Nvidia: Große Nvidia-Analyse zeigt Vorteile von schnellen Monitoren und Grafikkarten

Special Antonio Funes
Nvidia: Große Nvidia-Analyse zeigt Vorteile von schnellen Monitoren und Grafikkarten
Quelle: Epic Games

Nvidia hat eine große Datenanalyse zum Zusammenhang zwischen der Kill-Death-Ratio bei Battle Royale-Games und schneller Hardware durchgeführt. Wir konnten den dazu bei Nvidia veröffentlichten Artikel als einziges Magazin in Deutschland exklusiv vorab unter die Lupe nehmen. Die Kernaussage: 144-Hz-Monitore sind enorm wichtig, und auch hohe FPS-Werte durch gute Hardware sind ein messbarer Vorteil.

Bringt Hardware den Sieg?

Starke Hardware, vor allem eine gute Grafikkarte und ein Monitor mit einer hohen Bildwiederholfrequenz, sorgt für den Sieg in kompetitiven Multiplayer-Games - diese einfache Aussage wird seit langer Zeit gerne in den Raum geworfen, so dass auch Gelegenheitsspieler in vielen Fällen hohe Summen für einen neuen PC oder eine Aufrüstung des vorhandenen PCs ausgeben.

Nvidia hat nun eine interessante Analyse zum Zusammenhang zwischen Erfolgen in Battle Royale-Games und dem Faktor Hardware veröffentlicht, die die These bestätigt und auf einer großen Menge an Datensätzen basiert. Wir hatten den entsprechenden Artikel zu der Analyse, der heute (Donnerstag, 7. März) auf der US-Website von Nvidia veröffentlicht wurde, bereits vorab von Nvidia zur Verfügung gestellt bekommen, und zwar als einziges Magazin im deutschen Raum! Dies verdanken wir auch einem PC Games-Artikel vom September 2017, der bei Nvidia für Aufmerksamkeit sorgte. Damals testeten unser ehemaliger Redakteur Matthias Hartmann sowie unser aktueller Redaktionsleiter Sascha Lohmüller den Gaming-Monitor Acer Predator XB25Q mit 240 Hertz, um am eigenen Leib zu erfahren, ob die hohe Bildwiederholungsrate etwas bringt. Für Online-Games kann dies in der Tat ein Vorteil sein - so zumindest das Gefühl unserer Tester. Nvidia versucht, den Einfluss von schnellen Monitoren sowie auch den Einfluss der von der Hardware gelieferten FPS-Werte (Bilder pro Sekunde) auch anhand von harten Daten nachzuweisen.

Dank der Exklusivität können wir die Analyse zeitgleich mit der Veröffentlichung auf der Nvidia-Website bewerten und den Artikel vor allem auch für Nutzer verständlich zusammenfassen, die sich nicht so oft mit Hardware beschäftigen oder die englische Sprache nicht so gut beherrschen. Denn vorerst ist der Artikel, bei dem Gerardo Delgado, Produktmanager bei Nvidia, nicht nur als Autor fungierte, sondern auch bei der Datenanalyse federführend war, nur auf Englisch abrufbar. Gerardo Delgado erläuterte uns die Analyse zudem auch im Vorfeld im Rahmen eines Telefonchats, so dass wir auch bei einigen Details nachhaken konnten.

Die Artikelüberschrift der Nvidia-Analyse lautet frei übersetzt: "Nutze Dein volles Potential - wie höhere Bildraten Dir einen Vorteil bei Battle Royale-Spielen geben können". Es geht dabei vor allem um die Frage, ob man mit besserer Hardware auch erfolgreicher spielen kann, da die dadurch zustande kommenden höheren FPS-Werte (FPS = Bilder pro Sekunde) sowie ein schneller Monitor dem Spieler ein wenig früher eine optische Information übermitteln können im Vergleich zu schwächerer Hardware. Ein wichtiger Punkt dabei ist also auch die Frage, ob ein Monitor mit einem hohen Bildwiederholungsrate wie 144 oder 240 Hz (Hz = Hertz) ein Vorteil ist.

Datengrundlage und Grundgedanken zur Analyse

In Battle Royale-Spielen wie Apex Legends hat Nvidia einen klaren Zusammenhang zwischen Erfolg und Hardware festgestellt. Quelle: PC Games In Battle Royale-Spielen wie Apex Legends hat Nvidia einen klaren Zusammenhang zwischen Erfolg und Hardware festgestellt. Zum Zweck der Analyse hat Nvidia auf gut eine Millionen Daten von anonymisierten Spielern zurückgegriffen, die beim Spielen von Battle Royale-Games zustande kamen. Diese stammen von der Nvidia-Software GeForce Experience, aber auch von der Website ProSettings, die die Daten von ESport-Profis erfasst. Im Fokus lagen bei Nvidias Analyse die Battle Royale-Shooter Apex Legends, der Blackout-Modus von Call of Duty: Black OPs 4, Fortnite und PUBG (Playersunknown's Battlegrounds). Die erhobenen Daten umfassen mehrere Grafikkarten-Generationen, hinzu kommen auch Angaben zu der Bildwiederhol-Frequenz der genutzten Monitore und somit zu den genutzten Hz-Werten (Hz = Hertz). Denn die Kernaussage der Analyse lautet: Je mehr FPS (Bilder pro Sekunde) der PC berechnen kann und je mehr Hertz der Monitor darstellen kann, desto höher fällt die so genannte KD-Ratio eine Spielers aus. Die KD-Ratio ist das Verhältnis zwischen Kills und Toden, die ein Spieler in Onlineshootern virtuell verbuchen kann. Die KD-Ratio wurde in den Datensätzen ebenfalls erfasst, wobei hier die beiden Games Fortnite und PUBG als Grundlage dienten, da man die Daten über langen Zeitraum erfasst hat und beide Spiele schon länger auf dem Markt sind. Hinzu kommt dabei auch die Spieldauer, die die Spieler während der Datenerfassung pro Woche in das jeweilige Spiel investierten. Nvidia konnte also genau nachvollziehen, dass beispielweise der Spieler Nummer 13.165 eine Nvidia GTX 1070 mit einem 144-Hz-Monitor nutzt und wie seine KD-Ratio bei PUBG während der für ihn erfassten Spieldauer aussah, um ihn mit einem Spieler zu vergleichen, der ähnlich viel spielt, aber eine andere Grafikkarte nutzt, oder aber die gleiche Hardware verwendet, aber deutlich seltener oder häufiger spielt.

Nvidia-Analyse: KD-Ratio bei Spielern mit verschiedenen Grafikkarten gelistet nach Spielzeiten Quelle: Nvidia Nvidia-Analyse: KD-Ratio bei Spielern mit verschiedenen Grafikkarten gelistet nach Spielzeiten Die beliebten Battle-Royale-Games, bei denen sich die Spieler virtuell gegenseitig eliminieren, bis nur noch ein Spieler übrig ist, bieten sich für eine solche Betrachtung besonders gut an. Denn wenn in einem derartigen Spiel zwei absolut identische Spieler aufeinandertreffen, hat natürlich im Zweifel derjenige einen Vorteil, der einen winzigen Augenblick früher reagieren kann. Dies trifft natürlich auch auf Online-Shooter mit anderem Regelwerk zu - bei Battle Royale lässt sich der Erfolg aber besonders gut an der KD-Ratio messen, denn wer regelmäßig unter den letzten verbliebenen Spielern landet, stirbt logischerweise seltener. In anderen Spielen mit Respawns kann ein Spieler hingegen trotz einer schlechten KD-Ratio weit vorne landen, wenn er sich beispielsweise häufig für sein Team opfert und weiß, dass er nach wenigen Sekunden wieder mit dabei sein kann. Hinzu kommt, dass die beliebten Battle Royale-Spiele technisch bewusst eher einfach gehalten sind, zumindest bei niedrigen Detailstufen. Dies ermöglicht es auch Nutzern, die nicht viel Geld für Hardware ausgeben oder einen recht alten PC haben, mitzuspielen. Für Spieler mit stärkerer Hardware sind dreistellige FPS-Werte wiederum kein Problem. Durch die Battle Royale-Spiele steht also in der Summe eine große Zahl an Gamern für eine Datenanalyse zur Verfügung, die sich in Sachen Hardwareausstattung und Spielzeit enorm unterscheidet, was einen breiteren Blick zulässt. Auf der nächsten Seite fassen wie die Erkenntnisse des Nvidia-Artikels zusammen und schauen uns an, was die Daten und Überlegungen hergeben.

  1. Seite 1 Nvidias Leistungsanalyse: Hardware FTW? Grundgedanken
  2. Seite 2 Nvidias Leistungsanalyse:Grafikkarte, Monitor und Ergebnisse
  3. Seite 3 Nvidias Leistungsanalyse: Leistungsanforderungen von Games und unser Fazit
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