Gaming-Notebooks: Nachteile von Gaming-Notebooks
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Wir gehen für eine Kaufberatung auf die Vor- und Nachteile von Gaming-Notebooks ein und bieten eine große Marktübersicht mit mehreren Dutzend Modell-Reihen.
Gaming-Notebooks: Die Nachteile
Neben der Pro-Seite gibt es auch eine Schattenseite bei Gaming-Notebooks - es sind zum Teil klare Nachteile, zum Teil aber auch nur Relativierungen der vorher genannten Vorteile, die man aber man bedenken sollte, bevor man sich ohne Not für ein Notebook entscheidet. Die Punkte sind: Mangelnde Erweiterbarkeit, mögliche Lautstärke, Akkulaufzeit, Preis und die Platzersparnis als Scheinargument.
Beginnen wir mit dem letztgenannten: Ein Notebook spart Platz. Dies gilt allerdings vor allem für Gamer nur bedingt. Denn das aufgeklappte Notebook plus die von vielen Gamern bevorzugte Maus nimmt kaum weniger Platz weg als eine normale Tastatur, eine Maus und ein Monitor. Hängt man den Monitor an der Wand auf, fällt das Argument mit der Platzersparnis noch schmaler aus. Lediglich die Tatsache, dass man das Notebook nach dem Betrieb komplett verstauen kann, lässt sich noch auf der Plusseite beim Thema Platzbedarf anmerken. Kommen wir zum Akku: Für Officetätigkeiten oder wenn man sich den ein oder anderen Film ansehen will reicht der Akku von modernen Gaming-Notebooks problemlos lange aus, oftmals acht Stunden und länger.
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Sobald es aber um 3D-Leistung geht, ist der Akku schnell leer. Wirklich sinnvoll per Notebook spielen kann man also in der Praxis nur, wenn man es weiterhin per Netzteil betreibt.
Ein weiterer Nachteil ist, dass Notebooks wegen der sehr kompakten Bauweise bei der Kühlung auf kleine und dabei dann schnell drehende Lüfter angewiesen sind. Da die Kühlung der mobilen GPU kleiner als bei einer Desktopgrafikkarte ausfällt, müssen diese Lüfter zudem sehr schnell auf voller Drehzahl arbeiten.
Daher sind gamingfähige Notebooks beim Spielen recht laut, obgleich die modernen GPUs inzwischen recht effizient und keine Hitzköpfe mehr sind. Wegen des Wärmeproblems ist bei den GPUs auch leistungstechnisch nicht so viel möglich wie bei einem Desktop-PC. Hinzu kommt: Man hat das Notebook beim Spielen in der Regel sehr nah bei sich stehen, sofern man keinen externen Monitor verwendet.
Die Lautstärkequelle sitzt also zu all dem noch direkt vor der Nase - einen Desktop-PC mit einer relativ lauten Lüftung kann man hingegen auch unter dem Schreibtisch platzieren und allein damit bereits ein wenig vom beim Gamer ankommenden Schall wegnehmen.
Quelle: Lenovo
Lenovo Legion 5-Reihe
Für viele Gamer, zumindest wenn sie ein Preisbewusstsein haben, dürfte der folgende Punkt der schwerwiegendste sein: Notebooks kann man im Grunde genommen nicht aufrüsten, jedenfalls nicht, wenn es darum geht, ein in die Tage gekommenes Notebook für aktuelle Games wieder fit zu machen.
CPU und Grafikkarte lassen sich nicht erweitern, selbst das RAM ist bei manchen Notebooks festgelötet und daher nicht auswechselbar. Eine SSD mit mehr Speicherplatz hingegen ist so gut wie nie ein Problem, hilft aber nicht weiter, wenn die Hardware des Laptops ein neu erschienenes Spiel nicht mehr auf der gewünschten Detailstufe packt.
Ganz nebenbei ist es auch in vielen Fällen eine Reparatur nicht wirtschaftlich, falls irgendein Bauteil des Notebooks einen Defekt hat. Im Gegensatz zu einem PC kann man wegen verlöteter Teile, aber auch mangels klarer Baunormen nicht einfach auf eigene Faust zum Beispiel ein neues Mainboard oder Display kaufen und einbauen.
Zu guter Letzt kommt noch der Preis hinzu. Zwar sind Notebooks bis hin zu einer Leistung, die einem Desktop-PC mit einer GeForce RTX 3060 Ti oder gar 3070 entspricht, zum Teil nicht teurer als ein ähnlich starker PC plus Monitor.
Allerdings sind dies dann meistens die Modelle, die bei Dingen wie dem Display, dem Gehäuse, der Verarbeitung, der Kühlung und der Tastatur eher im unteren Viertel rangieren und zudem oftmals zu den lauteren Notebooks gehören. Wer sowieso schon einen Monitor hat, fährt mit einem PC ohnehin besser, falls er vor der Wahl zwischen einem Gaming-Notebook oder einem neuen Gaming-PC steht.
