Pizza Connection 3 in der Vorschau: Letzter Check vor dem Test

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Pizza Connection 3 in der Vorschau: Letzter Check vor dem Test
Quelle: Assemble Entertainment

Siebzehn Jahre nach dem Vorgänger wird es endlich Zeit, wieder die Pizza-Öfen anzuheizen und schräge Rezepte auszutüfteln. Wir haben Pizza Connection 3 in einer Vorschau-Version angespielt und berichten euch, was bereits sehr gut funktioniert und woran die Entwickler bis zum Release unbedingt noch arbeiten müssen.

Wir konnten uns bereits recht ausführlich mit einer aktuellen Fassung von Pizza Connection 3 (jetzt kaufen / 16,99 € ) beschäftigen. Dabei konnten wir uns davon überzeugen, dass das Einrichten einer eigenen Pizzeria und das Anlocken der zahlenden Kundschaft mit leckeren selbst gestalteten Pizzen ebenso begeistert wie zuletzt vor 17 Jahren. Das Vorhaben, das klassische Spielprinzip in modernem Gewand wiederzubeleben, scheint den Entwicklern bisher recht gut zu gelingen. In unseren ersten Partien wurde aber auch schnell klar, dass die Macher noch ein wenig Arbeit vor sich haben.

Alles für die Zielgruppe

Bevor ihr in ein freies Spiel startet, wählt ihr eine von sieben Städten wie Rom, Berlin und Washington aus. Außerdem stellt ihr die Zahl
der Bewohner, deren Wohlstand und Geduld, euer Startbudget und die Zahl der Konkurrenten ein. Optional könnt ihr auch verschiedene
Spielziele für den Sieg einer Partie einstellen. Am wichtigsten sind die Bewohner der Stadt. Bis zu 2.000 dieser individuell berechneten Figuren können eine Karte bevölkern. Dabei gehört jeder Einwohner einer von sechs verschiedenen Zielgruppen wie Touristen und Arbeiter an. Jede dieser Gruppen verfügt über eigene Vorlieben und Eigenschaften - und die beschränken sich nicht nur auf die Zutaten oder die Belagsmenge der Pizzen. Während Teenager und Arbeiter eher kostengünstige Mafiatorten bevorzugen, sind zum Beispiel Bonzen und Touristen durchaus gewillt, mehr Geld für ein leckeres Essen auszugeben.

Auch bei der Einrichtung eures Restaurants müsst ihr darauf achten, welche Zielgruppe ihr am ehesten erreichen wollt. Je nach Lage wird die Umgebung eurer Pizzeria von verschiedenen Zielgruppen unterschiedlich stark frequentiert. Befindet sich der Laden in der Nähe von Fabriken, solltet ihr euch also eher auf Arbeiter als eure Kunden einstellen und dementsprechend eine rustikalere Einrichtung wählen. Auch die Öffnungszeiten solltet ihr an die Gegebenheiten des jeweiligen Stadtviertels anpassen. Mitarbeiter werden per Drag & Drop sehr bequem in den Schichtplan eingeteilt. Quelle: PC Games Mitarbeiter werden per Drag & Drop sehr bequem in den Schichtplan eingeteilt.

Personalmanagement

Wann euer Restaurant geöffnet hat, regelt ihr über eure Mitarbeiter. Für den Betrieb sind pro Pizzeria mindestens ein Koch, eine Bedienung und ein Lieferant nötig. Allerdings arbeitet jeder Angestellte nur sechs Stunden am Tag. Soll der Laden also länger geöffnet haben, müsst ihr verschiedene Schichten mit zusätzlichem Personal einrichten. Für einen 24-Stunden-Betrieb sind also mindestens vier Köche, Kellner und Lieferanten nötig. Zu Stoßzeiten und somit je nach Kundenandrang könnte eine einfache Besetzung aber unzureichend sein. Wenn die Bedienung es nicht schafft, alle Bestellungen aufzunehmen, oder der Koch nicht schnell genug die Pizzen
fertig stellt, verlassen Gäste unzufrieden wieder das Restaurant.

Wie gut und schnell ihr die Wünsche der Gäste bedienen könnt, hängt nicht nur von der Zahl der Mitarbeiter, sondern auch von deren Qualität ab. Jeder Angestellte verfügt über einen Geschwindigkeits- und einen Qualitätswert, die seine Leistung bestimmen. Leider handelt es sich hierbei um statische Werte. Euer Personal verbessert sich nicht mit der Zeit und es gibt auch keine Möglichkeit, die Mitarbeiter weiterzubilden. Um für Verbesserung zu sorgen, könnt ihr nur bessere - und damit auch teurere - Kandidaten vom Arbeitsmarkt einstellen.

Forschung und Marketing

Wie gut eure Pizzeria besucht wird, hängt nicht nur von der Qualität, dem Preis und dem Zielgruppenzuschnitt eurer Pizzen ab. Mit Marketingmaßnahmen lockt ihr gezielt neue Besucher in Eine Litfaßsäule direkt am Brandenburger Tor zu mieten, sollte unserem Restaurant viele neue Gäste bescheren. Quelle: PC Games Eine Litfaßsäule direkt am Brandenburger Tor zu mieten, sollte unserem Restaurant viele neue Gäste bescheren. euer Restaurant. Die Möglichkeiten reichen dabei von Litfaßsäulen über mobile Maskottchen, die Flyer verteilen, bis hin zu großen Werbekampagnen. Natürlich sind diese Maßnahmen nicht umsonst zu haben. Es ist also ratsam, regelmäßig zu prüfen, ob eine Werbeaktion auch für entsprechend zusätzliche Einnahmen sorgt, um ihre Kosten wieder einzuspielen.

Außerdem stehen diese Möglichkeiten nicht einfach so zur Verfügung. Viele Spielelemente wollen zunächst erforscht werden. Also investiert ihr euer hart verdientes Geld in verschiedenste hilfreiche Verbesserungen. Dazu gehören nicht nur die Werbemöglichkeiten. So erlangt ihr zum Beispiel auch Zugang zu immer besserer Marktforschung, die euch bei der Abstimmung auf die einzelnen Zielgruppen unterstützt. Ebenfalls hilfreich ist der Zugang zu eigenen Lagerhäusern. Aus diesen lassen sich Zutaten wesentlich schneller in die Restaurants bringen. Außerdem habt ihr dort direkten Einfluss auf die Qualität der verwendeten Lebensmittel.

Ausstattung

Neben Personal, Werbung und Logistik kümmert ihr euch auch um das Innenleben eures Restaurants. Auch hier gilt es, wie bereits erwähnt, wieder die Vorlieben der verschiedenen Zielgruppen im Auge zu behalten. Während Teenager eher auf eine moderne Einrichtung stehen, haben es Bonzen lieber etwas rustikal. Während in jedem Stil zunächst nur eine Grundausstattung aus einfachen Tischen und Stühlen zur Verfügung steht, schaltet ihr mit weiterer Forschung auch mehr Möglichkeiten frei. Wer sich nicht mit der Einrichtung seiner Pizzeria beschäftigen möchte, kann auch einen Innenarchitekten beauftragen, der den Gastraum perfekt auf eine zuvor gewählte Zielgruppe zuschneidet. Im Pizza-Editor sind der Kreativität kaum Grenzen gesetzt. Unsere Schinken-Pizza sieht da noch recht harmlos aus. Quelle: PC Games Im Pizza-Editor sind der Kreativität kaum Grenzen gesetzt. Unsere Schinken-Pizza sieht da noch recht harmlos aus.

Backstube

Das Herzstück und Alleinstellungsmerkmal ist auch in Pizza Connection 3 der Pizza-Editor. Hier bietet euch das Spiel große kreative Freiheit. So lässt sich schon der Teig in die verschiedensten Formen bringen. Neben der klassischen runden Variante, einem Recht- und
einem Dreieck, gibt es auch die Möglichkeit, den Teig mit der Maus zu greifen und selbst zurechtzuziehen. Im nächsten Schritt geht es ans Belegen. Dabei wird der Teig zunächst immer mit Tomatensoße bestrichen. In sechs Kategorien stehen insgesamt 75 verschiedene
Zutaten in drei Größen zur Verfügung.

Wie von der Reihe gewohnt, sind auch wieder eher kuriose Beläge wie Ameisen oder eine Thunfischdose dabei. Im Allgemeinen haben sich die Entwickler sehr stark an der Zutatenliste der Vorgänger orientiert. Mit jeder Zutat ist, je nach gewählter Größe, eine Grammzahl verknüpft. Über diese werden dann im Zusammenspiel mit den Einkaufspreisen die Kosten für eure Kreation bestimmt. Ihr müsst aber nicht nur auf den Preis, sondern auch auf die Zustimmung der einzelnen Zielgruppen achten. Jeder Bewohnertyp hat eigene Vorlieben für Zutatenkategorien und bestimmte Lieblingszutaten. Diese findet ihr mit der Zeit heraus und könnt eure Rezepte dann dementsprechend anpassen.

Balance und Transparenz

Bis zur Veröffentlichung des Spiels in rund einem Monat haben die Entwickler von Gentlymad Games noch einiges an Arbeit vor sich. Die meisten Features und Spielelemente funktionieren zwar bereits, aber das Balancing benötigt noch einigen Feinschliff. So ist bei den Grammzahlen vieler Zutaten, die am Ende ja auch den Preis beeinflussen, noch nicht das letzte Wort gesprochen. Außerdem muss das Spiel noch besser darin werden, dem Spieler bestimmte Vorgänge zu erklären. Es sollte deutlicher ersichtlich sein, warum gewisse Dinge passieren oder warum eine gewünschte Aktion noch nicht ausgeführt werden kann. Immerhin hat sich das Team Transparenz als großes Ziel auf die Fahne geschrieben. Sollten diese Baustellen bis Ende März noch beseitigt werden, steht einer tiefgründigen Wirtschaftssimulation kaum noch etwas im Wege.

Meinung

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