Pizza Connection 3 in der Vorschau: Mehr Transparenz im Pizza-Geschäft

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Pizza Connection 3 in der Vorschau: Mehr Transparenz im Pizza-Geschäft
Quelle: Assemble Entertainment

Mit Pizza Connection 3 beleben die Entwickler Gentlymad nach vielen Jahren eine beliebte Wirtschaftssimulation wieder zum Leben. Die Macher haben uns in der Redaktion besucht und den aktuellen Stand der Entwicklung vorgeführt. In der Vorschau lest ihr, wie das Team die alte Reihe mit Transparenz und Komfort in die Moderne führen will.

Eine eigene Pizzeria einrichten und mit leckeren selbstgestalteten Pizzen die zahlende Kundschaft anlocken. Dieses simple wie geniale Konzept begeisterte bereits vor 23 Jahren Fans von Wirtschaftssimulationen auf Amiga und PC. Mit Pizza Connection 3 wollen die Entwickler von Gentlymad aus Trier und Publisher Assemble Entertainment das klassische Spielprinzip in modernem Gewand wiederbeleben. Nach der Ankündigung des Spiels Mitte Mai haben uns die Macher in der Redaktion besucht, um uns ihre Vorstellungen für das Projekt sowie eine frühe Alpha-Version vorzuführen.

Sechszehn Jahre nach dem letzten Teil der Reihe wollen die Entwickler wieder ein Pizza Connection erschaffen, das den Stärken der Vorgänger treu bleibt, aber dennoch ein modernes Spielerlebnis bietet. Entsprechend sind Transparenz und Komfort zwei wichtige Aspekte, die bei der Umsetzung des Spiels im Vordergrund stehen. Der Spieler soll zu jeder Zeit nachvollziehen können, welchen Effekt er mit seinen Geschäftsentscheidungen erzielt und wie sich die Spielmechaniken auswirken. In diesem Bereich krankte es bei den Vorgängern aus heutiger Sicht nämlich gewaltig.

Simulierte Einwohner und Marketingspots

Der grundlegende Aufbau bleibt der Gleiche. Nach Spielstart befinden wir uns auf der Stadtkarte von Rom mit zahlreichen Straßen, Sehenswürdigkeiten und Gebäuden für die derzeit bis zu 1.000 vollständig simulierten Einwohner. Die Entwickler arbeiten daran diese Zahl noch zu erhöhen, allerdings soll die Performance des fertigen Spiels auch nicht zu anspruchsvoll werden. Jeder Bewohner gehört zu einer von sechs verschiedenen Zielgruppen wie Studenten und Touristen. Entsprechend unterscheiden sich die jeweiligen Vorlieben für bestimmte Zutaten auf einer Pizza.

Mit Marketingspots (graue Icons) lässt sich die Bekanntheit eines Restaurants vergrößern. (Screenshot aus früher Alpha-Version) Quelle: Assemble Entertainment Mit Marketingspots (graue Icons) lässt sich die Bekanntheit eines Restaurants vergrößern. (Screenshot aus früher Alpha-Version) Ausführliche Informationen lassen sich jederzeit durch einen Klick auf einen Einwohner oder ein Wohngebäude abrufen. So lässt sich zum Beispiel feststellen, wann die meisten Bewohner in der Umgebung eines Restaurants vor Ort sind. Entsprechend kann dann das Personal auf zu erwartende Spitzenzeiten abgestimmt werden. Die Restaurants gibt es in drei verschiedenen Größenstufen. Jede potentielle Pizzeria hat einen klar dargestellten Einflussradius. Alle Einwohner innerhalb dieses Kreises werden direkt vom Restaurant beeinflusst.

Für die weitere Verbreitung des Bekanntheitsgrades lassen sich sogenannte Marketingspots und mobile Maskottchen für Werbezwecke einsetzen. Um mit dem Verkaufsbetrieb zu beginnen, müssen im Restaurant mindestens ein Koch und eine Servicekraft beschäftigt sein. Über das Mitarbeitermenü werden dazu die Kandidaten ausgewählt, die sich in Qualität und Tempo unterscheiden. Über ein übersichtliches Schiebemenü werden die Schichten der einzelnen Angestellten festgelegt, um sicherzustellen, dass zu jeder Tageszeit die benötigten Mitarbeiter vor Ort sind.

Innenarchitekt

Die Inneneinrichtung der Restaurants lässt sich wieder völlig selbst gestalten. (Screenshot aus früher Alpha-Version) Quelle: Assemble Entertainment Die Inneneinrichtung der Restaurants lässt sich wieder völlig selbst gestalten. (Screenshot aus früher Alpha-Version) Die Innenansicht der Restaurants existiert bisher nur als Demo, in der lediglich ein paar automatisierte Betriebsabläufe zu sehen sind. Im fertigen Spiel sollt ihr in dieser Ansicht jedoch wieder die volle Kontrolle über das Innere eurer Filiale haben. In verschiedenen Baustilen stehen Möbel zur Einrichtung des Gastraumes zur Verfügung. Wahlweise kann das Innendesign aber auch einem Architekten überlassen werden.

In bis zu vier verschiedenen Grundrissen könnt ihr die Raumverteilung selbst festlegen. Steht das Restaurant in einem Gebiet mit weniger Laufkundschaft ist es möglicherweise angebracht nur einen kleinen Gastraum einzurichten und dafür mehr Raum für den Lieferservice zur Verfügung zu stellen. Der zur Verfügung stehende Platz lässt sich mit einem Ausbau der Filiale auf eine höhere Stufe noch erweitern.

Pizza mit Dose

Viel Raum zur kreativen Entfaltung bietet das Spiel natürlich auch wieder im Pizza-Editor. Das beginnt bereits mit dem Teig, der in verschiedenen Formen angelegt werden kann. Dazu kann der Teig mit der Maus angepackt und in die verschiedensten Designs gezogen werden. Ein Teig in Herz- oder Sternform ist damit kein Problem. Im nächsten Schritt geht es zum Belegen. Dabei wird der Teig zunächst als Grundlage immer mit Tomatensoße bestrichen.

Eine Herzpizza mit einer Tunfischdose in der Mitte - mit Pizza Connection 3 kein Problem. (Screenshot aus früher Alpha-Version) Quelle: Assemble Entertainment Eine Herzpizza mit einer Tunfischdose in der Mitte - mit Pizza Connection 3 kein Problem. (Screenshot aus früher Alpha-Version) In sechs Kategorien stehen insgesamt 75 verschiedene Zutaten in drei Größen zur Verfügung. Wie von der Reihe gewohnt sind auch eher kuriose Beläge wie Ameisen oder eine Tunfischdose wieder dabei. Allgemein haben sich die Entwickler sehr stark an der Zutatenliste der Vorgänger orientiert. Daher vermissten wir ein paar der heute sehr beliebten Pizzabeläge wie Gyros, Tzatziki oder Barbequesoße. Mit jeder Zutat ist je nach gewählter Größe eine Grammzahl verknüpft.

Über diese werden dann im Zusammenspiel mit den Einkaufspreisen die Kosten für eure Kreation bestimmt. Als nächstes legt ihr dann noch fest, wie hoch die Gewinnmarge für die jeweilige Pizza sein soll und bestimmt somit den Verkaufspreis. Mit einem Namen ist die Pizza-Kreation dann abgeschlossen. Bei Interesse könnt ihr euer Werk über Facebook teilen. Zusätzlich denken die Entwickler über andere Wege zur Verbreitung eurer Pizzen nach - zum Beispiel über Steam-Workshop. Das wäre dann auch prima mit der geplanten Mod-Unterstützung kombinierbar. Hier arbeitet das Team aber noch an den Details.

Im Pizza-Editor wird bereits sehr gut deutlich, was sich die Macher unter einem transparenten Spielsystem vorstellen. In Echtzeit wird beim Belegen angezeigt, wie sich mit jeder Zutat die Zustimmung jeder der sechs Zielgruppen zur Pizza verändert. Vorbei die Zeiten, wo man erst nach der Erschaffung einer neuen Pizza ihre Wirkung auf die Gäste beobachten kann. Auch die Kosten und Zusammensetzung hat der Spieler jederzeit im Blick und damit unter Kontrolle. An bestimmten Orten wie diesem Stadion sollen auch Events stattfinden. (Screenshot aus früher Alpha-Version) Quelle: Assemble Entertainment An bestimmten Orten wie diesem Stadion sollen auch Events stattfinden. (Screenshot aus früher Alpha-Version)

Don des Pizza-Imperiums

Natürlich geht ein Pizza Connection nicht ohne eine gewisse Prise Mafia-Würze auf. Allerdings soll dieser Aspekt des Spiels nicht so dominant werden wie es vor allem im zweiten Teil der Fall war. Gerade gegen Ende einer Partie ging es im Vorgänger fast nur noch um kriminelle Machenschaften und immer weniger um die Verwaltung einer Restaurantkette. Im neuen Spiel wird es immer mal wieder Aufträge von der Mafia geben.

So sollen wir zum Beispiel das Warenlager eines Konkurrenten mit Kakerlaken infizieren. Dem Mitbewerber wird auf diese Weise ein wirtschaftlicher Schaden zugefügt. Es soll jedoch nicht mehr möglich sein, einen Gegner durch reine Gewalt wie Bombenanschläge zu verdrängen. Das habe im Vorgänger das Spiel am Ende auch zu einfach gemacht.

Noch viel zu tun

Vieles von dem, was die Entwickler uns vorgestellt haben, ist bisher nur Theorie. In der uns gezeigten frühen Alpha-Version waren viele Features nur teilweise oder noch gar nicht enthalten. So ist das Team derzeit noch dabei die optimale Art und Weise für die Bewertung der selbst erstellten Pizzen zu finden. Man wolle auf jeden Fall nicht wieder das streng auf Symmetrie aufbauenden System des Vorgängers nutzen, da dies die Kreativität des Spielers zu sehr einschränke.

Auch von der eigentlichen Simulation der Wirtschaft haben wir noch nicht viel gesehen. Entsprechend wenig lässt der Spielablauf bisher einschätzen. Nach derzeitigen Planungen haben die Entwickler aber noch ungefähr ein Jahr Zeit, um ihre Vorstellungen zu einem spaßigen Spiel zu Formen. Die Veröffentlichung von Pizza Connection 3 ist derzeit für das Frühjahr 2018 geplant.

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