Pioneers of Pagonia gespielt

Special Viktor Eippert 31,49 €
Pioneers of Pagonia gespielt
Quelle: Envision Entertainment

Mit Pioneers of Pagonia wandelt Volker Wertich auf den Pfaden der alten Siedler-Spiele. Wir haben sein neues Werk erstmals gespielt und es war Balsam für unser geschundenes Siedler-Herz. Aber es bleiben auch offene Fragen.

Nicht alles wie früher

Um den für Brot nötigen Weizen anzubauen oder Platz für weitere Wohnhäuser zu schaffen, müssen wir unser Territorium erweitern. Dabei setzten die Entwickler auf eine Mischung aus Siedler 2 & 3. Die guten alten Grenzsteine sind wieder zurück, diese erfordern in Pioneers allerdings Steine und werden von unseren Pionieren ausgehend von Wachtürmen versetzt, um so neue Gebiete zu erschließen.

Ein klarer Unterschied zu Siedler liegt in dem fehlenden Wettstreit mit anderen Spielern - seien es von der KI gesteuerte oder menschliche. Was allerdings nicht heißt, dass es gar keine Kämpfe im Spiel gibt. Denn unsere Aufgabe besteht darin, alle neutralen Fraktionen auf einer Karte zufriedenstellen. Dazu bauen wir beispielsweise bestimmte Gebäude, helfen mit Soldaten gegen Bedrohungen oder suchen Schätze. Dazu bilden wir verschiedene Einheiten wie Erkunder oder Schatzsucher aus, für die wir Proviantpakete und andere Güter bereitstellen. Direkt steuern können wir diese Einheiten aber ebenso wenig wie unsere Bürger.

Prozedurale Karten statt Kampagne

Eine Kampagne mit schön ausgearbeiteten Karten und einer Story wird es im Spiel übrigens nicht geben. Stattdessen setzen die Entwickler auf prozedural erzeugte Karten und Aufgaben, was für Abwechslung und Wiederspielwert sorgen soll. Ob das auch über zahlreiche Stunden hinweg funktioniert und sich nicht abnutzt, können wir basierend auf unserem Ersteindruck natürlich nicht abschätzen. Ebenso sind wir uns unsicher, wie viel von der Warenkomplexität dem Spielspaß zuträglich ist und ob Teile davon nicht unnötig aufgebläht wurden.

Was wir aber jetzt schon wissen: Der Aufbau macht in Pioneers of Pagonia (jetzt kaufen 31,49 € ) viel Spaß und der Wuselfaktor ist absolut gegeben. Unsere kleine Siedlung zunehmend mit Gebäuden zu erweitern, für die Bewohner neue Waren heranzuschaffen und unser Einzugsbereich zu vergrößern ging gut von der Hand. Pioneers of Pagonia zeigt schon jetzt vielversprechendes Potenzial, ein gutes Aufbauspiel zu werden und die Siedler-förmige Lücke auf dem Markt zu füllen.

Bald wird losgewuselt

Bis Volkers neues Spiel sein volles Potenzial ausschöpfen kann, wird womöglich noch ordentlich Zeit vergehen. Denn mit einem kleinen Team lässt sich ein umfangreiches Aufbauspiel natürlich nicht so leicht erschaffen, weshalb man sich für eine Entwicklung mit der Community am lebenden Objekt via Early Access entschied. Der soll am 13. Dezember starten, wobei ihr euch sogar schon früher eine eigene Meinung über die knuffigen Pioniere bilden könnt. Kurz vor dem nächsten Steam Next Fest im Oktober wird es nämlich eine öffentliche Demo geben. Und wer sich gar nicht mehr gedulden kann, meldet sich beim Newsletter an, um hoffentlich zum Playtest eingeladen zu werden.

Eine kleine Siedlung in Pioneers of Pagonia Quelle: Envision Entertainment Im Gespräch beim Anspieltermin verrät uns Volker, dass er und sein Team sich für den Early Access erst mal darauf fokussieren, dass die Kernfeatures solide sind und die Bedienung intuitiv. Auch Koop steht weit vorn auf der Prioliste und soll vielleicht sogar zum Early-Access-Start fertig sein, spätestens aber baldmöglichst danach. Auf Nachfrage fügte er hinzu, dass er Fan von Meta-Ebenen in Spielen ist, also wie dem übergeordneten Rogue-lite-Aspekt auf der Weltkarte von Against the Storm. Entsprechend spielt das Team mit dem Gedanken, solche Mechaniken in Pioneers einzubauen, wenn, dann allerdings erst später im Early-Access-Verlauf. Das würde natürlich nicht nur ein Fortschrittsgefühl über die Partien hinweg vermitteln, sondern auch die Langlebigkeit von Pioneers steigern.

Bildergalerie

Wir sind auf jeden Fall sehr gespannt darauf, was für Features und Ideen die Entwickler noch so in petto haben für ihre Pioniere und drücken alle verfügbaren Daumen, dass es diesmal mit dem Siedler-Comeback klappt. Nur eben unter anderem Namen, mit nicht so großem Entwicklungsbudget und vor allem mit der vollen kreativen Freiheit.

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