In der interaktiven Detektivgeschichte von Nobody Wants To Die erleben wir ein verkommenes New York der 2300er Jahre. In der fesselnden Handlung gehen wir nicht nur auf Spurensuche, sondern konfrontieren auch schwere Traumata und Dilemmata.
Who wants to live forever?
Viele Kritikpunkte an Nobody Wants To Die haben wir nicht. Während die Story uns zwar zu fesseln weiß, ist die verwobene Erzählweise spürbar so gewollt. Das können wir dem Spiel auch kaum als Negativpunkt ankreiden, weil die Entwickler uns eindeutig zum Nachdenken anregen wollten.
Quelle: Plaion
Die Tatortanalyse ist zwar erzählerisch interessant, doch aus Gameplay-Sicht äußerst repetitiv. Wir suchen einen Hinweis, machen Beweisfotos, drehen die Zeit per Gerät zurück und lassen James fleißig grübeln, bis wir den nächsten Hinweis finden.
Vor allem das Mini-Rhythmus-Spiel des Rekonstruktors ist nicht allzu spannend, wird aber ziemlich inflationär benutzt. Falls wir in einem NPC stehen, der durch Zeitumkehren beeinflusst wird, funktioniert das auch nicht immer so wie gewollt. Auf andere technische Schwierigkeiten sind wir in unserer PC-Version aber nicht gestoßen.
Insgesamt liefert uns Nobody Wants To Die eine packende Cyberpunk-Detektivgeschichte, die sich trotz ihrer Kürze nicht überstürzt anfühlt. Die behandelten Themen sind keine leichte Kost, aber mit viel Respekt, Tiefe und Liebe zum Detail umgesetzt. Die bedrückende Atmosphäre der mysteriösen Geschichte funktioniert fast einwandfrei.
Mit genialer Sound-Kulisse, tollen Knobelpassagen und einer hervorragenden Cyberpunk-Welt muss sich das Spiel vor anderen Spielen mit Story-Fokus nicht verstecken. So kommen Fans von Film Noir, Science-Fiction und Kriminalgeschichten voll auf ihre Kosten. Transparenzhinweis: Dieser Beitrag entstand unabhängig.
