SSDs und HDDs: Ladezeiten; SSD oder HDD?
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Eine SSD gehört inzwischen zum guten Ton für einen PC, erst recht für einen Spiele-PC. Doch was macht eine SSD aus? Warum ist sie besser als eine Festplatte, und machen Festplatten trotzdem noch Sinn? Dies wollen wir klären und bieten auch eine Marktübersicht mit SSDs im 2,5-Zoll- und M.2-Format sowie auch zu Festplatten.
Ladezeiten: HDD, SSD und M.2
Wegen der Mechanik in einer Festplatte gibt es in vielen Fällen einen großen Unterschied bei der Ladezeit zwischen einer Festplatte und einer 2,5-Zoll-SSD. Dafür ist aber, wie wir schon erwähnten, nicht unbedingt der Datendurchsatz verantwortlich.
In diesem Artikel
- Seite 1 SSDs und HDDs: Einleitung und Einbau
- Seite 2 SSDs und HDDs: Nachteile und Vorteile im Vergleich; M.2-SSDs
- Seite 3 SSDs und HDDs: Ladezeiten; SSD oder HDD?
- Seite 4 SSDs und HDDs: Lebensdauer und Einleitung zur Marktübersicht
- Seite 5 SSDs und HDDs: Marktübersicht SSDs und Festplatten
- Seite 6 Bildergalerie
Dies kann man leicht daran erkennen, dass die Ladezeiten sich in der Praxis in aller Regel nicht einmal ansatzweise halbieren, obwohl die SSD mit über 500 MB/s im Vergleich zu den etwa 150 MB/s einer Festplatte eigentlich sogar zwei bis drei mal so schnell ist. Gerade bei Games geht es neben dem Daten-Transfer bei den Ladezeiten auch um das Entpacken von Daten, Zwischenspeichern, Initiieren von Engines, Kontaktieren von Servern und so weiter.
Quelle: Corsair
Corsair Force Series MP510
Beim eigentlichen Datentransfer spielt es eine große Rolle, dass die Festplatte für viele Datenpakete jeweils eine neue Verzögerung durch die Zugriffszeit hat, die hingegen SSD nicht. Die Frage nach den "Megabyte pro Sekunde" ist eher der zweite Faktor, sofern es nicht um pures Daten-Laden geht. Zwischen einer 2,5-Zoll-SSD und einer was die Bandbreite angeht drei bis fünf Mal schnelleren M.2-SSD sind die Einsparungen bei den Ladezeiten daher oftmals nur gering. Denn die fehlende Zugriffszeit der M.2.SSD ist ja kein erneuter Vorteil, und da das eigentliche Daten-Lesen oft nur ein kleiner Teil der Ladezeiten bei einem Game ist, spart man bei einer Ladezeit von beispielsweise 45 Sekunden per normaler SSD in vielen Fällen durch eine M.2-SSD nur weitere drei oder vier Sekunden ein. Trotzdem empfehlen wir den Griff zu einer M.2-SSD zumindest als Windows-Laufwerk, da diese - zumindest bis zu einer Speichergröße von bis zu 1000 GB - inzwischen nicht mehr viel teurer als eine gleichgroße 2,5-Zoll-SSDs ist.
SSD oder Festplatte?
Einen Nachteil haben SSD im Vergleich zu Festplatten: Sie sind, obgleich sie inzwischen sehr erschwinglich geworden sind, deutlich teurer als Festplatten. Ab 60 Euro bekommt ihr eine schnelle M.2-SSD mit 480 Gigabyte Speicherplatz, eine im 2,5-Zoll-Format ab 45 Euro. Doch für 60 Euro gibt es bereits Festplatten mit 2000 GB Speicherplatz. Eigentlich sollte man sich auch angesichts der Preise aber gar nicht für eines von beiden, also Festplatte oder SSD, entscheiden müssen. Genügend Budget für zumindest eine kleine SSD sollte man sich immer zurücklegen und in der Summe einen Mix wählen. Eine SSD für Windows und alle wichtigen Programme sollte heutzutage selbstverständlich sein - 120 Gigabyte reichen dafür problemlos aus, aber selbst eine SSD mit 240 Gigabyte Speicherplatz gibt es schon ab etwa 30 Euro - dies sollte bei einer Aufrüstung oder gar einem Neukauf kein Problem mehr sein.
Wer genügend Budget hat, der nimmt mehr SSD-Speicherplatz oder setzt sogar komplett auf SSDs und kann somit auch noch viele Games oder wichtige Dateien, bei denen schnelle Ladezeiten gewünscht sind, auf SSDs speichern. Für viele ist es aber zu teuer, ausschließlich auf SSD-Speicher zu setzen. Daher ist eine Festplatte (oder auch mehrere) trotz der Vorzüge einer SSD noch immer eine beliebte Komponente für einen PC, da sie für relativ wenig Geld viel Platz bietet und bei vielen Dingen auch kaum langsamer wirkt als eine SSD. Wer sehr viel Speicherplatz braucht, der kann einen klugen Mix aus schneller M.2-SSD als Basis plus einer 2,5-Zoll-SSD und dazu noch einer großen Festplatte erstellen. So kostet zum Beispiel ein Mix im Verhältnis 480GB / 960GB / 3 Terabyte zusammen etwa 220 bis 250 Euro. Nur zur Veranschaulichung: Vor gut drei Jahren hättet ihr für 220-250 Euro, wie ihr an unserem Special mit einer Marktübersicht von August 2016 gut erkennen könnt, lediglich eine 960-GB-SSD im 2,5-Zoll-Format oder eine M.2-SSD mit 512 GB Speicherplatz bekommen - wohlgemerkt nur eines von beiden. Was sich allerdings nicht bewahrheitet hat war unsere damalige Befürchtung, dass M.2-SSD relativ bald vom Markt verschwinden könnten - dies liegt auch daran, dass SSD ganz allgemein deutlich erschwinglicher geworden und gleichzeitig der relative Preisabstand zwischen 2,5-Zoll- sowie M.2-Modellen geschrumpft ist. Der Aufpreis für M.2 damals lag bei etwa 100 Prozent - heute bei nur noch gut 20 Prozent. Dies ist für das Leistungsplus, obgleich es nicht oft zum Tragen kommt, durchaus attraktiv und macht bei einer Kapazität von 960 bis 1000 GB nur 20 bis 25 Euro Aufpreis aus.
