Overwatch 2: Fokus auf Neueinsteiger und Mikrotransaktionen - Seite 3

Special Antonia Dreßler
Overwatch 2: Fokus auf Neueinsteiger und Mikrotransaktionen - Seite 3
Quelle: Blizzard

Bereits vor Release haben wir Overwatch 2 im Early-Access gespielt. In unserer Vorschau geht es um die neuen Helden, den Battlepass und wie Blizzard den Fokus weg von Veteranen auf Neueinsteiger verschiebt.

Das Hochleveln im Pass erfolgt über Herausforderungen, die aufgeteilt sind in Täglich, Wöchentlich, Saison, Rangliste und Lebenszeit. Ein Reiter im Menü trägt den Namen "Held", womit bereits bestätigt ist, dass man verpasste Charaktere auch nachträglich in bestimmten Missionen freispielen kann. Wie fair das ist, lässt sich noch nicht ausmachen. Wir wissen aber, dass es möglich sein wird, Helden nachträglich für Echtgeld zu kaufen - eher ein schlechtes Zeichen.

Overwatch-Punkte (die Echtgeld-Währung) kann man im ersten Battlepass übrigens keine freispielen, so wie es in anderen Free2Play-Titeln manchmal der Fall ist. Dafür kann man bis zu 60 Punkte über die wöchentlichen Herausforderungen ergattern. Die sind zum Teil aber sehr aufwendig zu erfüllen und so wird für Leute, die nur gelegentlich hereinschauen, nur ein Bruchteil abfallen.

Es gibt mehrere Arten von Herausforderungen, mit denen wir im Battlepass vorankommen. Für wöchentliche Herausforderungen können wir sogar die Echtgeld-Währung Overwatch-Punkte verdienen, wenn auch nur im geringen Maßstab. Quelle: PC Games Es gibt mehrere Arten von Herausforderungen, mit denen wir im Battlepass vorankommen. Für wöchentliche Herausforderungen können wir sogar die Echtgeld-Währung Overwatch-Punkte verdienen, wenn auch nur im geringen Maßstab.

Die Hardcore-Spieler haben ebenfalls keinen Gewinn, denn 60 Overwatch-Punkte pro Woche sind wenig, wenn man sich die Preise für Skins anschaut. Ein epischer Skin kostet 1000 und ein legendärer Skin - also die hübschen - sogar 1900 Punkte. Dafür müsste man rund acht Monate jede wöchentliche Herausforderung schaffen.

Lootboxen wie noch im ersten Teil soll es aber nicht mehr geben und wir haben auch weit und breit keine gefunden. Inwiefern die Umstellung auf die neue Art der Mikrotransaktionen ein Gewinn ist - zumal sie sich jetzt nicht nur auf kosmetische Gegenstände beziehen - darf jeder für sich selbst entscheiden.

Neue Helden

In der ersten Saison steckt Heldin Kiriko im Battlepass. Als Support besitzt sie die Fähigkeit zu heilen, ihre Kameraden zu buffen, sich zu teleportieren und mit einem Kunai hohen kritischen Schaden auszuteilen. Das klingt overpowered, wie es bei neuen Helden in Hero-Shootern ja gerne mal der Fall ist. In Wirklichkeit ist Kiriko aber nicht stärker als andere Helden, die schon lange im Spiel sind wie Widowmaker oder Pharah, die in den richtigen Spielerhänden lächerlich stark performen.
Kiriko ist die erste Heldin, die sich im Battlepass versteckt. Als Support liegt ihr Schwerpunkt bei der Heilung von Mitspielern. Mit ihrem Kunai kann sie aber auch beträchtlichen Schaden austeilen. Quelle: PC Games Kiriko ist die erste Heldin, die sich im Battlepass versteckt. Als Support liegt ihr Schwerpunkt bei der Heilung von Mitspielern. Mit ihrem Kunai kann sie aber auch beträchtlichen Schaden austeilen. Solange die Helden, die sich hinter dem Premium-Pass verstecken, keine unfairen Vorteile bieten, gibt es an diesem Modell nicht wahnsinnig viel auszusetzen. Die Problematik tritt allerdings nicht nur einmal zu Release auf. Stattdessen liefert Blizzard jede Saison neuen Zündstoff, wenn ein Held nicht so balanciert ins Spiel kommt, wie er sein sollte.

Ebenfalls zum Start von Overwatch 2 betreten Sojourn und Junker Queen das Feld. Als Damage-Dealer und Tank sind beide für alle Spieler von Beginn an freigeschaltet. Während Sojourn als guter Einstiegscharakter simple und dafür starke Fähigkeiten inklusive Railgun im Gepäck hat, können wir Junker Queen aktuell noch nicht einschätzen: Aufgrund eines Fehlers in der Early-Access-Version hatten wir keine Möglichkeit, sie gegen andere Spieler ins Feld zu führen.

Wo bleibt die Kampagne?

Ebenfalls noch nicht anspielbar ist die sagenumwobene Kampagne, auf die alle seit Release des ersten Teils warten. Schuld daran ist die Tatsache, dass sie einfach noch nicht fertig ist. Laut Blizzard wird der Solomodus so bald wie möglich nachgereicht - voraussichtlich nächstes Jahr. Mehrkosten entstehen nicht, denn das Update soll Teil des Free2Play-Konzepts sein. Wie das Ergebnis aussieht, lässt sich derweil leider nicht abschätzen. Die Rede war zur Ankündigung 2019 von Heldenmissionen und einer PvE-Kampagne.

Die Charaktere geben auf jeden Fall viel Stoff her, um eine interessante Geschichte zu erzählen. Das liegt auch daran, dass sie für ein anderes Projekt entwickelt worden sind, das noch vor Release eingestellt wurde - wir sprechen vom ursprünglichen WoW-Nachfolger Titan.

Die Hintergrundgeschichten beschränken sich aber nicht nur auf die Originalhelden, die mutmaßlich aus den Überresten des gescheiterten MMORPGs stammen. Auch zu den neuen Charakteren haben wir bereits Origin-Trailer gesehen, die ihnen eine Persönlichkeit verleiht und Vorfreude auf deren Gameplay macht.

Für etwaige PvE-Inhalte gilt: Sie kommen, wenn sie kommen. Bis dahin hat Blizzard erst mal alle Hände voll damit zu tun, ihr neues Monetarisierungssystem zu verkaufen und eine faire Spielerumgebung zu erschaffen.

Meinung

Das Free2Play erscheint für PC, Playstation 4 und 5, sowie für Xbox One, Series und die Nintendo Switch. Da Overwatch 2 aktuell im Nintendo Shop noch nicht einsehbar ist, gehen wir davon aus, dass der Titel erst nachträglich für die Switch erscheint. Ein genaues Datum gibt es dafür noch nicht.

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