Scars Above: Action-Adventure mit viel Potenzial, aber wenig Innovation - Seite 2

Special Antonia Dreßler
Scars Above: Action-Adventure mit viel Potenzial, aber wenig Innovation - Seite 2
Quelle: Prime Matter

In unserer Vorschau zu Scars Above veraten wir euch, was es mit dem Action-Adventure auf sich hat und was uns als Astrobiologin Kate Ward erwartet.

So trafen wir, passend zu den kleineren Vertretern, ein großes Mama-Insektenmonster und stellten fest, dass Feuerschaden das ganze Vieh zum Explodieren bringt. Andere im Wasser lebende Gestalten spucken mit Säure um sich und sollten kurz nach ihrem Ableben erst mal gemieden werden, wenn wir uns nicht in der austretenden Sporenwolke eine tödliche Vergiftung einfangen wollen. Das durchdachte Gegner-Design mit unterschiedlichen Hitboxen rundet das Kampfsystem ab, das an sich zwar bislang keinerlei Besonderheiten bietet, aber solide daherkommt.

Kampfsystem à la hab' ich schon gesehen

Zielen, schießen, schlagen, ausweichen und gegebenenfalls weglaufen: Das ist die fortwährende Devise im Spiel. Unsere Lebensleiste ist sehr knapp bemessen und - zumindest beim Spielen der Demoversion - auch die Ressource, mit der wir uns heilen. Eine draufgängerische Haltung à la Rambo geht also schnell nach hinten los. Eine Fixierung des Zielmarkers auf spezifische Gegner ist nicht möglich, als Konsequenz endet die Landgewinnung via Ausweichrollen in hektischen Kameradrehungen, um das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren.

Davon mal abgesehen, funktionieren sämtlich Kampfmechaniken genau so, wie sie sollen und wie man es aus zig ähnlichen Spielen kennt. Die Hitboxen sind gut platziert, das Waffengefühl passt und auch am Trefferfeedback gibt es nichts zu meckern. Am Ende fühlt sich alles aber natürlich trotzdem so an, als hätten wir das schon tausend Mal gesehen und gespielt.

Ebenfalls kein neues Konzept, aber eine Auflockerung des Kampfsystems ist der Elementschaden, der durch unterschiedliche Waffen und Munition hervorgerufen wird. Elektrizität und Wasserflächen oder Feuer und ungepanzerte Körperteile ergeben schadenssteigernde Kombinationen. Und verursachen wir genug Damage mit einem bestimmten Element, verpassen wir unserem Gegenüber einen Statuseffekt. Beim Element Frost ist das etwa die Verlangsamung.
Vorschau zu Scars Above: Action-Adventure mit viel Potenzial, aber wenig Innovation (5) Quelle: Prime Matter Vorschau zu Scars Above: Action-Adventure mit viel Potenzial, aber wenig Innovation (5)

Schöne Welt und spannende Lore

Auch in der Umgebung lohnt es sich, mit den Elementen zu spielen. Mit der Frostmunition produzieren wir Eisschollen und können so Gewässer überqueren. Die Erkundung und Interaktion mit der Umwelt soll einen großen Teil von Scars Above ausmachen.

So finden wir immer wieder interessante Gegenstände und bekommen bei der Interaktion mit ihnen kleine Info-Schnipsel, die mehr zur Hintergrundgeschichte verraten. Das passiert deutlich häufiger, als wir es von ähnlichen Genrevertretern kennen.

Als Forscherin und Astrobiologin sind wir eben daran interessiert, wie die Welt um uns herum aufgebaut ist und sammeln alle Informationen, die wir bekommen können. Mithilfe eines portablen Scanners erhalten wir Einblicke in die DNS der Aliens und lösen das Mysterium um architektonische Strukturen in der Umwelt.

Neben ominösen Säulen, an denen wir Checkpoints setzen, finden wir immer wieder Tore, die uns den Weg versperren. Diese öffnen wir mithilfe von Rätseln, die ebenfalls die Erkundung der Umgebung oder den Einsatz verschiedener Spielmechaniken wie der Elementmunition erfordern.
Vorschau zu Scars Above: Action-Adventure mit viel Potenzial, aber wenig Innovation (6) Quelle: Prime Matter Vorschau zu Scars Above: Action-Adventure mit viel Potenzial, aber wenig Innovation (6)

Ein Ausblick

Auch abseits der Rätselmechaniken lohnt es sich, den Blick schweifen zu lassen. Finden wir Wissenswürfel, schalten wir Skillpunkte frei und verbessern so Kates Fähigkeiten. In der kurzen Spielzeit wirkte die Menge an Informationen und Objekten, die in der Gegend zu finden waren, etwas übertrieben. Interessant sind die Hintergründe der Welt und Geschichte dennoch. Ob die Entwickler es schaffen, auf dem schmalen Grat zwischen zu viel und zu wenig zu balancieren, wird sich im fertigen Spiel zeigen.

Meinung

Uns erwartet den Spieleindrücken nach ein solider Third-Person-Shooter mit Sci-Fi-Setting, der keine neuen Wege pflastert und sich stattdessen an etablierten Mechaniken orientiert. Für das serbische Studio Mad Head Games ist Scars Above erst der zweite Titel, der über reines Casual-Gameplay hinausgeht und der sich an die sogenannte Core-Gamerschaft richtet. Wie ein absolutes Meisterwerk wirkte das Abenteuer bei unserer Spielesession nicht. Aber auch nicht wie ein Totalausfall. Scars Above soll Anfang 2023 für PC, PS4, PS5, Xbox One und Xbox Series X/S erscheinen.

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