Nostalgische Neuvermarktung: Die Geschichte der Pokémon-Remakes - die Hoenn-Region

Special Jonas Höger
Nostalgische Neuvermarktung: Die Geschichte der Pokémon-Remakes - die Hoenn-Region
Quelle: The Pokémon Company / ILCA

Nostalgische Neuvermarktung: Wir haben uns die Geschichte der Pokémon-Remakes angeschaut und Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede zu den Originalen gefunden.

2021 feiert Pokémon sein 25-jähriges Jubiläum und die Videospiel-Reihe hat trotz ihres beträchtlichen Alters nichts an Bedeutung verloren. Im Laufe der Zeit veröffentlichten Game Freak und die Pokémon Company zahlreiche Titel, die aufgrund technischer Limitationen meist einige Jahre später zeitgemäße Neuauflagen erhielten.

Nachdem Generation 1 bis 3 die Remake-Behandlung genießen durften (die 1. sogar gleich zweimal), ist mit Pokémon Strahlender Diamant und Leuchtende Perle nun endlich auch die 4. Generation an der Reihe. Was wir erwarten dürfen und wie sich die bisherigen Remakes im Vergleich zu den Originalen geändert haben, nehmen wir in diesem Special deshalb genauer unter die Lupe.

Die Hoenn-Region

Nein, wir wollen euch nicht verhoennen - es geht ab nach Hoenn!

Pokémon Rubin, Saphir und Smaragd (3. Generation)

Doppelt hält bekanntlich besser: Die in Rubin und Saphir eingeführten Doppelkämpfe haben sich bis heute gehalten und dominieren als Format die offiziellen kompetitiven Turniere seitens Nintendo. Quelle: The Pokémon Company / Game Freak Doppelt hält bekanntlich besser: Die in Rubin und Saphir eingeführten Doppelkämpfe haben sich bis heute gehalten und dominieren als Format die offiziellen kompetitiven Turniere seitens Nintendo. Obwohl der Game Boy Advance schon im Juni 2001 in Europa erscheint, dauert es noch zwei Jahre, genauer gesagt bis zum 25. Juli 2003, bis Game Freak ein neues Pokémon-Spiel für den damals aktuellen Handheld aus dem Hause Nintendo veröffentlicht.

Eingeläutet wird die 3. Generation mit Pokémon Rubin und Saphir, angesiedelt in der neuen Hoenn-Region. Neben sage und schreibe 135 neuen Pokémon, bringt die 3. Generation unzählige andere Innovationen mit, die die Spiele nachhaltig prägen sollen. Wesen und Fähigkeiten nehmen Einfluss auf die Kämpfe und Wettbewerbe, Geheimbasen erweitern das Spielerlebnis auch fernab der Pokémon-Prügeleien.

Zudem wird mit Doppelkämpfen eine völlig neue Art des Gefechts eingeführt, bei der zwei Taschenmonster auf jeder Seite gleichzeitig in den Ring steigen. Am 21. Oktober 2005, und damit noch einmal zwei Jahre später, erscheint Pokémon Smaragd.

Wie schon Gelb und Kristall zuvor ist Smaragd eine Sonderedition, aufbauend auf der jeweiligen Generation und dafür mit einigen Neuerungen, wie beispielsweise einer herausfordernden Kampfzone im Post-Game.

Pokémon Omega Rubin und Alpha Saphir (6. Generation)

Wiedersehen macht Freude, erst recht, wenn die Grafik so einen Sprung gemacht hat. Die Kindheitserinnerungen in zeitgemäßer Optik zu sehen, dürfte für viele Spieler ein echter Glücksmoment gewesen sein. Quelle: The Pokémon Company / Game Freak Wiedersehen macht Freude, erst recht, wenn die Grafik so einen Sprung gemacht hat. Die Kindheitserinnerungen in zeitgemäßer Optik zu sehen, dürfte für viele Spieler ein echter Glücksmoment gewesen sein. Nach Feuerrot, Blattgrün, Heartgold und Soulsilver gehen viele Fans davon aus, dass auch die 3. Generation in Form von Remakes ein Revival erhalten wird. Während die ersten Neuauflagen nur fünf Jahre auf sich warten ließen und es bei den zweiten nach immerhin neun Jahren soweit war, müssen Spieler sich ganze elf Jahre lang gedulden, um am 28. November 2014 wieder in die Hoenn-Region reisen zu dürfen.

Dafür sind Omega Rubin und Alpha Saphir aber auch randvoll gepackt mit Neuerungen und offenbaren sich als würdige Nachfolger, die vor allem auf bestehenden Konzepten aufbauen und diese verbessern.

Ins Auge sticht - da unterscheiden sich die Remakes der 3. Generation nicht von den anderen Neuauflagen - die aufpolierte Grafik. Statt dem Game Boy Advance kommt nun der Nintendo 3DS zum Einsatz, der dazwischenliegende Nintendo DS wird also ausgelassen. Durch die zeitliche Spanne und dank der deutlich aktuelleren Hardware ist der grafische Sprung entsprechend groß.

Erneut haben Spieler die Qual der Wahl: Den gleichen Starter nehmen wie vor elf Jahren beim ersten Durchspielen oder lieber mal was Neues ausprobieren? Die Antwort auf diese Frage lautet aber ohnehin Hydropi. Quelle: The Pokémon Company / Game Freak Erneut haben Spieler die Qual der Wahl: Den gleichen Starter nehmen wie vor elf Jahren beim ersten Durchspielen oder lieber mal was Neues ausprobieren? Die Antwort auf diese Frage lautet aber ohnehin Hydropi. Omega Rubin und Alpha Saphir orientieren sich optisch deutlich an den anderen Titeln der 6. Generation, Pokémon X und Y. Charaktermodelle sind angepasst, die Umgebung detailreicher und auch die Pokémon selbst sehen entsprechend schicker aus. Wie schon bei den anderen Remakes wird auch die Musik neu aufgenommen und obwohl sie Veränderungen durchmacht, bleibt die Trompeten-lastige Soundessenz von Rubin und Saphir erhalten.

Omega Rubin und Alpha Saphir bieten außerdem in der Geschichte der Neuauflagen erstmalig ganz neuen Story-Content. Mit der Delta-Episode, die Spieler nach Abschluss der Hauptgeschichte einleiten können, werden nicht nur die legendären Pokémon Rayquaza und Deoxys in die Handlung eingebunden, sondern es wird auch der brandneue Charakter Amalia eingeführt.

Als Flaggschiff der Remakes fügt sich der neue Inhalt nahtlos an die Hauptgeschichte an und führt diese sinnvoll weiter. Ansonsten bleibt diese aber größtenteils gleich: Noch immer müssen Spieler Team Aqua oder Magma daran hindern, das Ende der Welt einzuläuten und dabei acht Orden und den Titel des Champs ergattern.

Neu hinzugekommen sind die Mega-Entwicklungen. Zum einen bereits bekannte aus X und Y, zum anderen eigens für die Remakes designte, die auch in die Story eingebunden wurden. Als Experte für Steine in jeder Form und Farbe ist Champ Troy der wegweisende Forscher und bringt euch das charakteristische Feature der 6. Generation näher.

Die beiden Cover-Legenden der Spiele, Kyogre und Groudon, erhalten zwar keine Mega-Entwicklung, erreichen aber durch Protomorphose ihre Ur-Form und spielen eine wichtige Rolle in der Geschichte.
Die Neuauflagen Omega Rubin und Alpha Saphir sind ja sowieso schon prall gefüllt mit Inhalt. Die brandneue Delta-Episode gibt’s aber noch obendrauf und die ist wirklich eine tolle Ergänzung zur Hauptgeschichte. Quelle: The Pokémon Company / Game Freak Die Neuauflagen Omega Rubin und Alpha Saphir sind ja sowieso schon prall gefüllt mit Inhalt. Die brandneue Delta-Episode gibt’s aber noch obendrauf und die ist wirklich eine tolle Ergänzung zur Hauptgeschichte. Omega Rubin und Alpha Saphir übernehmen aber noch einige andere Mechaniken aus X und Y. Die TM-Liste zum Beispiel, bei der jede Attacke seit der 5. Generation unendlich anwendbar ist. Oder den neuen Typen Fee, die erste Änderung im Typen-System, seit Stahl und Unlicht in der 2. Generation dazugekommen sind.

Auch die Massenbegegnungen, bei denen man fünf wilde Pokémon auf einmal trifft, entnehmen die Remakes der 3. Generation aus X und Y. Gleiches gilt für die Dreifach- und Reihumkämpfe aus Pokémon Schwarz und Weiß, die aber glücklicherweise nur spärlich gesät sind.

Nachdem die 3. Generation die letzten Spiele beinhaltet, die sich am veralteten System der Aufteilung von physischen und speziellen Angriffen nach Typen orientieren, übernehmen die Neuauflagen natürlich das moderne System, bei dem jede Attacke eigens zugeteilt wird.

Neben den bereits bekannten Mega-Entwicklungen aus X und Y gibt es eine Handvoll eigens für die Neuauflagen kreierte. Darunter auch der Fan-Liebling Metagross, die Trumpfkarte von Champ Troy. Quelle: The Pokémon Company / Game Freak Neben den bereits bekannten Mega-Entwicklungen aus X und Y gibt es eine Handvoll eigens für die Neuauflagen kreierte. Darunter auch der Fan-Liebling Metagross, die Trumpfkarte von Champ Troy. Aber Omega Rubin und Alpha Saphir leihen sich nicht nur Mechaniken aus anderen Editionen, sondern bauen auch auf den Stärken der Originalspiele auf. Malvenfroh hat beispielsweise eine echte Rundumsanierung bekommen und verlockt jetzt mit zahlreichen Einkaufsmöglichkeiten sowie einer Dachterrasse.

Die Super-Geheimbasen sind trotz ihres strunzdummen Namens eine zeitgemäße Variante der voll möblierbaren Verstecke aus den Vorlagen. Das Erklären dieses für die Pokémon-Reihe einzigartigen Konzepts obliegt dem neuen Charakter Johnson, der sich selbst Geheimbasen-Meister nennt.

Auch die Wettbewerbe aus den Originalen dürfen sich über einige Anpassungen freuen und bekommen mit dem Wettbewerbssternchen Xenia ebenfalls einen dedizierten Charakter. Frischen Wind erhalten die putzigen Popularitätswettkämpfe durch ein Cosplay-Pikachu, das neben knuffigen Kostümen auch mit verbesserten Werten daherkommt.

Das Poké-Multi-Navi ist eine logische Entwicklung des Vorgängers, dem PokéNav. Mit neuen Funktionen ausgestattet und ganz und gar den unteren Touchscreen des 3DS ausnutzend, ist das Poké-Multi-Navi das beste Werkzeug, egal, ob ihr auf Pokémon-Jagd gehen oder mit anderen Trainern online interagieren wollt.

Secret Spot: Die Geheimbasen haben es glücklicherweise auch in die Remakes geschafft und sehen dort endlich so aus, wie man es sich 2003 gewünscht hat. Und es gibt so viele hübsche Dekorationsmöglichkeiten! Quelle: The Pokémon Company / Game Freak Secret Spot: Die Geheimbasen haben es glücklicherweise auch in die Remakes geschafft und sehen dort endlich so aus, wie man es sich 2003 gewünscht hat. Und es gibt so viele hübsche Dekorationsmöglichkeiten! Abgesehen von der bereits erwähnten Delta-Episode ist wohl die Überflieger-Fähigkeit von Mega-Latias und Mega-Latios eine der spannendsten Neuerungen. Ruft ihr eines der beiden Pokémon mit der Äon-Flöte herbei, könnt ihr euch auf seinem Rücken in die Lüfte schwingen.

Im Luftraum von Hoenn treiben nicht nur zahlreiche Flug-Pokémon ihr Unwesen, ihr könnt dort auch wundersame Orte erkunden, an denen sich verschiedenste legendäre Pokémon tummeln. Weil Omega Rubin und Alpha Saphir im Gegensatz zu ihren Vorgängern einen Tag-Nacht-Zyklus spendiert bekommen haben, dürfen Spieler die Hoenn-Region nun auch bei Nacht genießen und über die strahlenden Lichter der Städte hinwegfliegen.

Erneut sind im Post-Game Pokémon aus anderen Editionen verfügbar. Diesmal feiern neben den alten Bekannten auch Taschenmonster aus den Regionen Sinnoh, Einall und Kalos ihr Debüt in Hoenn. Zumindest einige der in Sinnoh eingeführten Entwicklungen alter Pokémon könnt ihr aber auch schon während der Story erhalten.

Außer der Delta-Episode gibt es nach dem Triumph über den Champ allerdings nicht sehr viel zu tun. Die in Smaragd hinzugefügte Kampfzone erlebt nämlich keine Wiederauferstehung, zum Unmut vieler Fans.

Den Editionen Omega Rubin und Alpha Saphir gelingt es, die Hoenn-Region mit Neuerungen und Modernisierungen in die Gegenwart zu befördern. Veraltete Mechaniken werden zeitgemäß aufpoliert, neuer Story-Content und das Überflieger-Feature bringen frischen Wind in die Remakes. Natürlich tun die überarbeitete Grafik und der verbesserte Soundtrack ihr Übriges.

uch, wenn sich viele Fans die Kampfzone aus Smaragd wünschen, bleiben die Neuauflagen durch die Übernahme der Mega-Entwicklungen und das Hinzufügen neuer Varianten dem in X und Y eingeführten kompetitiven Erlebnis treu.

Auf der letzten Seite verschlägt es uns in die Sinnoh-Region!

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