Prince of Persia: The Lost Crown im Test: So gut war Ubisoft schon lange nicht mehr

Test Felix Schütz
Prince of Persia: The Lost Crown im Test: So gut war Ubisoft schon lange nicht mehr
Quelle: PC Games

Endlich auch für Steam erhältlich: Das neue Prince of Persia ist nicht nur ein richtig gutes Metroidvania, es ist auch der beste Serienteil seit Sands of Time - und zeigt, dass Ubisoft es immer noch drauf hat.

Unser Tipp: Bloß nicht aufgeben, selbst wenn euch die Kämpfe anfangs zu schwer erscheinen! Die Feinheiten des Kampfsystems lassen sich im Laufe der Zeit nämlich prima erlernen, auch dank einer eingebauten Trainingsfunktion, in der ihr ein paar fortgeschrittene Tricks in Ruhe üben könnt. Außerdem wird Sargon im Laufe des Abenteuers immer stärker: Mit mehr Lebenskraft und Heiltränken, einem magischen Bogen im Gepäck und mit mächtigen Zeitfähigkeiten und Spezialangriffen ausgestattet, bekommt ihr irgendwann auch die kniffligsten Gegner klein. Das gilt auch für die stark inszenierten Bosskämpfe: Für manche von ihnen haben wir zwar noch mehrere Anläufe gebraucht (ja, wir schauen dich an, dämliches Wolfsvieh!), doch die letzten Bosse waren dafür fast schon ein Kinderspiel - und das haben wir vor allem unseren Upgrades zu verdanken.

So werdet ihr stärker

Moment, Upgrades? Na klar! Wie in jedem guten Metroidvania erhaltet ihr unterwegs bessere Ausrüstung, Beute und Fähigkeiten, die aus Sargon mit der Zeit eine echte Kampfmaschine machen. In Schatztruhen findet ihr zum Beispiel Amulette, die spezielle Boni, Resistenzen oder andere Vorteile verleihen und die sich auch sinnvoll kombinieren lassen. Allerdings ist der Platz für Amulette stark begrenzt, die Möglichkeiten erweitern sich hier erst im Laufe der Spielzeit. Im Grunde hat sich Ubisoft dieses System direkt aus Hollow Knight abgeschaut. Es gibt schlechtere Vorbilder.

Unverzichtbar: Bei der Schmiede wertet ihr Sargons Waffen und Amulette auf. Quelle: PC Games Unverzichtbar: Bei der Schmiede wertet ihr Sargons Waffen und Amulette auf. Natürlich bekommt ihr nicht alles davon umsonst: Besiegte Gegner hinterlassen Zeitkristalle, außerdem sammelt ihr unterwegs spezielle Xerxes-Münzen und seltene Metalle. Mit dem ganzen Zeug marschiert ihr dann zu zwei Händlern oder einer göttlichen Schmiedin, die euch dafür neue Amulette, Trankverbesserungen oder Schadensbooster für Sargons Schwerter verkaufen. Schön: Auch Amulette lassen sich in mehreren Stufen verbessern! Wenn euch also eine bestimmte Spielweise besonders zusagt, könnt ihr sie auf diesem Wege noch stärker machen.

Die Amulette bilden die Grundlage eurer Spielweise. Je mehr ihr findet, desto mehr Möglichkeiten habt ihr. Quelle: PC Games Die Amulette bilden die Grundlage eurer Spielweise. Je mehr ihr findet, desto mehr Möglichkeiten habt ihr. Was wir aber doch wenig vermissen, sind Rüstungsupgrades wie in Metroid Prime oder Shadow Complex: Im Grunde trägt Sargon von Anfang bis Ende das gleiche Outfit, abgesehen von ein paar unbedeutenden Skins, die ihr unterwegs freischaltet und die keinerlei spielerische Vorteile haben. Wer also Sargons Abwehrkraft steigern will, muss die entsprechenden Amulette finden.

Ähnlich wie in Hollow Knight seid ihr außerdem von Anfang bis Ende auf die gleiche Hauptwaffe angewiesen: Sargons Schwerter lassen sich zwar mehrfach verbessern, doch am Gameplay ändert sich dadurch nichts. Wechselbare Waffen wie in Symphony of the Night hätten zwar sicher den Rahmen gesprengt, schließlich hat Ubisoft viel Mühe ins Schwertkampfsystem gesteckt. Eine optionale Stangenwaffe oder sogar eine Peitsche hätten wir aber trotzdem sehr begrüßt. Immerhin: Es gibt einen magischen Bogen und ein Chakram, die zwar nicht viel Schaden anrichten, aber im richtigen Moment sehr wirkungsvoll sein können.

Für Anfänger und Profis

Bei Ubisoft Montpellier hat man sich Gedanken gemacht, um das Spiel möglichst massentauglich zu gestalten, ohne dabei gleich den spielerischen Anspruch zu opfern. Der normale Schwierigkeitsgrad bietet erfahrenen Spielern und Spielerinnen bereits einen ordentlichen Anspruch, Profis können sich außerdem noch an zwei härteren Stufen versuchen. Im Gegenzug haben Einsteiger aber auch die Möglichkeit, den Schwierigkeitsgrad in mehreren Details dem eigenen Geschmack anzupassen. Wer mag, kann sogar eine Hilfe aktivieren, mit der ihr besonders knifflige Sprungsequenzen einfach überspringt. Puristen dürfen außerdem einige Karteninformationen abschalten, dann fehlen zum Beispiel die Markierungen für Questziele.

Prince of Persia: The Lost Crown Quelle: PC Games Bosse wie Jahandar wirken auf den ersten Blick einschüchternd. Tipp: Lernt die Angriffsmuster und rüstet euch mit den passenden Amuletten aus. Das Optionsmenü hat noch mehr zu bieten. Bei den Audiosprachen habt ihr etwa die Wahl aus Englisch, Deutsch, Französisch, Spanisch und Farsi, außerdem gibt's Untertitel in insgesamt 12 Sprachen. Und wenn ihr das Spiel mit eurem Ubisoft Connect-Account verbindet, könnt ihr eine Cloud-Save-Funktion nutzen und euren Spielstand so auf jeder beliebigen Plattform fortsetzen. Dieses Feature haben wir im Test übrigens ausgiebig genutzt, es funktioniert einwandfrei.

Technisch sauber auf allen Plattformen

Technisch präsentiert sich das Spiel in Bestform: Wir haben The Lost Crown auf PC, Switch und PS5 getestet, das Spielerlebnis war dabei nahezu identisch. Auf der PS5 und Xbox Series X werden 4K-Auflösung bei 120 Fps erreicht, aber auch auf dem PC läuft das Spiel butterweich. Die Switch-Umsetzung verdient ein Extra-Lob: Hier werden meistens flüssige 60 Bilder pro Sekunde erreicht, sowohl am TV (in 1080p) als auch im Docked-Modus (in 720p). Grafisch waren dazu nur geringe Abstriche nötig, zum Beispiel wurde ein wenig an der Texturauflösung geschraubt und die hübschen Spiegelungen auf Wasser- und Marmoroberflächen mussten weichen. Doch das fällt in der Spielpraxis ohnehin kaum auf. Der aus unserer Sicht größte Unterschied auf der Switch sind die Ladezeiten, die hin und wieder bei Gebietswechseln auftreten - die Wartepausen sind zwar nur wenige Sekunden lang, fehlen aber auf dem PC oder auf den Next-Gen-Konsolen komplett.

An der Wertung ändert das allerdings nichts, denn auch auf der Switch ist das Spiel eine klare Empfehlung: Wer auf fordernde, umfangreiche Metroidvanias steht, bekommt hier das beste Prince of Persia seit vielen Jahren! Es erreicht vielleicht nicht ganz das Niveau eines Hollow Knight, doch die Wertungsnadel schlägt eindeutig nach oben aus.

Wertung zu Prince of Persia: The Lost Crown (PC)

Wertung:

9.0 /10

Wertung zu Prince of Persia: The Lost Crown (PS5)

Wertung:

9.0 /10

Wertung zu Prince of Persia: The Lost Crown (NSW)

Wertung:

9.0 /10
Fazit

Tolles Comeback für den Perserprinzen: Mit Prince of Persia gelingt Ubisoft der erste Hit des Jahres.


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Prince of Persia: The Lost Crown ist ab dem 18. Januar 2024 für PC, PS4, PS5, Xbox One, Xbox Series S/X und Nintendo Switch erhältlich, Vorbesteller dürfen bereits ab dem 15. Januar loslegen. Der Preis liegt bei 50 Euro. Unentschlossene können sich außerdem an einer spielbaren Demo versuchen, die seit dem 11. Januar erhältlich ist. Transparenzhinweis: Die Version des Spiels wurde uns vom Publisher zur Verfügung gestellt.

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