Pioneers of Pagonia gespielt: Das Aufbauspiel, auf das Siedler-Fans seit Jahren warten!
Special 31,49 €
Mit Pioneers of Pagonia wandelt Volker Wertich auf den Pfaden der alten Siedler-Spiele. Wir haben sein neues Werk erstmals gespielt und es war Balsam für unser geschundenes Siedler-Herz. Aber es bleiben auch offene Fragen.
Eigentlich sollte alles super sein für Fans der altehrwürdigen Siedler-Reihe. Für den achten Teil holte Ubisoft den Schöpfer Volker Wertich an Bord und gemeinsam arbeitete man an einem überaus vielversprechenden Reboot. Doch es sollte alles anders kommen und irgendwo auf dem Weg ging so einiges schief - was genau, werden wir wahrscheinlich nie erfahren. Volker und Ubisoft gingen jedenfalls getrennte Wege und was blieb war das enttäuschende Die Siedler: Neue Allianzen.
Doch nachdem der Vater der wuselnden Siedler seine Vision eines neuen Teils nicht gemeinsam mit Ubisoft realisieren konnte, nimmt er es mit seinem kleinen Entwickler-Studio nun einfach selbst in die Hand. Seit geraumer Zeit werkeln er und sein Team an dem Aufbauspiel Pioneers of Pagonia, das seit seiner Ankündigung die große Hoffnung für Siedler-Spieler ist. Im Rahmen der Gamescom durften wir den geistigen Erben der Siedler zum ersten Mal etwa eine halbe Stunde lang spielen und wollten die Maus gar nicht mehr aus der Hand geben.
Sofort vertraut
Schon nach wenigen Momenten in einem frischen Spielstand mit der frühen Pre-Alpha-Version kommt ein vertrautes Siedler-Gefühl auf. Wir platzieren Holzfäller, Förster und Sägewerk sowie dazugehörige Straßen und sehen unseren Pionieren dabei zu, wie sie hübsch animiert an die Arbeit gehen. Die Gebäude dürfen wir komplett frei setzen, ein praktisches Hilfsraster zeigt dabei an, wie viel nutzbare Baufläche zur Verfügung steht.
Schnell entstehen weitere Warenkreisläufe und uns fällt direkt auf, dass die Komplexität im Vergleich zu anderen Aufbauspielen allgemein recht hoch und im Vergleich zu Siedler: Neue Allianzen speziell immens höher ist. Wo Ubisofts neuer Ableger mit sehr kurzen und wenigen Produktionsketten auskommt, fährt Pioneers einiges auf. Zum Beispiel werden hier Holzsorten unterschieden, denn es gibt sowohl Nadelholz als auch Laubholz. Und die jeweilige Holzsorte wird dann für unterschiedliche weiterverarbeitete Güter gebraucht.
Erhöhte Komplexität
Andersherum können manche Waren aus verschiedenen Rohstoffen gefertigt werden. Kupferwerkzeug ist einfacher herzustellen, da man dafür keine Eisenschmelze benötigt. Doch dafür erfordert es vergleichsweise viel Kupfer im Vergleich zu nur einem Eisenbarren, der für die gleiche Menge Eisenwerkzeug ausreichen würde. Übrigens erfordern die unterschiedlichen Berufe natürlich auch verschiedene Werkzeuge.
Quelle: Envision Entertainment
Auch die Nahrungsversorgung in Pioneers ist nicht mal eben mit wenigen Klicks abgefrühstückt. Da geht es schon damit los, dass Jäger verschiedene Tiere jagen und entsprechend unterschiedliche Fleischsorten herstellen. Diese werden dann zu Marktständen gebracht und letztlich in Tavernen den Pionieren serviert. Für Bergarbeiter im Speziellen werden hier auch Lunchpakete geschnürt, die von Trägern zum Bergwerk gebracht werden. Gerade die Versorgung der normalen Pioniere in der Taverne erinnerte uns an das gute alte Knights & Merchants. Und die Ernährung unserer Bewohner ist wichtig, da wir nur so das Bevölkerungswachstum in Häusern sichern können und entsprechend ausreichend Träger und Arbeiter haben.
