Bald ist es soweit und die PS4 kommt endlich in den Handel. Für uns ist das ein schöner Anlass, die Uhr zurück zu drehen und auf den Start der Playstation 3 zurück zu blicken. Und Gott, was war das eine holprige Sache! Wiederholt sich das Spektakel zum Launch der PS4?
Egal, ob ihr die PS4 bereits vor Monaten vorbestellt habt, euch erst in den kommenden Monaten eine zulegt oder zunächst abwartet – keiner von euch blieb vom Hype der letzten Monate verschont. Seit Sony am 22. Februar die PS4 ankündigte, wurden immer neue PS4-Titel vorgestellt und neue Details zur Konsole verraten. Wir spürten bald, dass Sony diesmal nicht die Fehler der Vergangenheit wiederholen würde. Und genau auf die wollen wir mit diesem Flashback Rückschau halten - kurz vor dem Launch der PS4. Denn während die PS4 von Anfang an mit reichlich Rückenwind gesegnet war – von Seiten der Gamer und von Seiten der Entwickler – startete die PS3 reichlich holprig.
Komplexe Hardware, Vorsprung für Microsoft
Quelle: PC Games
Das 2005 vorgestellte Modell hatte deutlich mehr Anschlüsse als die Konsolen, die Sony ein Jahr darauf zeigte.
Die Playstation 3 war spät dran - anders als jetzt bei der PS4. Microsofts Xbox 360 erschien bereits Ende 2005. In diesem Jahr ließ sich Sony gerade mal zur Ankündigung der PS3 hinreißen. Sie würde also später kommen, jedoch versprach Sony eine dramatisch überlegene Hardware. Herzstück der Konsole war der so genannte Cell-Prozessor, der in einer Kooperation von Sony, Toshiba und IBM entstand. Die Architektur dieses hochspezialisierten Prozessors erlaubte in der Theorie eine enorme Rechenleistung, in der Praxis war dafür aber ein riesiger Lernaufwand seitens der Entwickler nötig. Bis ein Team die Grafikengine eines Spiels so weit hatte, dass sie auf der PS3-Hardware effizient lief, verging teils ein ganzes Jahr. Für Third-Party-Studios, die nebenher auch noch PC- und Xbox-360-Fassungen produzieren wollten, bedeutete dieser Mehraufwand ein enormes Risiko und eine große finanzielle Belastung. Es war übrigens anfangs geplant, die PS3 ausschließlich mit dem Cell-Prozessor auszustatten. Der sollte dann also nicht nur Spielmechaniken, Physik und Sound, sondern auch das Darstellen der 3D-Grafik übernehmen. Recht spät im Design-Prozess sahen die Sony-Ingenieure ein, dass ein zusätzlicher Grafikchip nötig ist. Diesen lieferte Nvidia in Form des RSX-Chips, auch "Reality Synthesizer" genannt. Der entpuppte sich jedoch im Vergleich zum Xbox-Grafikchip aus dem Hause ATI (nun AMD) als maximal ebenbürtig. Einzig einer Handvoll PS3-Exklusivspielen gelang es bis dato, Microsofts Konsole in Sachen Grafik merklich davon zu ziehen, man denke an Uncharted 3 oder Beyond: Two Souls.
