Lange haben wir auf diesen Titel gewartet, jetzt haben wir ihn durchgespielt: Das Abenteuer wurde den Vorschusslorbeeren gerecht.
Nach einiger Übung werfen Sie Ihre Speere oder Knochensplitter auch ohne die Zielhilfe (per Zeigefinger, oder Kimme und Korn im Fall von Feuerwaffen) mit tödlicher Präzision. Kriegt Sie dennoch einmal ein Raptor zu fassen, schleift er Sie tatsächlich an Ihrem Bein über den Boden -- dann bleiben Ihnen nur wenige Sekunden, den Räuber abzuschütteln.
Das Spiel benötigt auch keine Lebensbalken: Werden Sie verletzt, färbt sich der Bildschirm rot, und die Umgebung verschwimmt. Werden Sie erneut getroffen, segnen Sie das Zeitliche. Dieses System ist sehr realistisch und funktioniert ausgezeichnet. Ebenso die Munitionsanzeige: Anstelle von grafischen Elementen können Sie sich an den Kommentaren Ihres Protagonisten orientieren, der Sie stets darüber informiert, wie viele Magazine er noch hat und ob er besser mal nachladen sollte.
Wenn es Sie doch einmal erwischt, nehmen Sie das Spiel am letzten Speicherpunkt wieder auf. "King Kong" geizt nicht mit solchen Speicherpunkten, weswegen größere Frustanfälle ausbleiben. Auch beim Schwierigkeitsgrad hat man gegenüber Vorabversionen deutlich nachgebessert. Zudem kommt ein dynamisches Schwierigkeitssystem zum Einsatz, wenn Sie sterben -- je öfter Sie einen Abschnitt spielen müssen, desto geringer wird die Gefahr. Es kommen also weniger Dinosaurier auf Sie zu, oder die Arten bekämpfen sich gegenseitig.
Auch Kong ist spielbar. Mit dem Affen klettern Sie an Steilwänden entlang, hangeln sich durch den Urwald und beschützen Ihre blonde Opfergabe vor dem T-Rex. Den Riesensaurier vermöbeln Sie mit kräftigen Schlägen und Rammattacken. Die Steuerung des Affen ist gewöhnungsbedürftig, aber trotz stationärer Kamera ganz in Ordnung.
FAZIT: Die packende Kino-Atmosphäre kommt dank Original-Konterfeis und -Stimmen der Hauptcharaktere auch im Spiel vorzüglich rüber. Zudem sind die Wechsel von Jack zu Kong gut platziert und gestalten das Geschehen schön abwechslungsreich. Der Spielablauf wiederholt sich zwar etwas, aber dennoch erleben Sie im Dschungel eine verdammt heiße Zeit. Würde die Grafik nicht regelmäßig sichtbar ruckeln, würde "King Kong" allerdings noch mehr Spaß machen.
