HP OMEN 15-ek0357ng: Akku, Gaming-Leistung und Fazit
Special
Notebooks mit einer mobilen Nvidia GeForce RTX 2070 oder 2070 Max-Q sind zahlreich im Handel zu finden. Ab 1500 Euro geht es los. Wir hatten das Glück, ein HP OMEN 15-ek0357ng mit einer RTX 2070 Max-Q und einem Core i5-10300H für unter 900 Euro zu bekommen. Was das Notebook leistet und mehr erfahrt ihr in unserem Special.
Akku-Erfahrungen
Die eher ordentliche Kühlung hat allerdings laut unserer Erfahrung einen Preis. Zumindest könnte unsere Erfahrung mit dem Akku theoretisch mit der Kühlung zusammenhängen. Nach etwas weniger als zwei Stunden Video-Streaming per WLAN war der Akku bei Standardeinstellungen leer, im besonders stromsparenden Modus waren es drei Stunden. Auch beim normalen Arbeiten mit Word waren nicht mehr als zwei Stunden drin. Ist der Akku also vielleicht sehr klein gehalten, um etwas mehr Luft für die Kühlung zu bieten? Wir sind nicht sicher, ob hier noch ein Konfigurationsproblem vorliegt.
In diesem Artikel
Denn in einem Test einer anderen Redaktion hielt ein ähnliches Omen 15, in dem die CPU ebenfalls ein Core i5-10300H ist und als GPU eine GTX 1660 Ti steckt, deutlich länger durch.
Die verwendete GPU spielt allerdings außerhalb von Spielen keine Rolle, die IGP des Prozessors übernimmt die Bilddarstellung. An der GPU liegt es also nicht, dass unser Notebook beim Akku ein wenig enttäuscht. Wir müssen daher noch prüfen, ob bei uns ein Fehler vorlag, und werden neue Erkenntnisse nachreichen. So oder so lässt sich über ein Tool von HP auch mehr Laufzeit herausholen, da man darüber die CPU mit weniger Spannung betreiben kann.
Grafikkarte und Gaming-Leistung
In unserem HP Omen 15 steckt eine Nvidia GeForce RTX 2070 Max-Q als Grafikkarte. Der Namenszusatz Max-Q bezeichnet dabei eine besondere, stromsparendere Variante der mobilen GeForce RTX 2070. Das heißt: Sie ist langsamer als die reguläre, mobile RTX 2070, wobei letztere natürlich bereits ein wenig langsamer als eine Desktop-RTX 2070 ist. Trotz der wegen des geringeren Strombedarfs deutlich geringeren Abwärme der Max-Q-Version, ist der Leistungsabstand zur normalen RTX 2070 nicht riesig, und schneller als die mobile RTX 2060 ist die RTX 2070 Max-Q trotzdem noch.
Die mobilen RTX 2070 arbeiten wie die Desktopversion mit 2304 CUDA-Kernen (Shadereinheiten), und im Falle unseres HP Omen 15 beträgt der Boosttakt 1125 Megahertz. Der Boosttakt der mobilen RTX 2070-Reihe liegt je nach Notebook zwischen 885 und bis zu 1305 Megahertz. Die 8GB GDDR6-RAM der GeForce RTX 2070 Max-Q haben eine Datenrate von 11,0 Gbps bei einer 256 Bit-Anbindung, die resultierende Bandbreite liegt bei 352 GB/s. Insgesamt haben wir 10 Games getestet, und zwar bis auf Cyberpunk 2077 immer bei maximalen Details. Für Cyberpunk 2077 haben wir drei Stufen getestet: Ultra-Details ohne Raytracing sowie Raytracing Ultra zum einen mit, zum anderen ohne das GPU-entlastende DLSS - so sehen die Benchmarkwerte aus, wobei es sich entweder um vom Spiel gebotene Benchmark-Tests oder FPS-Aufzeichnungen beim freien Spielen (Ingame) handelt:
Quelle: Antonio Funes
Benchmarks HP Omen 15 mit RTX 2070 Max Q
Wie man sieht, lassen sich alle Titel auf maximalen Details gut spielen, wobei man bei manchen Spielen vielleicht den ein oder anderen Detailregler ein wenig zurückdrehen will, um sicher und stabil über die 50 FPS-Grenze zu kommen. Bei Hitman 3 fallen die FPS-Ergebnisse bei einer beiden vom Spiel gebotenenen Benchmarktests stark ab, da hier während der Szene besonders belastende Physik-Tests stattfinden wie zum Beispiel etliche explodierende Bücher mit unzähligen Schnipseln als Resultat - dieser Test ist also ein extremer Belastungstest, was den Abstand zum zweiten Benchmarktest und unseren Ingame-Erfarungen erklärt. Was die möglicherweise etwas knappe RAM-Menge von 8GB betrifft, haben wir bei unseren Test-Games keine Nachteile bemerkt - ob 16GB RAM einen klaren Vorteil bringen, müsste man per Upgrade erneut testen. Möglicherweise reichen wir dies demnächst noch nach.
Fazit
Für den von uns bezahlten Preis von knapp 850 Euro ist das HP OMEN 15-ek0357ng ein wahres Schnäppchen und reicht für Full-HD-Gaming problemlos aus. Ganz nebenbei ist das Notebook auch noch recht schick und leicht, nur der Akku enttäuscht uns ein wenig, und bei ruhigen Spielen könnte die Lüftung störend wahrgenommen werden, was bei Notebooks mit stärkeren Grafikkarten, vor allem bei kompakten 15,6-Zoll-Modellen, kaum vermeidbar ist. Will man sich einen mehr oder weniger vergleichbar starken PC zusammenstellen, müsste man sich einen Core i5-10400F in Verbindung mit mindestens einer Nvidia GeForce RTX 2060 kaufen und kommt mit den anderen Komponenten auf nicht weniger als 900 Euro, eher sogar auf 950 bis 1000 Euro - ohne Windows und ohne Monitor. Für die aktuellen Preise von eher ab 1500 Euro ist unser Modell beziehungsweise allgemein Notebooks mit einer Nvidia GeForce RTX 2070 oder 2070 Max-Q allerdings dann eher ungünstig in Sachen Preis-Leistung, da man bei einem PC für diesen Betrag am Ende dann doch ein gutes Stück mehr Leistung bekommen kann. Wer aber unbedingt per Notebook spielen will, kann trotzdem zuschlagen.
