Project Cars 2 angespielt: Wetter, Karriere und Fazit

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Project Cars 2 angespielt: Wetter, Karriere und Fazit
Quelle: Namco Bandai

Knapp anderthalb Monate sind es noch, bis Project Cars 2 von den Slightly Mad Studios endlich erscheint. Wir haben die Rennsimulation noch einmal angespielt und verraten euch, welche Neuerungen im zweiten Teil des ambitionierten Projekts stecken.

Wind und Wetter

Project Cars 2 simuliert die über 50 Strecken absolut individuell. Die variabel einstellbaren Wettereffekte haben maßgeblichen Einfluss auf das Spielgeschehen. Selbst bei Sonnenschein habt ihr abseits der Ideallinie weitaus schlechteren Grip. Das erschwert das Anbremsen von Kurven und das Herausbeschleunigen. Dreher oder dergleichen gibt es aber nicht, sofern wir nicht zu risikoreich zu Werke gehen. Doch fällt Regen oder gar Schnee, sieht die Sache schon ganz anders aus. Das Spiel bezieht nicht nur die Oberflächenbeschaffenheit mit ein, sondern auch Faktoren wie die Temperatur der Strecke und der Reifen. Bei Regen etwa kühlen die Gummis schneller ab und wer allzu oft durch Pfützen oder auf saftig durchtränkte Wiesen fährt, der büßt deutlich an Grip ein. Bei Schnee wird es noch komplizierter. Dann verwandelt sich das Durchtreten des Gaspedals in ein Wagnis und bestimmte Fahrzeugklassen kommen mit diesen Gegebenheiten überhaupt nicht klar. Für sie wird das Rennen zur Schlitterpartie.

Wir lernen unsere Lektionen auf die harte Tour. Als wir in der Formula Rookie nach einer Kurve nur kurz mit einem der Hinterräder ins Kiesbett rutschen und im Anschluss auch noch die Ideallinie verpassen, reißt es das Heck unseres Fahrzeugs förmlich zur Seite. Eine Rückspul-Funktion gibt es in Project Cars 2 nicht. Gerade bei langen Rennen erfordert das Spiel daher höchste Konzentration. Ein Patzer und die Mühen der vergangenen Minuten waren umsonst. An den Fahrhilfen muss Slightly Mad Studios allerdings noch ein wenig arbeiten. Gerade Bremshilfen erwiesen sich im Test noch als allzu dominant und griffen oft sehr voreilig ins Geschehen ein.
Laguna Beach gehört zu den schönsten Strecken im Spiel. Der Stadtkurs strotzt vor Details wie dieser Brücke oder einem hübschen Blick auf den nahegelegenen Freizeitpark. Quelle: PC Games Laguna Beach gehört zu den schönsten Strecken im Spiel. Der Stadtkurs strotzt vor Details wie dieser Brücke oder einem hübschen Blick auf den nahegelegenen Freizeitpark. Ganz schön unscharf: Mit Hilfe des Kameramodus schießen wir in der Wiederholung Fotos von Rennmomenten und verändern beispielsweise den Fokus oder legen Filter über das Bild. Quelle: PC Games Ganz schön unscharf: Mit Hilfe des Kameramodus schießen wir in der Wiederholung Fotos von Rennmomenten und verändern beispielsweise den Fokus oder legen Filter über das Bild.

Die virtuelle Karriere

Das Einzelspielerherz von Project Cars 2 ist aber - trotz aller Auswahlmöglichkeiten bei den freien Rennen - die Karriere. Diese baut auf dem Grundgerüst des Vorgängers auf, präsentiert sich jedoch zugänglicher und abwechslungsreicher. "Wir möchten dem Spieler das Gefühl eines echten Rennfahrers vermitteln," schwärmt Rod Chong, COO bei Slightly Mad Studios, und blickt dabei immer wieder auf die Notizen auf seinem Smartphone. Zum Start der Karriere basteln wir uns zunächst einen eigenen Fahrer. Danach leitet uns das Spiel auf den Auswahlbildschirm. Hier warten sechs Kategorien unterteilt in fünf Wettbewerbe mit insgesamt 29 Rennklassen auf uns. Waren im Vorgänger noch alle Rennserien sofort frei verfügbar, hängt Slightly Mad Studios diesmal vor die finalen zwei jeder Kategorie ein Vorhängeschloss.

Wir müssen also erst Erfolge einfahren, ehe wir diese freischalten. Wir beginnen aber nicht zwangsläufig auf der ersten Stufe, sondern können auch mittendrin einsteigen. In der Anspielrunde entscheiden wir uns für die Formula Rookie und suchen im Anschluss erst den nächsten Pokalwettbewerb und anschließend einen Rennstall aus. Ein kurzes Intro-Video bereitet uns mit hübschen Bildern auf die kommenden Stunden vor. Im Hauptmenü weckt besonders der Punkt "Manufacturer Drives" unsere Aufmerksamkeit. Indem wir für bestimmte Hersteller fahren, steigern wir die Verbundenheit zu dieser Marke. Das wiederum schaltet mit der Zeit neue Events frei und als Belohnung gibt es neue Autos. Diese sind zwar im freien Rennen bereits freigeschaltet, können aber nur über die Firmen-Rennen auch für die Karriere aktiviert werden.

Bildergalerie

Trophäensammler - nicht nur auf PS4

Diese Wechselwirkung soll für Motivation sorgen. Zudem schauen wir uns im Trophäenschrank noch einmal unsere Erfolge an und sogenannte Lebensziele dienen als Langzeitaufgaben. Wollen wir beispielsweise die Plakette Triple Crown, müssen wir erst den Monaco Grand Prix, das Indy 500 und die 24 Stunden von Le Mans gewinnen. Ob die Karriere aber wirklich dauerhaft motiviert, das bleibt abzuwarten. Slightly Mad Studios legt den Fokus natürlich extrem auf den eigentlichen Rennsport. Die Präsentation des Rennfahrerlebens wirkt dagegen ein wenig blass und nüchtern. Letztlich be­ackern wir einfach nur einen Event nach dem anderen und gewinnen möglichst viele Pokale. Allerdings denken die Entwickler auch hier an jene Spieler, die nicht so viel Zeit haben. Erneut bestimmen wir selbst die Länge der Renn­serien und der Events. Die einzelnen Wettbewerbe der Formula Rookie etwa regeln wir von vier auf zwei Rennen herunter, entfernen kurzerhand Qualifying und Übungsrunden und reduzieren die Rundenanzahl auf ein Minimum. Project Cars 2 versucht also in allen Belangen den Spagat zwischen Simulationsfans und Gelegenheitsspielern.

Fazit

Meinung

  1. Seite 1 Project Cars 2 angespielt: Letzter Boxenstopp vor der Ziellinie
  2. Seite 2 Project Cars 2 angespielt: Wetter, Karriere und Fazit
  3. Seite 3 Project Cars 2 angespielt: Interview mit dem Game Director
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