Path of Exile im Test: Im Thronsaal der Action-Rollenspiele machen die Heldenfiguren von Diablo und Torchlight Platz, um Neuankömmlinge willkommen zu heißen. Diese hören auf die Namen Marauder, Witch, Duelist, Ranger, Templar, Shadow und Scion. Den glorreichen Sieben gemein ist das Schicksal, ins finstere Exil der düsteren Welt von Wraeclast verbannt worden zu sein und sich im Free2Play-Spiel Monster schnetzelnd die Freiheit zu erkämpfen.
Kostenlose Langzeitmotivation
Was uns bislang sehr gut gefällt, ist die Art und Weise, wie Grinding Gear Games konsequent sein Free2Play-Konzept aufrechterhält. Inhaltlich ist wirklich alles spielbar, ohne einen Cent auszugeben. Man bietet sogar über den drei Akte umfassenden Kern-Content zusätzliche Events völlig kostenfrei an. So finden derzeit ständig zeitlich begrenzte Veranstaltungen statt, bei deren Teilnahme man coole Ausrüstungsgegenstände erbeutet.
Für Intensiv-Spieler haben sich die Entwickler für den Endgame-Content etwas ausgedacht. Wer sich erfolgreich durch den höchsten Schwierigkeitsgrad Merciless beißt, hat gute Chancen, so genannte Map-Items zu finden. Ein solcher Karten-Gegenstand lässt sich exakt einmal im so genannten Laboratorium aktivieren. Dabei erscheinen sechs Portale, die in die entsprechende Karte führen. Jede dieser Endgame-Maps verfügt über spezielle Eigenschaften und Boss-Gegner. Wer eine solche Map verlässt, sei es, um zu handeln oder weil die Figur gestorben ist, verbraucht eins dieser Portale. Somit hat man nur sechs Versuche, eine solche Map zu meistern. Knifflig wird das, wenn man in einer Gruppe spielt, denn die sechs Portale zählen für die gesamte Truppe. Jeder Charakter, der die Endgame-Map verlässt, verbraucht ein Portal. Dafür spendieren die Endgame-Maps auch verdammt gute Items, sodass man motiviert bleibt, solche Karten erfolgreich abzuschließen.
Eine prima Genre-Alternative
Man kann etliche Dinge in Path of Exile als simplen Diablo-Klon abwatschen. Dazu gesellen sich auch Design-Mängel, wie etwa die zu groß geratenen Zufalls-Areale, in denen sich zu viele Elemente wiederholen. Oder die zu engen Innenlevels, in denen man oft die Orientierung verliert. Dennoch überzeugt das Action-RPG insgesamt mit einem verteufelt ausgeklügelten Skill-System und dem immens hohen Tüftelfaktor. Hier kann man seinen Charakter endlich so aufbauen, wie man es möchte und das in einer düsteren, brutalen Szenerie, die Hack'n Slay pur bietet und obendrein keinen Cent kostet. Mehr zu Path of Exile findet ihr auf unserer Übersichtsseite.
