OlliOlli World: Neuer Grafikstil, gewohnt geniales Gameplay - Das Geschicklichkeitsspiel in der Vorschau
Special 17,99 €
Am 8. Februar erscheint mit OlliOlli World endlich der dritte Teil der Geschicklichkeitsspielerieh von Roll7. Wir durften bereits jetzt ohne Zeitdruck fast das komplette Spiel zocken und verraten euch in unserer Vorschau, warum Fans der Vorgänger - trotz des neuen Grafikstils - mit OlliOlli World voll auf ihre Kosten kommen werden.
Fast acht Jahre nach dem Release des Indie-Hits OlliOlli und sieben Jahre nach OlliOlli2: Welcome to Olliwood kehrt die süchtig machende Mischung aus Skate- und Geschicklichkeitsspiel mit OlliOlli World nun endlich zurück.
Ab dem 8. Februar 2022 dürfen frustresistente Spieler auf PC, Nintendo Switch, Playstation 4, Playstation 5 sowie Xbox One und den Xbox-Series-Modellen wieder waghalsige Tricks zu Kombos verketten oder sich zumindest beim Versuch davon mächtig auf die virtuelle Fresse legen.
Wir durften jedoch bereits jetzt schon mehrere Tage lang vollkommen frei und ohne Zeitdruck fast das komplette Spiel zocken und erklären euch in dieser Hands-on-Vorschau, warum die Fans der Vorgängerspiele OlliOlli World auf keinen Fall verpassen sollten, obwohl der neue Titel einige Dinger anders macht.
Doch auch wer die ersten beiden Teile nicht gespielt hat und Geschicklichkeitsspiele mag, sollte sich den Titel von Roll7 dringend ganz oben auf den Wunschzettel schreiben, denn OlliOlli World entpuppt sich als sehr viel einsteigerfreundlicher als die teilweise doch etwas unbarmherzigen Vorgängerspiele.
OlliOlli World in der Vorschau
Kunterbunte Hipster-Welt
Quelle: PC Games
Im Editor dürfen wir uns vor Spielstart frei einen Skater oder eine Skaterin erstellen. Für abgeschlossene Aufgaben erhalten wir zudem weitere Klamotten.
Die auffälligste Neuerung ist natürlich der Grafikstil. Die ersten beiden OlliOlli-Teile nutzten einen etwas kühl wirkenden, minimalistischen 2D-Stil, OlliOlli World (jetzt kaufen 15,03 € / 17,99 € ) hingegen setzt auf Cartoon-Optik mit knalligen Farben. Man spielt weiterhin in der Seitwärts-Ansicht, aber Charaktermodelle und Objekte in der Spielwelt sind dreidimensional gestaltet.
Der Look ist anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, nach wenigen Minuten lernt man den Stil aber zu schätzen, denn die Spielwelt bekommt aufgrund vieler kleiner kreativer Designentscheidungen einen ganz eigenen liebenswürdigen Charakter.
Hier kommen wir dann auch zu den weiteren Neuerungen. Man klickt sich nun nicht mehr wie in den Vorgängern von Level zu Level, sondern bewegt sich über eine Oberwelt. Die ist unterteilt in fünf Regionen und dort befinden sich dann die thematisch dem Gebiet angepassten Level. So skatet man beispielsweise durch Wälder, vollführt tollkühne Grinds in Canyons oder springt Gaps am Strand. Die Abschnitte sind allesamt optisch ganz hübsch, aber vor allem spielerisch abwechslungsreich und gerade später äußerst fordernd.
Quelle: PC Games
Nein, das ist keine Redaktionskonferenz von VICE Deutschland, sondern die (tatsächlich ganz nette) Freundesgruppe, die uns in Radlandia begleitet.
Die Spielwelt namens Radlandia ist übrigens auch in eine Story eingebettet. Die Skate-Götter von Radlandia suchen nämlich ein neues Skate-Wunder, das deren neuer Stellvertreter auf Skate-Erden werden soll. Also quasi RSDRP - Radlandia sucht den Rollbrett-Papst. Unser Charakter, den wir im Editor frei erstellen dürfen und für den wir im Spielverlauf immer neue Kleidungsstücke, Tattoos und Accessoires freischalten, ist natürlich dieses angehende Skate-Wunder.
Auf dessen Suche nach dem sagenumwobenen Gnarvana und dem Segen der Götter helfen ihm allerhand überzeichnete Charaktere. Die sehen zwar allesamt aus wie Berliner Szene-Hipster, sind aber doch irgendwie liebenswürdig und bringen etwas Humor ins Spiel. Optional kann man die meisten Dialoge aber auch einfach überspringen.
Quelle: PC Games
OlliOlli World hat durchaus ein großes Move-Set. Nach und nach werden einem neue Mechaniken beigebracht und die Steuerung ist punktgenau.
Skate & Enjoy
Spielerisch entpuppt sich OlliOlli World als gelungene und konsequente Weiterentwicklung der Vorgänger. Während bei Teil 1 und 2 der Schwierigkeitsgrad jedoch ziemlich schnell anstieg, ist das neue OlliOlli um einiges einsteigerfreundlicher. Erst nach und nach gesellen sich neue Fertigkeiten wie Wallrides, Grinds, Grabs oder Spins hinzu. Durch die sanftere Einführung brauchen sich Serienneulinge also keine Sorgen zu machen. OlliOlli-Veteranen brauchen aber auch keine Angst haben, unterfordert zu sein.
Auch die frühen Level sind clever gestaltet, sodass man auch dort direkt waghalsige Aktionen ausführen kann. Zudem gibt es in jedem Level Sonderaufgaben, die meistens ganz genaues Timing und viel Geschick erfordern. Nach ein wenig Zeit im Spiel werden die Level aber auch serientypisch wieder richtig fordernd. Wir fluchten beim Zocken jedenfalls mehr und lauter als bei anderen Spielen.
Allerdings auch immer mit einem Lächeln dabei, denn OlliOlli World ist einfach so toll gestaltet und das Gameplay so spaßig und motivierend, dass man dem Spiel einfach nie böse sein kann. Man merkt nämlich auch schnell, dass der Titel nie unfair ist. Er verlangt einfach sehr viel, aber jede Gap und jede Line sind schaffbar.
Quelle: PC Games
Die Level bieten aufgrund von Weggabelungen nun noch mehr Abwechslung und Möglichkeiten. Zudem werden so auch Neulinge nicht überfordert.
Umso befriedigender ist es eben auch, wenn man pfeilschnell von einer Rail in fünf aufeinander folgende Wallrides springt, dazwischen noch mit dem Analogstick verschiedene Flips ausführt, mit einem Grind auf einem weiteren Rail landet und schließlich den Sprung nutzt, um über eine riesige Gap zu springen. In so einem Moment gibt es kein besseres Spiel.
Quelle: PC Games
OlliOlli World ist ein verdammt schnelles Spiel und es verlangt teilweise wirklich perfektes Timing. Wer nicht im Flow ist, wird oft auf die Fresse fallen.
Um so etwas zu erleben, muss man aber eben auch im Flow sein, sich voll konzentrieren, ein gutes Auge und teilweise perfektes Timing haben. Das geht nicht immer und das wussten wohl auch die Entwickler von Roll7.
In den Levels gibt es nun nämlich vor jeder fordernden Stelle einen Checkpoint, bei dem man sich mit nur einem Knopfdruck direkt wieder absetzen lassen kann, sollte man auf die Schnauze geflogen sein. Dafür gibt es auch keinen Punktabzug.
Besonders harte Stellen sind nun außerdem optional. In den Levels gibt es jetzt nämlich oftmals Abzweigungen. Einer der Wege ist dann eben schwieriger als der andere. So kommt auch bei Neulingen nur ganz selten Frust auf.
Wer sich ein bisschen einarbeitet, dürfte aber ohnehin schnell zum OlliOlli-Junkie werden. Das Spiel ist pfeilschnell und fordernd, aber die Steuerung ist eben auch so eingängig und punktgenau, dass man mit etwas Übung und Hingabe immer besser wird.
Hat man sich erstmal neue Skills angeeignet, werden auch längst bestandene Level wieder interessant, weil man jetzt ganz andere Lösungen parat hat und den Highscore noch weiter nach oben treibt. OlliOlli World wird das vielleicht süchtig machendste Spiel 2022.
