Nobody Wants To Die: Die beste Cyberpunk-Krimi-Psychose des Jahres!

Test Christopher Holler Sascha Lohmüller
Nobody Wants To Die: Die beste Cyberpunk-Krimi-Psychose des Jahres!
Quelle: Plaion

In der interaktiven Detektivgeschichte von Nobody Wants To Die erleben wir ein verkommenes New York der 2300er Jahre. In der fesselnden Handlung gehen wir nicht nur auf Spurensuche, sondern konfrontieren auch schwere Traumata und Dilemmata.

Zurück zum Dienst

Am wichtigsten ist natürlich die Geschichte des Spiels. Wir versuchen, uns von größeren Spoilern fernzuhalten, doch über das Ende werden wir in Ansätzen reden müssen.

Unser Protagonist, den wir in der Ego-Perspektive steuern, heißt James Karra und lebt schon seit über 100 Jahren in der Stadt. Sein inzwischen vierter Körper leistet prinzipiell gute Dienste, doch immer wieder plagen ihn Krankheitsepisoden und Alpträume durch die Körperwechsel.

Ein Blick auf eine Ichorit-Maschine, die Bewusstsein transferieren kann. Quelle: Plaion Zudem wird er von seiner Vergangenheit in Form seiner verstorbenen Frau namens Rachel heimgesucht. Was genau mit ihr passiert ist, wissen wir anfangs nicht, doch immer wieder bildet sich James Gespräche und vergangene Situationen mit ihr ein. Genau deshalb merken wir schnell, dass er kein allzu verlässlicher Erzähler ist, was uns oft an unserer eigenen Wahrnehmung zweifeln lässt.

Vor dem Vorfall mit Rachel war James als Ermittler für die Polizei tätig und wird nun zum ersten Mal wieder für einen neuen Fall einberufen. Wir sollen den Tod von Edward Green, einem hohen Tier in der Stadt, aufklären.

Während unser Chef und die neue Kollegin Sara aus dem Funkgerät nur einen Standardbericht über einen Unfall wollen, fällt uns jedoch schnell auf, dass hinter dem Vorfall mehr steckt.

Deshalb beginnen wir, auf eigene Faust nachzuforschen und finden dabei am Tatort eine seltsame Flasche mit Schlangenmotiv. Für den weiteren Verlauf der Ermittlung holen wir uns Kollegin Sara mit ins Boot. Gemeinsam mit ihr bahnen wir uns den Weg zu weiteren Tatorten, die wir unter die Lupe nehmen, um den Fall zu lösen.

Inspector Gadget

Um uns die Spurensuche an einem Tatort zu erleichtern, stehen uns hochmoderne Werkzeuge zur Verfügung. Unser Hauptgimmick ist der Rekonstruktor. Der ermöglicht es uns, die Zeit anhand bestimmter Beweisstücke zurückzudrehen. Dazu kommt die UV-Lampe, die uns Blutspuren am Boden verfolgen lässt.

Ein Tatort mit einem brennenden Baum. An dem linken Handgelenk von James ist der Rekonstruktor befestigt. Quelle: Plaion Mit dem Röntgengerät blicken wir durch Boden und Wände, um nach Kabeln und Energiequellen zu suchen. Doch auch zum Nachverfolgen von verschossenen Pistolenkugeln lässt sich das Werkzeug einsetzen.

Mit der Fusion aus dem Detective-Mode der Batman-Arkham-Reihe und den an Life is Strange erinnernden Gimmicks stellen wir das Geschehen am Tatort nach, bis wir die Analyse vervollständigen.

Nach und nach immer mehr kriminalistische Puzzleteile miteinander zu kombinieren, bis wir das Gesamtbild erkennen, gelingt dem Spiel sehr gut. Sowohl grafisch als auch erzählerisch machen die Rekonstruktion sowie Deduktion wirklich Spaß. Sollten wir jedoch irgendwann mal komplett auf dem Schlauch stehen, können wir auch den Hinweismodus aktivieren, der uns den Weg weist. Dadurch entsteht auch bei den kniffligeren Rätseln kein Frust.

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