Kaufberatung Einbau und RAM-Menge
Special
Jeder PC benötigt Arbeitsspeicher, auch RAM genannt. Doch was muss man beim Kauf und Einbau beachten? Welcher RAM ist für welche CPU geeignet? Spielt das Mainboard eine Rolle? Was ist überhaupt DDR und Dual Channel? Dies und mehr beantworten wir in unserem Special und bieten zudem eine Marktübersicht mit 16- und 32-GB-Kits.
RAM einbauen
Der Einbau von Arbeitsspeicher ist nicht schwer, sofern ihr nicht den Fehler gemacht habt, Riegel mit besonders hohen Kühlkörpern zu kaufen, obwohl ihr einen großen CPU-Kühler habt, der über die RAM-Slots hinausragt und zu wenig Platz für die Riegel lässt. Sofern es kein Platzproblem gibt, seht ihr im Handbuch des Mainboards nach, in welche der meist vier Slots ihr die Riegel am besten einstecken solltet. Die RAM-Slots liegen rechts vom CPU-Sockel.
In diesem Artikel
An jedem Slot sind ein oder zwei kleine Hebel - diese öffnet ihr und schiebt den RAM-Riegel in die Ritzen des Slots. Achtet vorher auf die Einkerbungen beim RAM-Riegel, denn diese müssen zu den Höckern im Slot passen - wenn ihr bei gutem Licht in den Slot blickt, wisst ihr sofort, was gemeint ist. Der RAM-Riegel wird nun so lange und so feste in den Slot gedrückt, bis der Hebel (oder die Hebel, falls es zwei sind) sicht- und hörbar einrasten. Hierzu kann durchaus recht viel Druck nötig sein. Achtet bitte nur darauf, dass ihr den PC vor dem Einbau des RAMs vom Strom nehmt und euch erdet - ein Griff an einen Metallwasserhahn reicht dazu aus. Wenn der RAM kompatibel zu eurem PC ist, sollte der PC nun einwandfrei starten. Probleme kann es aber trotz einer vorhandenen Kompatibilität geben - in diesem Fall prüft, ob ihr die Werte selber manuell im BIOS beziehungsweise UEFI des Mainboards korrekt einstellen müsst.
Quelle: Apacer
Apacer Panther
Auch ohne merkbare Problem kann es zudem nötig sein, den Takt eines RAM-Riegels manuell korrekt einzustellen, vor allem wenn der Takt höher als der des CPU-Speichercontrollers ist. Ebenso kann ein manuelles Umstellen nötigt werden, wenn ihr zuvor bereits einmal manuell etwas verändert hattet und neue RAM-Riegel einbaut. RAM zu "mischen" ist übrigens in aller Regel kein Problem, wenn ihr eine automatische Erkennung im BIOS/UEFI aktiviert habt. Das Mainboard stellt bei gemischten RAM-Modellen die Werte einfach auf den jeweils langsamsten Riegel ein, so dass kein Riegel überfordert ist und eventuell für Abstürze sorgt.
Wie viel RAM kaufen?
Für einen Gaming-PC empfehlen wir 16 Gigabyte RAM sowie auch das Verteilen der Gesamtspeicher-Menge auf zwei Riegel - bei 16 Gigabyte also zwei Riegel zu je acht Gigabyte. Dies hat damit zu tun, dass durch Dual-Channel die beiden Riegel parallel schneller angesprochen werden können als wenn es ein einziger großer Riegel wäre. Der Vorteil ist zwar je nach dem, um welche Anwendung es geht, nur minimal. Es schadet aber in keinem Fall, und auch die Kosten sind nur ein winziger Faktor. Für einen Neukauf gilt aktuell: 16 Gigabyte DDR4-RAM kosten je nach Taktrate zwischen 55 und 70 Euro. Nur wer sogar mehr als 3600 Megahertz als Takt verlangt, muss mehr ausgeben. Stellt man sich sowieso einen ganzen PC zusammen oder rüstet für mehrere Hundert Euro auf, kann man auch direkt auf 32 Gigabyte setzen, da dies bezogen auf die Gesamtausgabe ein überschaubarer Zusatzfaktor ist - obgleich uns 32 Gigabyte in absehbarer Zeit nicht als nötig erscheinen. Lediglich wer viel mit Dingen wie Video- oder Foto-Bearbeitung zu tun hat, sollte ohnehin bereits jetzt lieber 32 Gigabyte wählen - entweder vier Riegel zu je acht Gigabyte oder zwei zu je 16 Gigabyte.
