OlliOlli World: Ein echtes Skate-Fest - Wir haben Teil 3 der Reihe gespielt!
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Bereits vor der E3 2021 bekamen wir die Möglichkeit, die PC-Version von OlliOlli World ausgiebig anzuspielen und eigene Gameplay-Augnahmen anzufertigen. Nach unserer Hands-on-Session stand für uns fest, dass dieses Spiel ein echter Hit wird, obwohl es viel anders macht als die Vorgänger und nun zugänglicher geworden ist. Unsere Eindrücke lest ihr in dieser Preview.
Nach dem Erfolg der fantastischen 2D-Skate-Spiele OlliOlli und dem Nachfolger OlliOlli 2: Welcome to Olliwood war es ziemlich klar, dass die Entwickler von Roll7 wohl irgendwann einen dritten Teil der Reihe machen würden. Allerdings will Gut Ding eben auch Weile haben denn Part 3 namens OlliOlli World wird diesen Winter, ganze sechs Jahre nach dem Release des Vorgängers, dann auch endlich für PC, PS4, PS5, Nintendo Switch, Xbox One und Xbox Series X/S erscheinen.
Da zwischen dem ersten und zweiten Teil der Indie-Hits nur ein Jahr lag, könnte man sich jetzt fragen, was da diesmal so lang gedauert hat, doch die Entwickler konzentrierten sich darauf, mit vielen Anpassungen und Änderungen, die Reihe mächtig umzukrempeln und dabei das fantastische Gameplay der Vorgänger nicht nur zu erweitern, sondern auch noch zugänglicher zu machen. Das klingt nach einer ziemlich schwierigen Aufgabe, doch im Rahmen eines digitalen Preview-Events durften wir OlliOlli World (jetzt kaufen 15,03 € / 17,99 € ) nun ausgiebig spielen und können basierend darauf sagen, dass dieses Vorhaben absolut gelungen ist.
OlliOlli World in der Vorschau
Neuer Look, mehr Abwechslung
Das Erste, was einem an OlliOlli World auffällt, ist natürlich, dass der Grafikstil verändert wurde. Auch Teil 3 der Reihe setzt auf 2D-Sidescroll-Skaten, aber diesmal nicht in einem eher minimalistischen Pixelstil, sondern in einem Cartoon-Look mit 3D-Modellen. Alles ist etwas bunter und freundlicher als in den Vorgängern. Diesmal gibt es sogar ein bisschen Story, die von ziemlich abgedrehten Figuren getragen wird, welche uns auch beibringen, wie man richtig skatet und uns auf den Kursen der verschiedenen Gebiete Aufgaben stellen.
Quelle: Private Division/Roll7
OlliOlli World in der Vorschau (2)
In OlliOlli World klicken wir uns jetzt auch nicht mehr einfach von Schauplatz zu Schauplatz, sondern bewegen uns über eine Karte zu den Levels oder in die nächste Region. Das erinnert ein wenig an Mario-Spiele. Startet man ein Level, werden einem die Aufgaben angezeigt, die man zumindest zu einem Teil erledigen muss, um den nächsten Bereich auf der Map freizuschalten. Oftmals soll man die Punkte-Rekorde der verschiedenen Mitglieder unserer Crew brechen oder bestimmten Sachen ausweichen, während man andere Objekte einsammelt. Hinzu kommen dann bestimmte Tricks an speziellen Spots.
Hier erfindet OlliOlli World das Rad oder vielmehr die Skateboard-Rollen nicht neu, aber dafür sorgt es anderweitig für Abwechslung. So sind die Levels nun um einiges abgedrehter als noch in den Vorgängern und sie verfügen über mehrere Ebenen. Ja, man skatet immer noch schnell von links nach rechts oder rechts nach links, aber in den meisten Levels gibt es Stellen, an denen man die Spur wechseln kann. Man entscheidet also, ob man im Vorder- oder Hintergrund skatet oder eben den oberen oder unteren Weg nimmt.
Quelle: Private Division/Roll7
OlliOlli World in der Vorschau (5)
Das erhöht den Wiederspielwert der Abschnitte und kredenzt uns sogar Nebenmissionen. Ja, richtig gelesen. Oftmals halten sich ein paar schräge Vögel auf den Kursen auf, die eine Extra-Aufgabe in einem Bonus-Level für uns haben. So sollen wir etwa innerhalb eines Zeitlimits einen Highscore knacken oder auf einer Rundstrecke bestimmte Gaps springen. Das ist nicht weltbewegend, sorgt aber dafür, dass die Spielwelt etwas lebendiger wirkt und macht natürlich mächtig Spaß, denn das Gameplay ist weiterhin großartig.
Skate-Spaß für alle!
Genau wie in den Vorgängern kommt es auch bei OlliOlli World darauf an, Hindernisse zu überwinden, Gaps zu springen, Rails zu grinden und überhaupt so viele Tricks wie möglich miteinander zu verketten, während man sich pfeilschnell durch die kreativ gestalteten und kniffligen Kurse bis zum Ziel bewegt. Erneut muss man Schwung holen und führt Tricks sowie Sprünge mit dem Analogstick aus. So springt man beispielsweise Flips, wenn man den linken Stick in eine bestimmte Richtung bewegt und führt bestimmte Grinds aus, indem man vor der Landung auf der Rail oder dem Curb eben auch den Stick bewegt. Drehungen dabei führt man mit dem linken Trigger aus.
Das klingt relativ simpel, doch Fans der Vorgänger wissen, dass man OlliOlli nicht unterschätzen sollte, denn es gibt trotzdem viele verschiedene Tricks und Variationen und es ist durchaus richtig fordernd, die mit Hindernissen gespickten Level zu bestehen, in denen man Grinds, Sprünge, Schwungholen, Wallrides und Manuals geschickt miteinander verbinden muss, um nicht ganz derbe auf die Schnauze zu fallen und neu starten zu müssen. Es gilt weiterhin. Wer aus dem Flow kommt, küsst den Boden.
Quelle: Private Division/Roll7
OlliOlli World in der Vorschau (1)
Dennoch ist OlliOlli World um einiges zugänglicher als die Vorgänger, die sehr schnell, sehr schwierig wurden und von einem verlangte, dass man sich regelrecht in das Spiel verbiss. Diese neue Zugänglichkeit liegt an verschiedenen kleinen Anpassungen. So führt einen das Spiel nun etwas gemächlicher an die verschiedenen Features und Möglichkeiten heran und zieht den Schwierigkeitsgrad nicht so rapide an wie die ersten beiden Teile.
Zudem gibt es immer Aufgaben in den Levels, die für Profis keine Hürde darstellen und sich einfach so nebenbei erledigen lassen, aber eben auch dafür sorgen, dass Einsteiger oder Gelegenheitsspieler ebenfalls Erfolgserlebnisse erfahren und im Spiel weiterkommen. Zudem wurde die Steuerung entschlackt. Man muss nun beispielsweise nicht mehr zum richtigen Zeitpunkt eine Taste drücken, um einen Sprung oder Trick überhaupt zu landen. Dies geschieht nun automatisch.
Dadurch geht das flotte Gameplay noch besser von der Hand und OlliOlli-Veteranen werden trotzdem nicht unterfordert, weil es in den Levels für sie noch mehr Möglichkeiten gibt, ihr Können unter Beweis zu stellen. Überhaupt wirkte OlliOlli Wolrd in den ersten zwei Gebieten, die wir spielen durften, wie eine richtige und konsequente Weiterentwicklung der Skate-Serie. Der neue Look des Spiels mag ungewohnt sein, ist gepaart mit den bekloppten Charakteren und deren Humor aber sehr charmant.
Die ganze Aufmachung und auch die Musik passen viel besser als man zunächst glauben mag. Außerdem ist es Roll7 tatsächlich gelungen, das anspruchsvolle und einfach grandiose Gameplay zu erweitern, es aber gleichzeitig auch für Spieler zugänglich zu machen, die zuvor vom fordernden Schwierigkeitsgrad abgeschreckt waren. Wir sind uns nach unserer Anspiel-Session jedenfalls sicher: Auch der dritte Teil von OlliOlli wird ein echter Hit mit Suchtpotenzial.
