertern bewaffneten Samurai-Einheiten trotz der modernen Schießpulver-Truppen nicht ausgedient haben. Dank höherer Moral-Werte können die mutigen Elite-Kämpfer etwa durch einen Flankenangriff ganze Gewehrkompanien in die Flucht schlagen.
Lange Spielzeit und hoher Wiederspielwert
In der Erweiterung sind von Anfang an sechs neue Clans spielbar. Diese zeichnen sich durch eigene Spezialtruppen wie etwa besondere Kavallerie- oder Scharfschützen-Einheiten und Vergünstigungen beim Kauf von bestimmten Gebäuden oder Einheiten aus. Zudem sind die Anfangspositionen der Clans auf der Strategiekarte gänzlich unterschiedlich, wodurch sich jede neue Partie auch anders entwickelt. Mit dem einen Clan muss man zum Beispiel eher auf eine starke Marine setzen und mit dem anderen dagegen eine große Landarmee aufbauen. Wenn man bedenkt, dass man locker über 20 Stunden für jeden Anlauf braucht, gehört The Fall of the Samurai zu den umfangreichsten Add-ons auf dem Markt.
Mehr Einfluss
Hardcore-Fans der Total War-Serie mag es zwar sauer aufstoßen, dass man nun Geschütze wie etwa die Gatling-Gun oder die Parrot-Kanonen selbst aus der Ego-Perspektive bedienen kann, jedoch erspart das Feature viele ärgerliche Momente in den Schlachten. Wenn etwa hunderte Samurai mit Gebrüll auf eure Truppen zustürmen, könnt ihr selbst entscheiden, wohin die Kanonenkugeln fliegen und müsst euch so nicht auf die manchmal etwas dümmliche KI verlassen.
Größere Schlachten und verbesserte Grafikengine
In den Landgefechten können seit der Erweiterung über 10.000 Soldaten teilnehmen - das sind doppelt so viele wie im Hauptspiel! Obendrein sorgen schönere Explosionen und verbesserte Nebel-Effekte für optisch aufwändigsten Schlachten in der langjährigen Geschichte der Total War-Reihe.
Mehr strategische Möglichkeiten
Auch auf der Strategiekarte hat sich vieles getan. Neben drei neuen Agenten könnt ihr nun eure Flotte zum Bombardieren von Städten und Häfen einsetzen und so mit einer großen Seemacht tatsächlich den Ausgang des Krieges beeinflussen. Für einen schnelleren Truppentransport sorgt zudem das neue Eisenbahnsystem. Innerhalb eines Zuges könnt ihr ganze Armeen über mehrere Territorien bewegen und so eure Einheiten dorthin verfrachten, wo sie am dringendsten gebraucht werden. So viele strategische Optionen hatte noch kein Ableger der Reihe!
