Kaufberatung RAM: DDR und CL
Special
Jeder PC benötigt Arbeitsspeicher, auch RAM genannt. Doch was muss man beim Kauf und Einbau beachten? Welcher RAM ist für welche CPU geeignet? Spielt das Mainboard eine Rolle? Was ist überhaupt DDR und Dual Channel? Dies und mehr beantworten wir in unserem Special und bieten zudem eine Marktübersicht mit 16- und 32-GB-Kits.
Was ist DDR und CL?
Seit vielen Jahren ist DDR-RAM der Standard, inzwischen wie schon gesagt DDR4-RAM. DDR steht für Double Data Rate, denn aus dem wahren Takt, mit dem der Arbeitsspeicher angesprochen wird, entsteht praktisch der doppelte Takt.
Dies ist so zu erklären: Ein einzelner Takt ist nichts anderes als ein Stromimpuls, und dieser ist nicht von jetzt auf gleich da, sondern die Spannung steigt an nimmt wieder ab.
In diesem Artikel
Quelle: G.Skill
G.Skill Ripjaws V
Bei DDR-RAM fließt im Gegensatz zu früherem RAM je ein Datenpaket bei ab- und bei aufsteigender Spannung des Stromimpulses. Beträgt der Takt also zum Beispiel 800 Megahertz, ist der Transport von Datenpaketen mit effektiv doppelt so hohem Takt, also 1600 Megahertz möglich. Daher heißt DDR3-RAM mit einem wahren Takt von 800 Megahertz in Shops sowie bei Herstellern DDR3-1600 und wird mit einem Takt von 1600 Megahertz vermarktet. Einige Tools zeigen euch bei der Kontrolle des RAM-Taktes den wahren Takt an - erschreckt also nicht, wenn der Arbeitsspeicher vermeintlich nur halb so schnell ist wie er sein sollte. Neben dem Takt spielen auch die Latenzwerte eine Rolle. Diese beschreiben die Verzögerung, mit der bestimmte für das RAM relevante Aktionen stattfinden. Sie sind bei den Daten des RAM-Riegels ein wenig verklausuliert in einer Kette aus drei Zahlen wie 15-16-16 zu finden. Der erste Wert ist die CL, die CAS Latency. Dies ist der wichtigste der Latenzwerte - teilweise wird auch nur der CL-Wert in den technischen Daten des Moduls hervorgehoben.
Es gilt bei Latenzen: je kleiner, desto besser. Allerdings nimmt die CL mit zunehmendem RAM-Takt in der Regel ab - es ist schwieriger, einen 3000-MHz-Riegel mit CL15 zu finden als einen entsprechenden Riegel mit nur 2400 MHz. Die CL sollte man aber nicht überbewerten: Bekommt ihr RAM mit eurem Wunschtakt mit einem besseren CL-Wert für einen geringen Aufpreis, dann greift ruhig zu. Sucht aber nicht, koste es was wolle, nach einem abermals besserem CL-Wert. Es gibt auf dem Markt einzelne RAM-Modelle, die gleich über 20 Prozent teurer sind als ein Riegel der gleichen Modellreihe mit identischem Takt, aber schlechterem CL-Wert. Allgemein gesehen, dies erwähnten wir oben bereits, sind zahlreiche Riegel mit 3000 oder 3200 MHz inzwischen so günstig, dass ihr ruhig zu diesen greifen könnt und euch nicht auf nur Werte wie 2400 MHz beschränken müsst. Bei der Konfiguration nach dem Einbau gibt es dann aber einiges zu beachten - dies thematisieren wir als nächstes.
