Rollerdrome: Rollschuh-Shooter Action im Test - Seite 3

Test Antonia Dreßler
Rollerdrome: Rollschuh-Shooter Action im Test - Seite 3
Quelle: Take-Two

Dieser Action-Hit trumpft mit einem innovativen Setting und spannendem Genre-Mix auf. Ob der Titel etwas für euch ist, erfahrt ihr in unserem Test.

Wider den Konzern

Die Story ist über weite Strecken wenig mehr als Beiwerk. Im Prinzip könnten wir das Abenteuer durchspielen, ohne uns mit ihr zu befassen. Am Ende des Tages ist die Geschichte aber zu interessant, um als reines Nebenprodukt beiseitegeschoben zu werden.
Wir in Gestalt von Protagonistin Kara Hassan sind zwar Teil der Handlung, nehmen aber keinen allzu aktiven Part darin ein, außer, dass wir halt das Turnier bestreiten. Andere Teilnehmer oder überhaupt andere Menschen treffen wir abseits der persönlichkeitslosen Gegnerhorden innerhalb der Arenen nicht. Stattdessen erfahren wir sämtliche Hintergründe aus mitgehörten Telefonaten, dem Radio, Zeitungen und Zetteln, die wir in einigen wenigen Sequenzen abseits der Matches finden. In diesen laufen wir in Egoperspektive durch überschaubare Areale und können mit Gegenständen interagieren. Das ist ganz nett umgesetzt und stets sehr kurzweilig.

Zumal ist die Handlung auch einfach sehr interessant und handelt von Intrigen und Aufständen in einer Welt, wo ein Konzern immer mehr politische Macht gewinnt. Okay, die Moralkeule wider den Kapitalismus ist nicht sehr subtil, aber das Setting macht trotzdem Laune. Die Frage nach dem Ausgang ist letztlich ein gelungener Motivationstreiber hinter er sonst einfachen Action.

Hinterm Horizont geht es kaum weiter

Einmal durchgespielt, hat Rollerdrome aber leider nicht mehr viel zu bieten. Dann schaltet man zwar doch noch einen neuen Schwierigkeitsgrad frei, ein neues Spielgefühl bringt der aber nicht mit sich. Stattdessen ist dieser Modus namens "Blutrünstig" die gleiche Aneinanderreihung von Arenen wie zuvor, nur, dass jetzt alle Gegner in jedem Level auftauchen und man mehr Schaden bei eingehenden Treffern erhält.

Die Gegnerarten und -menge ist wie in der Kampagne nicht zufällig bestimmt, sondern immer gleich und die Herausforderungen arg beschnitten, aber dafür kaum zu erfüllen.
Alle Arenen halten sich an eines von drei Motos, spielen sich aber alle recht unterschiedlich. Quelle: Private Devision Alle Arenen halten sich an eines von drei Motos, spielen sich aber alle recht unterschiedlich. Der Schwierigkeitsgrad macht hier generell einen großen Sprung nach oben, was zumindest in dieser Hinsicht etwas Langzeitmotivation bietet. Letztlich hätten wir uns im Endgame aber mehr Abwechslung gewünscht, da auch die Bosse exakt dieselben sind wie in der Kampagne.

Ein Koop-Modus etwa, oder einer, in dem wir gegen zufällige Feinde in den Ring geworfen werden, hätte dem Spiel gutgetan. Rollerdrome ist trotzdem definitiv eine der Spieleperlen des Jahres und bietet tolle Unterhaltung.

Meinung

Wertung zu Rollerdrome (PC)

Wertung:

8.0 /10

Wertung zu Rollerdrome (PS5)

Wertung:

8.0 /10
Pro & Contra
Tolles SpielgefühlWunderschöne GrafikGutes BalancingAbwechslungsreiche SpielumgebungUnaufdringliche Story
Schwaches EndgameEinige Fahrphysiken hätten früher und besser erklärt gehörtAuf Dauer zu wenig Abwechslung

Aktuell ist das Spiel für PC und zeitexklusiv auf Playstation erhältlich, generell ist die Steuerung via Controller zu empfehlen. Die Einbindung der Dualsense-Funktionen auf Playstation 5 sind nett und ähnlich wie bei anderen Titeln. Das Spielerlebnis ist hingegen recht einzigartig und wird Skate-Fans wie Shooter-Freunde gleichermaßen erfreuen.

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