Notebooks: Displaygröße und Kauf-Checkliste
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Notebooks erfreuen sich großer Beliebtheit, zum Teil auch bei Gamern. Wir geben euch Tipps rund um den Kauf eines Gaming-Laptop und zeigen die Vor-, aber auch die Nachteile auf, die es, vor allem wenn der Laptop Gamingpower haben soll, gibt. Zudem bieten wir mehr als 60 spielefähige Notebooks in einer Marktübersicht.
Eine Frage der Größe
Vor dem Kauf stellt sich neben der Leistung auch die Frage, wie groß das Display oder auch wie groß der Laptop insgesamt sein soll.
Die Größe des Laptops selbst wird in der Regel durch die Displaydiagonale bestimmt, denn diese gibt zumindest das Mindestmaß des Laptops vor, was die Tiefe und Breite angeht - allerdings sind die meisten Notebooks stets ein weniger größer als die eigentliche Displayfläche. Dies hat nicht nur mit dem Rahmen des Displays zu tun, wobei dieser natürlich auch ein Faktor ist, sondern auch mit der Art und Weise, wie die Scharniere genau gestaltet sind, die ja zum aufklappen des Displays nötig sind.
In diesem Artikel
Quelle: Razer
Razer Blade 2019
Es gibt aber vereinzelt auch Notebooks mit einem besonders dünnen Rahmen und einer ausgeklügelten Scharnierkonstruktion, so dass das Gerät von der Fläche her kaum größer als das Display ist - was am Ende natürlich auch etwas teuer ist. Manch ein 15,6-Zoll-Notebook hat dafür aber dann die Maße eines normalen 14-Zoll-Notebooks, vor allem wenn es um Modelle geht, die eine Gaming-Grafikleistung bieten. Wer Wert darauf legt, kann also darauf achten, wie die exakten Gesamtmaße sind. Ansonsten ist es aber wichtiger, wie die Displaymaße aussehen: 15,6-Zoll sind ideal, um das Notebook problemlos in einem Rucksack mitzunehmen, die Größe des Displays ist dabei auch ordentlich, wenn man nicht zu weit vom Gerät weg sitzt. Inzwischen sind auch die meisten solcher 15,6-Zoll-Notebooks auch dann, wenn sie starke Gaming-Hardware bieten, maximal 2,5 Kilogramm schwer. Für eine sehr gute Gamingleistung ist aber ein 17,3-Zoll-Modell in der Regel besser geeignet - und zwar nicht nur wegen der größeren sichtbaren Fläche, sondern auch, da stärkere Hardware mehr Platz hat und somit relativ gesehen günstiger als bei einem 15,6-Zoll-Notebook eingebaut werden kann. Zudem ist die Lüftung einfacher zu verwirklichen.
Der Nachteil ist dafür, dass es in manch einem Rucksack eng werden kann und das Gewicht bei Gaming-Modellen in der Mehrheit über 2,5 Kilogramm liegt: von etwa 200 aktuellen Modellen mit 17,3 Zoll-Display und mindestens einer Nvidia GTX 1660 als Grafikkarte wiegen weniger als 30 Modelle höchstens 2,5 Kilogramm. Neben 15,6- und 17,3-Zoll gibt es auch weitere Formate, die aber vor allem im Gamingbereich deutlich rarer gesät sind. Mit maximal 14,1-Zoll gibt es derzeit im besten Falle eine Nvidia GTX 1060 oder GTX 1650 als Grafikbeschleuniger, und das auch nur in Form von weniger als 10 Modellen von MSI und Razer. Eventuell werden interessierte Gamer noch bei Anbietern fündig, die ihre Geräte ausschließlich selber vermarkten und auch nach Kundenwunsch konfigurieren. Notebooks mit einem Display über 17,3 Zoll haben sich übrigens nicht durchgesetzt, weder im Gaming- noch im Office-Sektor.
Quelle: Lenovo
Lenovo Legion Y540-17-Serie
Der PC Games Hardware-Preisvergleich listet nur noch vier Auslaufmodelle von MSI mit einem 18,4-Zoll-Display und den Grafikkarten-Serien Nvidia GTX 980M, 1070 und 1080, und zwar ab 3299 Euro. Lieferbar ist derzeit nur ein einziges Modell, und zwar das MSI GT83-8RF-009 für gute 4000 Euro, das einen SLI-Verbund aus zwei Nvidia GTX 1070 bietet.
Individuelle Checkliste vor dem Kauf
Bevor ihr euch für einen Laptop entscheidet, solltet ihr prüfen, worauf ihr wert legt. Die günstigsten Notebooks mit einer bestimmten Grafikkarte haben meist bei der restlichen Ausstattung Nachteile: Eine relativ schwache CPU, wenig Speicher, ein mäßiges Display, niedrige Akkuleistung, kein Windows im Lieferumfang oder auch noch nicht einmal eine SSD, die wir heutzutage als ein Muss betrachten, zumindest für Windows und die alltäglichen Anwendungen. So oder so müsst ihr aber selbst entscheiden, wie viel Speicherplatz ihr benötigt, ob das Display oder der Akku sehr wichtig sind und so weiter - hierzu macht ihr euch am besten eine individuelle Checkliste und prüft, welche Punkte die in Frage kommenden Modelle bieten. Bei einigen Dingen ist man auf Tests angewiesen, beispielsweise bei der Displayqualität oder der Akkulaufzeit, die in der Praxis nur selten den Herstellerangaben entspricht.
