Lohnt sich ein Gaming-Notebook? Tipps zum Kauf, Leistung mobiler GPUs und Marktübersicht
Special
Wir decken Vor- und Nachteile von Gaming-Notebooks auf, ordnen die Leistung von mobilen Grafikkarten ein und bieten eine Marktübersicht mit Gaming-Laptops.
Bis Weihnachten sind es nur noch gut sechs Wochen - es wird also langsam Zeit, sich über Geschenkwünsche Gedanken zu machen. Wer als Gamer das Glück hat, gut betuchte Verwandte oder Freunde zu haben, oder sich zum Festtag ein wenig Geld wünscht, um sein Budget aufzustocken, könnte dabei einen Gaming-Laptop im Auge haben. Aber auch abseits von Weihnachten oder Geburtstag halten viele Spieler Ausschau nach einem Notebook, das auch Gaming-Power bietet. Dies kann als Ersatz für einen Desktop-PC, aber auch als Zusatzgerät gedacht sein.
Wir decken für euch die Vor- und Nachteile von Gaming-Notebooks auf und ordnen die in den Laptops aktuell genutzten mobilen Varianten von Grafikkarten ein. Außerdem haben eine Marktübersicht mit wichtigen Notebook-Reihen und einigen Einzelmodellen ab etwa 900 Euro für euch vorbereitet, die für die Grafikleistung eine mobile GeForce RTX 4060 oder mehr bieten. Wir starten mit den Vorteilen eines Gaming-Notebooks, die neben der Tatsache, dass man damit so gut wie überall spielen kann, die gleichen Vorteile wie bei einem nicht spielefähigen Laptop sind.
Vorteile von Gaming-Notebooks
Ein Gaming-Notebook ist ein kompakter Computer, den ihr auch ohne Steckdose überall nutzen könnt, solange es nur witterungsgeschützt ist und der Akku noch genügend Power hat. Ihr könnt ein Notebook in einem normalen Rucksack überallhin mitnehmen, oder es in der Wohnung zwar an einem stets identischen Ort nutzen, aber nach dem Gebrauch irgendwo verstauen, wo es niemanden stört.
Ein weiterer Vorteil ist, dass bei einem Notebook bereits alles funktionsfähig zusammengebaut ist. In den meisten Fällen ist auch Windows vorinstalliert. Man benötigt keinen separaten Monitor und auch keine separate Tastatur. Auch eine Maus ist dank des Touchpads nicht nötig, wobei ihr für Spiele freilich eine Maus oder ein Gamepad verwenden werdet.
Soweit die Vorteile - die Liste der Nachteile ist lang, soll euch aber den Kauf eines Notebooks auf keinen Fall madig machen. Wir möchten nur alle wichtigen Punkte erläutern, derer ihr euch bewusst sein solltet.
Quelle: PC Games Hardware
Notebook der Lenovo Legion-Reihe
Notebook-Nachteil: Aufrüsten
Das gerade für Gamer wichtigste Gegenargument bei einem Gaming-Notebook ist die Tatsache, dass man das Gerät leistungsseitig praktisch nicht aufrüsten kann. Die CPU ist je nach Einzelfall zwar austauschbar, aber mobile CPUs sind nicht so einfach im Handel zu finden. Teils sind CPUs auch verlötet.
Die GPU, also Grafikkarte, kann man wiederum praktisch nie ersetzen. In den Fällen, in denen es theoretisch möglich ist, sind passende GPUs extrem teuer und für normale Nutzer schwer oder gar nicht zu bekommen. Mobile GPUs sind nicht genormt und können, wir bei Desktop-PCs, einfach in einen passenden Slot gesteckt werden.
Austauschen respektive aufrüsten kann man aber in der Regel den Arbeitsspeicher sowie die Festplatte oder SSD. Für letztere haben moderne Notebooks einen M.2-Steckplatz, häufig auch noch einen zweiten. Bei manchen Notebooks ist der Arbeitsspeicher verlötet.
Bei einem Desktop-PC hingegen ist jedes Einzelteil bei Bedarf auswechselbar Eine halbwegs ordentliche CPU als Basis vorausgesetzt, kann man durch eine neue Grafikkarte wieder eine volle Unterstützung für die neuesten Games auf maximalen Details herstellen und dies über 5-6 Jahre oder auch länger je nach Bedarf wiederholen.
Bei einem Notebook hingegen wird selbst dann, wenn man sich ein aktuelles High-End-Modell anschafft, in etwa zwei bis drei Jahren die GPU (Grafikkarte) nicht mehr mit den dann neu erscheinenden Top-Titeln klarkommen, falls man in höheren Detailstufen spielen will. Hier sind dann ein Neukauf des gesamten Notebooks oder niedrigere Detailstufen angesagt - zwar bekommt man für das alte Gerät noch relativ viel Geld, aber insgesamt bleibt es ein sehr teuer Spaß.
