Overwatch 2: Fokus auf Neueinsteiger und Mikrotransaktionen - Vorschau zum Shooter
Special
Bereits vor Release haben wir Overwatch 2 im Early-Access gespielt. In unserer Vorschau geht es um die neuen Helden, den Battlepass und wie Blizzard den Fokus weg von Veteranen auf Neueinsteiger verschiebt.
Am 04. Oktober ist es so weit, ein brandneuer Free2Play-Titel taucht in Spielebibliotheken auf. Na gut: So richtig neu fühlt sich Overwatch 2 nicht an, aber der Nachfolger des beliebten Hero-Shooters macht trotzdem einiges anders - vornehmlich die Monetarisierung wurde überarbeitet. Mit dem zweiten Teil wechselt Blizzard die Spielstruktur von Vollpreistitel hin zu einem Free2Play-Modell. Hinter dem Spielnamen steht ab Release zwar eine "2", am Ende des Tages fühlt sich das Ganze aber an wie eine 1.5. Neben der neuen Art, Einnahmen zu generieren und einer Umstellung auf ein Saison-System hat sich am Gameplay erst einmal nichts geändert. Das sollte dem Spielspaß aber keinen Abbruch tun, immerhin war der Vorgänger ja auch ein Erfolg.
Vor allem zu Anfang verzeichnete Blizzard mit der neuen IP immensen Spielerzulauf. 38 Millionen monatliche Spieler waren es im ersten Quartal von 2018. Von Dauer war dieser Erfolg aber nicht. Vier Jahre später, im ersten Quartal 2022, blickt Overwatch nur noch auf eine aktive Spielerzahl von 22 Millionen monatlich aktiven Nutzern, ein Rückgang von 42 Prozent. Die Zahlen klingen auf den ersten Blick verheerend, damit ist der Shooter aber trotzdem noch weit weg von toten Lobbys und verwaisten Spielwelten vergleichbarer Spiele. Und was hat das nun mit Overwatch 2 zu tun?
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Wachsende Spielerzahlen
Die Aussicht auf einen zweiten Teil lockte Spieler aus ihren Löchern, im zweiten Quartal dieses Jahres verzeichnete Overwatch schon wieder 27 Millionen Spieler, also fünf Millionen mehr als drei Monate zuvor. Die Statistiken geben Blizzard mit dem Release einer Fortsetzung also recht, auch uns hat die Aussicht auf einen neuen Teil neugierig gemacht.
Ein neues Overwatch ist für alle, die den Hypetrain beim ersten Titel verpasst haben, die perfekte Gelegenheit, um aufzuspringen und endlich mitreden zu können. Unter diesem Gesichtspunkt schauen wir uns den Titel nun an: Was bietet Overwatch 2 (jetzt kaufen 39,99 € ) für Neueinsteiger? In unsere Vorschau bieten wir einen ersten Eindruck der neuen Helden mit besonderem Augenmerk auf dem Monetarisierungssystem.
Aller Anfang ist langsam
Für alle Overwatch-Veteranen geben wir zunächst einmal Entwarnung: Die erspielten Inhalte aus dem ersten Teil gehen nicht verloren. Alle kosmetischen Gegenstände werden in das Free2Play-Spiel Overwatch 2 migriert. Zudem bekommen Spieler des ersten Teils Zugriff auf alle drei neuen Helden. In zukünftigen Saisons läuft das anders ab, aber dazu kommen wir später.
Quelle: PC Games
Sojurn ist eine der neuen Helden, die es ab Release von Overwatch 2 zu spielen gibt. Sie eignet sich gut als Anfängerheldin und steht ausnahmslos allen Spielern ohne Kosten zur Verfügung.
Für Neueinsteiger sieht die Welt anders aus. Sie haben erst mal nur Zugriff auf eine stark eingegrenzte Heldenauswahl und dürfen dementsprechend nicht alle Inhalte aus dem ersten Teil spielen. Keine Sorge, das hat nichts mit Monetarisierung zu tun und die Originalhelden können nicht via Mikrotransaktion freigeschaltet werden.
Stattdessen bekommt man alle paar Matches weitere Helden zur Verfügung gestellt, wie wir uns von Blizzard haben bestätigen lassen. Laut eines Blogposts des Publishers soll so ein einfacher Einstieg gelingen, der niemanden überfordert. Auch den Chat und gewertete Spielmodi schaltet man erst frei, sobald man einige Runden hinter sich gebracht hat.
Einerseits will Blizzard Overwatch 2 also anfängerfreundlich machen, andererseits verhindern, dass Noobs die ranked matches fluten und für eingefleischte Profis das Spielerlebnis zerstören. Blizzard versucht einen Spagat, der bereits anderen kompetitiven Online-Shooter-Platzhirschen nicht gelingt.
So entbrennt jedes Jahr bei Call of Duty eine Diskussion darum, dass der Titel zu sehr auf Gelegenheitsspieler gemünzt sei - ein Vorwurf, der von der Gegenseite wiederum vehement dementiert wird. Sich auf eine Zielgruppe zu konzentrieren, wäre vielleicht der bessere Schritt. Aber kein Publisher will seine Stammuser vergraulen und neue Spieler müssen angesichts sinkender Zahlen trotzdem her.
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