HP OMEN 15-ek0357ng: Verarbeitung, Display, Lüftung
Special
Notebooks mit einer mobilen Nvidia GeForce RTX 2070 oder 2070 Max-Q sind zahlreich im Handel zu finden. Ab 1500 Euro geht es los. Wir hatten das Glück, ein HP OMEN 15-ek0357ng mit einer RTX 2070 Max-Q und einem Core i5-10300H für unter 900 Euro zu bekommen. Was das Notebook leistet und mehr erfahrt ihr in unserem Special.
Verarbeitung und Display
An der Verarbeitung gibt es auf rein sachlicher Ebene nichts auszusetzen. Zwar handelt es sich nur um Kunststoff, aber alles ist sauber zusammengesetzt. Es gibt keine ungewöhnlichen Spaltmaße, und die Scharniere des Display-Deckels sind leichtgängig, ohne dabei zu sehr nachzugeben. Das matte Material des äußeren Gehäuses ist glücklicherweise nicht so beschaffen, dass man sofort jeden kleinen Fingerabdruck sieht. Im Bereich unterhalb der Tastatur sind Abdrücke hingegen etwas schneller zu sehen. Das Display ist positiv hervorzuheben. Die Farben sind knackig und kontrastreich und auch an einem sehr sonnigen Arbeitstag war der Bildschirm stets hell genug, um gut arbeiten zu können. Auch die 144 Hertz Bildwiederholfrequenz sind eine tolle Sache und sorgen für ein ruhigeres Bild auch bei weniger als 144 FPS.
In diesem Artikel
Für Perfektionisten dürfe die Ausleuchtung eventuell ein Kritikpunkt sein, wobei diese je nach Exemplar natürlich auch anders aussehen kann. Bei unserem Exemplar sind bei dunklen Szenen, zum Beispiel einem Ladebildschirm oder bei Filmen und Serien mit Balken, auf der Ober- und Unterseite des Bildes nahe des Displayrandes etwas hellere Bereiche zu erkennen, je nach Blickwinkel mehr oder weniger stark.
Quelle: Antonio Funes
Unter der kühlenden M.2-Slot Kupferabdeckung ist auch eine Wärmeleitmasse vorhanden.
Drückt man den Rahmen des Displays ein wenig hinein, merkt man, dass dies wohl an der besonders dünnen Bauweise liegt. Denn schon ein leichter Druck verstärkt die Helligkeit an den betroffenen Stellen sichtbar - das bedeutet, dass es um Bruchteile von Millimetern geht, die darüber entscheiden, ob ein wenig Licht zwischen Displayrahmen und Display hindurchkommt und daher den Bereich ein wenig heller ausleuchtet, was aber für alle kompakten Notebooks gilt. Uns haben die kleineren, helleren Stellen aber nicht gestört. Bei bewegtem Vollbild-Inhalt ist ohnehin rein gar nichts von dem möglichen Nachteil zu bemerken.
Die Tastatur ist mit roten LEDs beleuchtet, wobei man die Beleuchtung per Tastenkombination auch ausschalten kann. Die Tastatur fühlt sich beim Tippen einwandfrei an. Es gibt zwar kein besonderes Feedback für den Tastendruck, aber die Tastenwege sind kurz. Die Tastatureinheit gibt beim Tippen einen guten Widerstand, sodass kein schwammiges Gefühl entsteht - auch beim Schreiben von Artikeln gab es nie den Fall, dass eine Tasteneingabe mal nicht erkannt wurde. Manche Tasten scheinen zwar nicht ganz gerade auf ihren Sockeln zu sitzen - dies hat aber rein optische Auswirkungen. Für das Tippgefühl ändert die kleine "Schieflage" rein gar nichts. Etwas störend ist die Position des Ein-/Aus-Schalters, denn er sitzt wie eine normale Taste zwischen F12 und der ENTF-Taste. Er ist also nicht separiert. So ist er bei schlechten Lichtverhältnissen nur dann zu finden, wenn man genau weiß, wo er sitzt. Manch einer hat nun vielleicht die Sorge, er könnte den Ausschalter bei laufendem Notebook möglicherweise aus Versehen bedienen, wenn er statt auf F12 oder ENTF die Ein/Aus-Taste trifft. Dies ist natürlich möglich, allerdings bewirkt ein normales Tippen der Taste rein gar nichts. Nur wenn man die Ein/Aus-Taste für etwa eine Sekunde gedrückt hält, geht das Notebook in den Schlafmodus über.
Kühlung und Lüftung
Obgleich wir erst auf der nächsten Seite zum Gaming kommen, möchten wir an dieser Stelle die Lüftung thematisieren. Wenn relativ viel Gaming-Power auf engstem Raum platziert wird, ist eine leise Kühlung praktisch unmöglich. Auch unser HP Omen dreht bei anspruchsvolleren Games die Lüfter stark auf - allerdings empfanden wir das dabei auftretende Geräusch vom Charakter her für das, was man sonst von Notebooks kennt, als akzeptabel. Zumindest bei actionreichen Games oder auch Rennspielen geht das Lüftungsgeräusch in Sachen Lautstärke im Ingame-Sound unter, sobald die System-Volume bei etwa 70 Prozent eingestellt ist. Bei einem Aufbau-Strategie-Game wie Anno 1800 kann es wiederum durchaus vorkommen, dass die Lüftung absolut dominant bei der Geräuschkulisse vor Ort ist und durchaus stört. Durch eine intelligente Ansteuerung gibt die Lüftung aber nur dann viel Gas, wenn das Notebook stark gefordert wird - beim Klassiker Civilization IV rauschte es beispielsweise nur leise vor sich hin. Es kann also folglich in anderen Games auch durch eine moderatere Wahl der Grafikoptionen ein leiserer Betrieb möglich sein. Außerhalb von Spielen ist die Lüftung stets aktiv, aber ohne besondere Last rauscht sie leise vor sich hin.
