Path of Exile im Test - Grafik und Skillsystem

Test Stefan Weiß
Path of Exile im Test: Bekommen Diablo 3 und Torchlight 2 mächtige Konkurrenz?
Quelle: PC Games 

Path of Exile im Test: Im Thronsaal der Action-Rollenspiele machen die Heldenfiguren von Diablo und Torchlight Platz, um Neuankömmlinge willkommen zu heißen. Diese hören auf die Namen Marauder, Witch, Duelist, Ranger, Templar, Shadow und Scion. Den glorreichen Sieben gemein ist das Schicksal, ins finstere Exil der düsteren Welt von Wraeclast verbannt worden zu sein und sich im Free2Play-Spiel Monster schnetzelnd die Freiheit zu erkämpfen.

Eine fast perfekte Skill-Sandbox

Der obligatorische erste Stufenaufstieg erfolgt nach wenigen Spielminuten, untermalt von einem optisch und akustisch plakativen "Tusch". Es gilt, einen ersten Talentpunkt zu vergeben. Doch wenn man den Talent-Bildschirm öffnet, weiten sich die Augen, stehen die Haare ratlos zu Berge und bilden sich Fragezeichen über dem Kopf des Spielers.

"Was zum Geier ist bitte DAS?", könnte die Frage lauten. Denn jetzt offenbart der Diablo-Klon eine gänzlich eigenständige Facette, die im Verlauf des Tests noch weitere Überraschungen bereithält. Anstelle gewohnter, klassenbezogener Talentbäume blicken wir auf den so genannten Passive-Tree. Dieser umfasst 1.350 passive Fertigkeiten, auf die alle sieben Klassen Zugriff haben - bitte was? Das Gebilde, das mehr als bildschirmgroß ist und aussieht wie die komplexe Schaltskizze eines durchgeknallten Elektrikers, entpuppt sich als eines der am meisten fesselnden Features für Action-Rollenspieler.

Im Zentrum des Skill-Trees sind die Startpunkte der Klassen kreisförmig angeordnet, und sind mit unterschiedlichen Startwerten für die Attribute Stärke, Geschicklichkeit und Intelligenz ausgestattet. Von dort startet man in ein weit verzweigtes, geflochtenes Netzwerk an Fertigkeiten. Derzeit maximal 120 zu erreichende Punkte machen es möglich, seinen Charakter ganz individuell zu entwickeln. Das wird in den drei Schwierigkeitsgraden Normal, Cruel und Merciless zusehends anspruchsvoller und motivierender.

Die passiven Skills wirken sich auf die statistischen Werte der Figur aus. Attribute lassen sich erhöhen, man kann Schadensboni zuweisen, einzelne Waffengattungen lassen sich steigern. Ebenso Resistenzen und Angriffsgeschwindigkeit und zig verschiedene Aspekte mehr. Schon nach wenigen Stufenaufstiegen begreift man, welch unglaublich vielseitigen Spielplatz für Tüftler Path of Exile bietet. Die Charakterentwicklung - der "Build" - lässt sich auf der oben genannten Spiele-Webseite wunderbar planen, da man dort ein entsprechendes Tool implementiert hat. Das kommt schon seit der Beta-Phase so gut in der Community an, dass die Entwickler immer wieder mal den "Build der Woche" vorstellen. Es zeigt auf wunderbare Weise, wie vielfältig das Skillsystem in Path of Exile funktioniert.

Der Wermutstropfen bei dieser großen spielerischen Freiheit besteht derzeit allerdings darin, dass man nur bedingt experimentieren kann. Denn einmal investierte Skillpunkte lassen sich nur in kleiner Zahl zurücknehmen. Einen komplett neuen "Build" zu entwickeln, das geht eben nur, indem man sich einen neuen Charakter erschafft.

  1. Seite 1 Path of Exile im Test - Klassen und Kämpfe
  2. Seite 2 Path of Exile im Test - Grafik und Skillsystem
  3. Seite 3 Path of Exile im Test - Koop und Item-Shop
  4. Seite 4 Path of Exile im Test - Bosskämpfe und Fazit
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