RoadCraft: Simulations-Fans aufgepasst - da rollt was Gewaltiges auf uns zu
Special
Nach Mudrunner und Snowrunner geht's erneut in die dreckige Welt der dicken Kübel. RoadCraft erscheint am 20. Mai und wir haben es bereits gespielt.
In der Demo erhalte ich für das Vermasseln auch noch keine Strafe, das könnte im fertigen Spiel aber anders aussehen. Was mich besonders abholt: Die Reifenspuren meiner Fahrzeuge bleiben Minuten und vermutlich sogar Stunden später in der Spielwelt sichtbar. Das erleichtert meine Arbeit natürlich nicht, weil der Morast noch tiefer, und die Gefahr des Festfahrens dadurch noch größer wird. Als Hilfe kann ich bei manchen Fahrzeugen wieder Allradantrieb und Differenzialsperre zuschalten oder eine Winde benutzen, um mich aus dem Schlamm zu befreien.
Was das Erlebnis jetzt eben noch besser macht, sind die verbesserte Physik, ein fantastisches Kollisionsmodell sowie Unwetter, die übers Land ziehen. Das alles wirkt sich auf meine vorsichtigen Fahrten von A nach B aus. Und ich sag's euch, so ein plötzlicher Regenschauer sorgt für noch mehr Schwierigkeiten. In der Wüstenregion schränken dagegen Sandstürme die Sicht extrem ein. Obwohl die Simulation dadurch noch anspruchsvoller wird, sind diese Features super.
Ein wenig Leben fehlt
Manchmal schießt RoadCraft aber noch übers Ziel hinaus: Gerade in der ersten Mission habe ich eine kurze Meldung vermisst, dass ich ab einem bestimmten Zeitpunkt mein Fahrzeug wechseln soll. Es hat nicht lange gedauert, dann bin ich selbst daraufgekommen, aber eine schnelle Nachricht wäre perfekt gewesen. Leicht zugänglich ist das Spiel also nicht gerade. Damit habe ich zwar kein Problem, aber Neueinsteiger könnte das schnell abschrecken.
Die Spielwelt ist außerdem sehr leer. Für viele gehört das zur Reihe dazu, das verstehe ich auch, schließlich soll man sich in der Einöde ja irgendwie allein fühlen, aber ein paar herumstehende NPCs in den Lagern oder das ein oder andere vorbeiflitzende Tier wären doch ganz cool.
So schön war Schmutz noch nie
Optisch sieht RoadCraft wieder erste Sahne aus. Die Stürme und die zerstörbare Umgebung tragen dazu genauso bei wie gestochen scharfe Texturen und eine tolle Weitsicht. Wenn die Sonne durch die Wolken bricht, erzeugt das zudem eine richtig schöne Lichtstimmung. Ich bin jemand, der sehr gerne auf so kleine Details in Spielen achtet. Das spritzende Wasser aus Pfützen und wie sich Bäume verbiegen, sobald ich gegen sie fahre, sind für mich Dinge, die die Immersion noch weiter vorantreiben.
Quelle: Saber Interactive
Auch der Sound der dicken Kübel klingt wuchtig. Und genau so muss das sein! Ich möchte schließlich spüren, wie viel Pferdestärken ich gerade unterm Hintern habe und wie viel Kraft in so einem fetten Kran steckt. Mein Ersteindruck fällt definitiv positiv aus. An den wenigen Kritikpunkten können die Entwickler bis zum Mai noch arbeiten und auch eine gute Nachricht habe ich noch zum Schluss für alle: Beim Steam Next Fest in ein paar Tagen könnt ihr RoadCraft ebenfalls schon einmal ausprobieren, denn da steht eine Demo zur Verfügung.
Für diejenigen, die sich lieber zum Release überraschen lassen möchten, ist die Zeit aber auch nicht mehr lange hin. Schon am 20. Mai erscheint RoadCraft für PC, PS5 und Xbox Series X/S. Auch Lenkrad-Support erhält die Simulation. Viel Spaß im Matsch! Transparenzhinweis: Focus Entertainment stellte uns eine Vorschau-Version zur Verfügung.
