Gaming-Notebooks: Mobile Grafikkarten und Vergleich zu PCs
Special
Wir gehen für eine Kaufberatung auf die Vor- und Nachteile von Gaming-Notebooks ein und bieten eine große Marktübersicht mit mehreren Dutzend Modell-Reihen.
Notebook-Grafikkarten
Die Grafikkarten in Notebooks sehen freilich völlig anders aus als die Grafikkarten, die man einzeln für Desktop-PCs kaufen kann. Damit sie in ein Notebook passen, fehlt ein eigener, ausladender Kühlkörper und große Lüfter. Aber auch was den Rest angeht, sind die mobilen Grafikkarten im Vergleich zu den Platinen-Designs der Desktop-Grafikkarten angepasste Versionen. Es gibt für normale Konsumenten in Shops auch keine Notebook-Grafikkarten zu kaufen, da die Karten meist speziell für bestimmte Notebook-Reihen designt und produziert werden, so dass eine Vermarktung für den Konsumentenmarkt sich nicht rentiert. Zudem werden sie häufig verlötet und nicht einfach in einen genormten Slot gesteckt.
Es ist von den Herstellern aus nicht vorgesehen, eine solche Karte einfach durch eine andere zu ersetzen. Die Kühlung eines Notebook-Modelles ist zudem auf exakt das verwendete Platinen-Design abgestimmt. Dies ist zum einen Vorteil, da die Kühlung somit optimiert ist. Einen damit verbundenen großen Nachteil haben wir ja bereits genannt: Als Käufer hat man bei einem Notebook im Gegensatz zu einem PC praktisch keine Chance, sein Notebook nach einigen Jahren durch den Kauf einer neuen Grafikkarte wieder fit für neueste Games zu machen.
In diesem Artikel
Außerdem ist es wichtig zu wissen, dass die Grafikkarten in Notebooks zwar Namen haben, die analog zu denen der Desktop-Grafikkarten sind oder zumindest stark daran erinnern. Allerdings sind die mobilen Versionen stets etwas schwächer als die Namensvetter aus dem Desktop-Bereich.
Manche Hersteller beschneiden bei einigen Notebook-Modellen die Leistung zusätzlich, damit sie keine aufwändige Kühlung entwickeln müssen. Es kann daher passieren, dass zwei Notebooks mit identischer CPU, RAM-Ausstattung und namentlich gleicher Grafikkarte in Games 10 Prozent oder mehr, zum Teil sogar deutlich mehr auseinander liegen.
Quelle: Acer
Acer Predator 300-Reihe
Folgende mobile Grafikkarten, die auch für Games taugen, gibt es von der Nvidia GeForce RTX-Reihe in Notebooks: 3050, 3050 Ti, 3060, 3070, 3070 Ti, 3080 und 3080 Ti. Bei Nvidia gibt es keinen klaren Namenszusatz für die mobilen Modelle. Im Gegensatz zum Desktopbereich gibt es eine GeForce RTX 3050 Ti - dafür fehlt im mobilen Bereich eine RTX 3060 Ti.
Bei AMD weichen die mobilen Grafikkarten namentlich von den Desktop-Versionen ab - in derzeit lieferbaren Notebooks gibt es die Radeon RX-Reihen 6600M, 6700M und 6800M, außerdem noch die 6700S und 6800S, die jeweils ein wenig schwächer als die M-Versionen sind.
Um auch moderne Games mit seinem Notebook genießen zu können, sollte es auf Seiten von Nvidia mindestens eine GeForce RTX 3060 sein, bei AMD die Radeon 6600M, die je nach Spiel mal etwas stärker, mal etwas schwächer als die RTX 3060 ist. In unserer noch folgenden Marktübersicht stellen beide Grafikkarten unsere Mindestanforderung dar.
Wie ihr auch später in der Marktübersicht sehen werdet, geht es mit entsprechenden Notebooks ab etwa 800 Euro los. Bei unseren Kollegen von Notebookcheck findet ihr viele Benchmarks zu den verschiedenen mobilen Grafikkarten und mehr.
Die folgende Tabelle zeigt euch eine ungefähre Rangliste der mobilen Grafikkarten - exakte Einstufungen sind enorm schwer, da die Hersteller wie gesagt ab und an die verwendete GPU nicht voll ausreizen und es daher trotz identischer mobiler Grafikkarte größere Leistungsunterschiede geben kann. Außerdem haben wir jeweils einen PC inklusive Monitor zum Vergleich in die Tabelle eingetragen, damit ihr seht, wie die Verhältnisse dabei in etwa aussehen:
| mobile Grafikkarte | In Notebooks ab | PC mit Desktop-Grafikkarte und Monitor als Vergleich | PC-Preis |
|---|---|---|---|
| Nvidia GeForce RTX 3060 | 870 Euro | RTX 3060, Core i5, 16GB, 512GB SSD und 150€-Monitor | 950 Euro |
| AMD Radeon RX 6600M | 800 Euro | RX 6600 XT, Core i5, 16GB, 1TB SSD und 150€-Monitor | 980 Euro |
| AMD Radeon RX 6700M | 1600 Euro | RX 6700 XT, Ryzen 5, 16GB, 1TB SSD und 150€-Monitor | 1150 Euro |
| Nvidia GeForce RTX 3070 | 1160 Euro | RTX 3070, Ryzen 5, 16GB, 1TB SSD und 150€-Monitor | 1250 Euro |
| Nvidia GeForce RTX 3070 Ti | 1700 Euro | RTX 3070 Ti, Ryzen 5, 16GB, 1TB SSD und 150€-Monitor | 1350 Euro |
| AMD Radeon RX 6800M | 1500 Euro | RX 6800 XT, Ryzen 5, 16GB, 1TB SSD und 150€-Monitor | 1350 Euro |
| Nvidia GeForce RTX 3080 | 1600 Euro | RTX 3080, Ryzen 5, 16GB, 1TB SSD und 150€-Monitor | 1450 Euro |
| Nvidia GeForce RTX 3080 Ti | 2900 Euro | RTX 3080 Ti, Ryzen 5, 16GB, 1TB SSD und 150€-Monitor | 1790 Euro |
Die Preise beziehen sich auf das aktuell günstigste Notebook, das die jeweilige Grafikkarte enthält. Teurere Notebooks können wegen der weiteren Faktoren wie CPU, RAM, SSD, Display, Material und so weiter zum Teil erheblich mehr kosten - die GeForce RTX 3060 gibt es in Notebooks ab 880 Euro, aber wer will, kann auch 3600 Euro für ein Notebook mit einer GeForce RTX 3060 ausgeben.
