Nvidias Leistungsanalyse:Grafikkarte, Monitor und Ergebnisse
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Nvidia hat eine große Datenanalyse zum Zusammenhang zwischen der Kill-Death-Ratio bei Battle Royale-Games und schneller Hardware durchgeführt. Wir konnten den dazu bei Nvidia veröffentlichten Artikel als einziges Magazin in Deutschland exklusiv vorab unter die Lupe nehmen. Die Kernaussage: 144-Hz-Monitore sind enorm wichtig, und auch hohe FPS-Werte durch gute Hardware sind ein messbarer Vorteil.
Nvidias Analyse: Faktor Grafikkarte
Zunächst beschreibt der Artikel das Phänomen der Latenz. Denn vom Zeitpunkt, zu dem ihr die Maus bewegt, bis zu einer sichtbaren Aktion auf eurem Monitor, gibt es eine Verzögerung. Bis zur Grafikkarte ist das Ausmaß der Verzögerung bei allen Spielern gleich, egal welche Hardware sie nutzen.
In diesem Artikel
Doch schon bei der Grafikkarte kann eine Latenz hinzukommen, die sich zu der des Monitors addiert - Nvidia misst bei einer GeForce GTX 750 Ti gute 40 Millisekunden, mit einer RTX-Grafikkarte sind es nur noch 20 Millisekunden. Danach geht die Analyse direkt zu den Thesen über, die man bezüglich der Hardware treffen kann: Mit mehr FPS sieht man das nächste Bild früher, der Bewegungsablauf auf dem Monitor wird zudem auch weicher, Mikroruckler reduzieren sich, was beides das Zielen erleichtert. Im Zusammenspiel mit G-Sync (oder bei AMD Freesync) erscheinen Objekte schärfer, was das Spielgefühl ebenfalls verbessert.
Quelle: Nvidia
Nvidia-Analyse: Die KD-Ratio bei Spielern mit verschiedenen Grafikkarten
Es folgt die erste Grafik, die zunächst enorme Vorteile auf Basis von starken Grafikkarten zu beweisen scheint - die Grafik seht ihr auch direkt links von diesem Absatz. Denn die KD-Ratio liegt mit einer Nvidia GeForce RTX-Grafikkarte im Durchschnitt um über 50 Prozent höher als mit einer alten GeForce GTX 600er-Grafikkarte. Nvidia weiß aber, dass für diese scheinbar eindeutige Grafik auch andere Faktoren eine Rolle spielen. Denn möglicherweise nutzen ganz einfach nur die Spieler, die ohnehin besser sind, häufiger auch eine gute Grafikkarte, und Spieler, die wiederum ohnehin nicht so gut sind (weil sie vielleicht auch einfach nur sehr selten spielen), scheuen den Kauf einer teuren Grafikarte häufiger. Um diesen Effekt herauszurechnen, hat Nvidia die Daten mit der Spieldauer der Gamer verbunden. Damit erhöht man die Wahrscheinlichkeit, Spieler zu finden, die ähnlich gut sind, da sie ähnlich häufig und viel spielen, dabei aber verschiedene Grafikkarten nutzen. Betrachtet man die GTX 1000er-Grafikkartenfamilie, so zeigt sich: auch bei Spielern, die mutmaßlich durch ihre identische Spieldauer pro Woche vergleichbar gut sein müssten, gibt es Vorteile bei der KD-Ratio, wenn man eine stärkere Grafikkarte nutzt. Sobald man mehr als etwa 20 Stunden pro Woche spielt, nehmen die Zuwächse im Vergleich zu Spielern, die weniger als 10 Stunden pro Woche investieren, allerdings ab. Die dazu passende Grafik haben wir bereits auf der vorigen Seite platziert.
Nvidias Analyse: Faktor Monitor
Quelle: PC Games
Wenn man sich 1 gegen 1 gegenübersteht, kann eine kleine Verzögerung über Tod oder Leben entscheiden.
Die Vorteile, die ein Spieler in der Theorie hat, wenn er einen Monitor mit mindestens 144 Hertz und eine starke Grafikkarte nutzt, sind eigentlich klar. Und auch wir haben in unseren entsprechenden Artikeln in der Vergangenheit schon mehrfach das Thema angesprochen, obgleich es bisher nicht mit Daten belegbar war. Die Überlegung ist folgende: Je mehr Hertz ein Monitor hat, desto schneller kann er ein berechnetes Bild anzeigen - im Zweifel sieht der Spieler also eine neue Situation im Spiel einige Millisekunden früher als mit einem langsameren Monitor. Für Grafikkarten gilt ähnliches - nicht ohne Grund spielen viele ambitionierte Onlinegamer lieber mit geringeren Grafikeinstellungen, da diese auf der anderen für mehr FPS (Bilder pro Sekunde) sorgen. Je mehr FPS man hat, was mit einer modernen starken Grafikkarte freilich eher der Fall ist als mit einer sechs Jahre alten Einsteigergrafikkarte, desto früher ist eine neue Situation im Spiel auch bereits grafisch umgesetzt und kann vom Monitor dargestellt werden. Ein Monitor mit nur 60 Hertz wiederum wäre dabei aber hinderlich. Zur Veranschaulichung: Bei 60 Hz zeigt der Monitor alle 1/60 Sekunden, also alle knapp 17 Millisekunden, ein neues Bild. Schafft der PC aber 120 FPS, genau das Doppelte der 60 Hz, dann wäre eigentlich schon nach etwa 8,5 Millisekunden ein neues Bild parat. Dem Spieler "entgeht" also ein Bild. Werden die Bilder von der Grafikkarte nicht synchron zu den Bildern berechnet, die der Monitor anzeigen könnte, kann sich die Verzögerung noch etwas vergrößern. Doch ist diese winzige Augenblick wirklich ein so großer Vorteil? Laut der von Nvidia verlinkten Website Prosettings nutzen 99 Prozent der als Profis eingestuften Battle Royale-Spieler Monitore mit mindestens 144 Hertz, beinahe ein Drittel sogar Modelle mit 240 Hertz - wie die Datenanalyse zeigt, ist dies auch in der Tat ein nachweisbarer Vorteil.
Quelle: Nvidia
Nvidia-Analyse: KD-Ratio bei Spielern mit verschiedenen Monitoren und Grafikkarten
Denn die Daten von Nvidia zeigen, dass es einen klaren Zuwachs bei der KD-Ratio auch innerhalb der gleichen Grafikkartenserie gibt: 44 bis 51 Prozent beträgt der Abstand von Spielern, die einen 144-Hz-Monitor nutzen im Vergleich zu denen, die ein Modell mit nur 60 Hertz verwenden. Ein 240-Hz-Monitor setzt noch etwas oben drauf, wobei die Investition nur dann sinnvoll erscheint, wenn man bereits ein Top-System verwendet. Wichtig dabei: Es wurden nur Daten von Spielern erfasst, die als Auflösung 1920 mal 1080 Pixel nutzen, da die weitaus meisten 60Hz-Monitore genau über diese Auflösung verfügen. In der Grafik links seht ihr: Die RTX-Grafikkartenserie steht mit einem Plus von 34 Prozent sehr gut da, wobei wir darauf hingewiesen wurden, dass die Daten die erst vor relativ kurzer Zeit erschienene RTX 2060 noch nicht beinhalten. Im Telefonchat sagte uns Gerardo Delgado hierzu auch, dass er auf Basis seiner Erkenntnisse einen 144-Hz-Monitor für jeden Gamer empfiehlt, das Plus durch 240-Hz-Modelle aber nur für wenige lohnenswert sei. Zudem sei für möglichst hohe FPS-Werte ein Monitor oder zumindest ein Gaming mit Full-HD als Auflösung sinnvoller als mit WQHD oder gar 4K, wo die FPS-Werte logischerweise geringer sind. Ein Spieler müsse aber nicht eine teure Grafikkarte kaufen. Gerardo Delgado empfahl, zunächst mit dem vorhandenen System bei den Grafikeinstellungen der Spiele zu experimentieren, um höhere FPS-Werte herauszukitzeln. Als zweiten Punkt nannte er einen Monitor mit mindestens 144 Hz als besonders wichtig - erst dann folgt die Option, sich zudem noch eine starke Grafikkarte anzuschaffen.
