Nintendo Labo - Ausprobiert: Alle Sets + ausführliches Video
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Im Nintendo-Labo-Workshop in Hamburg durften wir vor kurzem die beiden Labo-Sets nicht nur ausführlich ausprobieren, sondern auch Möglichkeiten und Schwächen des Labo-Systems gleichermaßen erkunden. Wir erklären euch alles, was ihr zu Big Ns neuer Produktlinie wissen müsst. Außerdem: Ein ausführliches Video mit allen Sets und vielen weiteren Infos und Eindrücken von Nintendo Labo.
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Als Nintendo vor einiger Zeit überraschend etwas Neues verkündete, horchte die Spielerwelt im Allgemeinen und die Nintendo-Fanwelt im speziellen auf. Es ging nicht um beeindruckende neue Verkaufszahlen der Nintendo Switch und auch nicht um eine überraschende Neuankündigung eines weiteren Blockbusters für die Hybrid-Konsole, nein: Nintendo will die Welt mit Pappe begeistern. Klingt erst einmal verrückt, ist es auch ein bisschen, hat aber Hand und Fuß. Nintendo Labo (jetzt kaufen 115,55 € ) nennt sich die neue Produktlinie und soll Jung und Alt gleichermaßen begeistern. Nach der Ankündigung im Januar war ein Teil der Nintendo-Fans begeistert, ein anderer fast schon entsetzt, aber eins hatten alle gemeinsam: viele Fragen zu Nintendo Labo. Um diese zu beantworten, haben wir uns einen Tag lang im Labo-Workshop die Finger pappig gebastelt, gespielt und entdeckt. Hier erfahrt ihr alles, was ihr zu Nintendo Labo wissen müsst.
Bauen, Spielen, Entdecken
Bauen, Spielen, Entdecken: So lautet der einprägsame Slogan Nintendos neuer Produktlinie. Und der Name ist Programm: Zunächst baut ihr aus verschiedenen Materialien (hauptsächlich Pappe) ein Konstrukt, mit dem ihr anschließend spielt. Beides zusammen führt dazu, dass ihr entdeckt, wie alles funktioniert und schließlich eigene Konstrukte erdenkt und mit Hilfe der Labo-Werkstatt zu Leben erweckt. Doch zunächst einmal zum Bauen.
Nintendo Labo: Bauen
Quelle: N-ZONE
Volontär Johannes machte sich zusammen mit Kameramann Domninik auf nach Hamburg, um Nintendo Labo auf Herz und Nieren zu prüfen und auszuprobieren.
Die beiden Sets "Toy-Con 01 Multi-Set" sowie "Toy-Con 02 Robo-Set" beinhalten sämtliche Materialien, die ihr benötigt. Aus dem Multi-Set könnt ihr zwei RC-Autos, ein Klavier, eine Angel, ein Motorrad und ein Haus bauen, aus dem Robo-Set einen großen und aufwändigen Roboter-Anzug. Sämtliche Konstrukte kommen mit dazugehörigen Anleitungen daher, die ihr in digitaler Form direkt auf dem Switch-Bildschirm lest beziehungsweise schaut, da auch Videos und Animationen mit dabei sind. Die Anleitung spult ihr mit selbst regelbarer Geschwindigkeit vor und zurück, zwischendurch erklären euch Videos einzelne Schritte. Die zahlreichen Pappteile aller Konstrukte findet ihr als Teil großer, vorgestanzter Papp-Bögen vor, die ihr nur noch heraustrennen müsst; somit braucht ihr auch keine Schere und müsst nicht erst alles ausschneiden. Restliche Materialien wie Schnüre oder Aufkleber liegen ebenfalls einsatzbereit mit im Karton. Das und die ausführlichen Anleitungen gewährleisten, dass neben Bastel-Profis auch Anfänger, Einsteiger, Kinder und alle anderen problemlos mit den Labo-Sets zurechtkommen und alle Konstrukte erfolgreich zusammenbauen können. Das bereitet sogar Bastel-Muffen Spaß, da es beeindruckend zu sehen ist, wie aus anfangs simplen Pappbögen und wenigen anderen Materialien am Ende hübsche und funktionale Konstrukte entstehen. Grundsätzlich gilt: Wer schon einmal Lego nach Anleitung oder Möbel einer bekannten Möbelhaus-Kette aufgebaut hat, wird mit Labo auch keine Probleme haben. Kreativer Einsatz kommt beim simplen Zusammenbau der verschiedenen Sets etwas kurz, dafür dürft ihr eure Konstrukte natürlich nach Belieben verschönern und verzieren. Wir haben das auch beim Labo-Workshop getan und hatten viel Spaß mit den witzigen RC-Autos, die dabei herausgekommen sind (siehe Bilder).
Nintendo Labo: Spielen
Was die Benutzung aller Konstrukte angeht, gilt: Grundsätzlich funktioniert alles tadellos und wie gewünscht, solange ihr alles ordentlich und ordnungsgemäß zusammenbaut. Die Funktionsweisen der verschiedenen Spiele sind allesamt simpel gestaltet und daher denkbar schnell erlernt. Das verwendete Material ist unseren Workshop-Eindrücken nach sehr robust und sollte durchaus einige Benutzung aushalten; zudem können kaputte Teile leicht repariert oder durch eigene Pappe ersetzt werden. Ebenfalls für alle Konstrukte gilt: Die Spiele sind zunächst beeindruckend, recht schnell dann aber nicht mehr allzu spannend. Kinder werden wohl deutlich länger Spaß damit haben als Erwachsene, Letztere sind aber auch nicht unbedingt die primäre Zielgruppe, es sei denn, es handelt sich um Eltern oder Bastel-Begeisterte. Außerdem geht es bei Nintendo Labo nicht nur ums Spielen, sondern ganz viel auch ums Bauen und Verschönern und vor allem Entdecken und Erfinden. Dazu aber später mehr.
Multi-Set: RC-Auto
Quelle: N-ZONE
Die Steuerung des RC-Autos erfolgt per Switch-Touchscreen. In der Mitte seht ihr ein Livebild vom RC-Auto, wahlweise im Nachtsicht- oder im Wärmebild-Modus. Beeeindruckend!
Das RC-Auto ist das einzige Konstrukt der beiden Launch-Sets, das wir beim Workshop komplett selbst zusammenbauen durften. Als simpelstes aller Labo-Spielzeuge glückt der Zusammenbau in unter zehn Minuten und mit der Anleitung problemlos. Das RC-Auto bewegt sich durch die Vibration der links- und rechtsseitig angebrachten Joy-Cons fort, allerdings nur auf glatten und festen Oberflächen; auf einem Teppich werdet ihr also beispielsweise nicht wirklich damit fahren können. Die Steuerung geschieht auf dem Switch-Touchscreen, wobei ihr die Vibration beider Joy-Con einzeln kontrolliert, was unterschiedliche Fortbewegungsmöglichkeiten, Drehen und Kurvenfahren ermöglicht. Außerdem könnt ihr die Vibrationsfrequenz einstellen. Über den Infrarot-Sensor sowie die ebenfalls im rechten Joy-Con verbaute Kamera bekommt ihr ein Livebild vom RC-Auto auf die Switch übertragen. Im optionalen Automatikmodus folgt das RC-Auto automatisch einem Gegenstand (oder auch euch oder eurer Katze/eurem Hund), indem es Selbigen über die Kamera erfasst. Das RC-Auto kann auch von zwei Personen gleichzeitig gesteuert werden.
Multi-Set: Klavier
Das Klavier gehört zum Lieferumfang des Multi-Sets. Es funktioniert wie die meisten Konstrukte dank des Infrarot-Sensors des rechten Joy-Con, der Tastenbewegungen auf dem Klavier durch reflektierende Klebestreifen auf der Pappe wahrnimmt. Grundsätzlich spielt ihr hier auf den Tasten wie auch auf einem echten, gewöhnlichen Klavier; mit wechselbaren Papp-Schrauben ändert ihr den normalen Klavier-Sound beispielsweise zu Katzengeräuschen oder anderen witzigen Tönen. In einem zweiten Modus namens Studio könnt ihr Aufzeichnungen eures Klavierspiels anfertigen, die ihr nicht nur anhören, sondern auch immer wieder erweitern und neu bearbeiten könnt.
Quelle: N-ZONE
Das Klavier aus dem Multi-Set ist ziemlich beeindruckend, wenn es vor einem steht. Wie bei einem echten Klavier dürft ihr hiermit in die Tasten hauen.
Multi-Set: Motorrad
Beim Motorrad haltet ihr einen einem echten Motorrad nachempfundenen Papp-Lenker in der Hand, dessen Verlängerung auf euren Bauch stützt. Am linken Griff findet ihr einen Knopf für die Hupe, den rechten Griff dreht ihr, um Gas zu geben; außerdem sind dort der Anlasser und eine Bremse. Außerdem lenkt ihr mit dem gesamten Lenker und lehnt euch mit eurem ganzen Körper nach links und rechts, um Kurven zu fahren. Im Grunde also genauso wie bei einem echten Motorrad, Roller oder auch Fahrrad, wenn man einmal vom Gashebel absieht. Der Switch-Bildschirm ist ein Teil des Lenkrads, hier betrachtet ihr das Rennen aus der Ego-Perspektive. Ihr wählt zwischen drei Schwierigkeitsstufen mit jeweils mehreren Rennen und drei Geschwindigkeitsstufen aus. Die Rennen selbst erinnern grafisch sowie Gameplay-technisch an eine simplifizierte Variante von Mario Kart. Die Strecken sehen denen aus der beliebten Rennspielserie gewissermaßen ähnlich, bieten aber nur das nötigste; Items gibt es nur in Form von gelegentlich auf der Straße herumliegenden Turbo-Boosts. Um gut zu sein, müsst ihr euch ordentlich in die Kurven legen, den Windschatten-Boost nutzen und mit einer Kombination aus Gas, Bremsen und in die Kurve legen in Kurven weiteren Boost einheimsen. Zunächst ist das Spielen mit dem Motorrad etwas gewöhnungsbedürftig; habt ihr den Dreh aber erst einmal heraus, fühlt es sich natürlich und präzise an.
Quelle: N-ZONE
Ihr steuert das Motorrad über Anlasser, Gas-Griff, Bremse, Hupe, Lenken und Bewegungssteuerung. Fast wie echt eben.
Multi-Set: Angel
Beim Angelspiel haltet ihr eine große ausfahrbare Papp-Angel inklusive Kurbel und Angelschnur in der Hand, im Handteil befindet sich der rechte Joy-Con, der für die notwendige Technik sorgt. Das Ende der Angelschnur endet in einem Gehäuse, in dem sich hochkant auch die Switch befindet und auf deren Bildschirm das Spiel stattfindet. Über die Kurbel lasst ihr den Angelhaken im Wasser absinken und sucht Fische, die ihr auf euch und euren Köder aufmerksam macht, bis sie schließlich anbeißen. Im richtigen Moment müsst ihr die Angel dann zur Seite reißen, damit der Haken sich im Mund des Fisches festsetzt. Nun müsst ihr ihn per Kurbeln an Land ziehen und mit der Angel die Bewegungen des Fisches mitgehen, damit die Schnur nicht reißt. Die Spannung der Angelschnur wird dabei durch einen Leucht-Effekt verdeutlicht. Alle gefangenen Fische könnt ihr euch inklusive Größe und Gewicht im Aquarium anschauen, quasi einer animierten Highscore-Liste. Es gibt viele verschiedene Fische zu fangen, sogar Haie und selbst erstellte Schwimmtiere. Sämtliche Fische, die ihr im Wasser seht, könnt ihr auch fangen. Je nach Größe, Seltenheit sowie Charakter des Fisches ist das Fangen Mal mehr, Mal weniger schwierig.
Quelle: N-ZONE
Volo Hannes lässt sich das Angelspiel aus dem Multi-Set ganz genau erklären. Als Veganer steckt er die gefangenen Fische natürlich in ein Aquarium, statt sie zu essen.
Multi-Set: Haus
Im Haus lebt auf dem Switch-Bildschirm ein kleines Tamagotchi-artiges Wesen. Auch hier nimmt der rechte Joy-Con über den Infrarot-Sensor sowie die Kamera alle Aktivitäten wahr. Das Haus bietet links, rechts und unten jeweils eine Anschlussmöglichkeit, an dem drei verschiedene Werkzeuge eingefügt werden können: Einen Knopf, einen Schalter und eine Kurbel. Steckt ihr die Werkzeuge in die Öffnungen, hat das direkten Einfluss auf das Haus; beispielsweise erscheint ein Wasserhahn, aus dem Wasser in das Haus fließt, wenn ihr ihn den Schalter umlegt. Je nach Kombination der Werkzeuge und der Stelle ihrer Platzierung passieren unterschiedliche Dinge. Mögliche Aktivitäten sind beispielsweise Bowling, Lorenfahrt, ein Hamsterrad und mehr, je nach Kombination der Werkzeuge und benutzten Öffnungen eben. Seid ihr in diesen winzigen, kurzen Minispielen erfolgreich, erhaltet ihr als Belohnung Bonbons und andere Süßigkeiten. Gebt sie eurem Tierchen und es verändert sein Aussehen und seine Farbe.
Quelle: N-ZONE
Schließt den Hebel an das Haus an, lasst die Wohnung mit Wasser vollaufen und bewegt dann das Haus, dann schwimmt der kleine Bewohner durch das Zimmer.
Robo-Set: Roboter
Der Roboter-Anzug, in den ihr mit eurem ganzen Körper schlüpft, ist als einziges nicht Teil des Multi-Sets, sondern des eigenen Robo-Sets. Er besteht aus einem großen Rucksack, den ihr aufsetzt, Schlaufen für die Füße, einem klappbaren Visier für euren Kopf und kleinen Stäben, die ihr in die Hände nehmt. Alles (außer das Visier) ist über Schnüre mit dem Rucksack verbunden, worin der rechte Joy-Con steckt, der über Reflektoren alles wahrnimmt, was ihr tut. Mit Hilfe des Anzugs bewegt ihr einen riesigen Roboter im Spiel auf der Switch. Der kann laufen (indem ihr tatsächlich lauft), als Auto herumfahren (indem ihr in die Hocke geht), fliegen (indem ihr eure Arme Richtung Boden streckt), boxen (indem ihr mit den Armen boxt), mit einem Fußkick angreifen (indem ihr ein Bein anhebt) und mehr, seine Bewegungsrichtung kontrolliert ihr durch Neigen eures Kopfes, was vom linken Joy-Con im Visier registriert wird. Durch Herabklappen des Visiers wechselt ihr zudem von einer Third-Person- in eine First-Person-Ansicht. Ziel des Spiels ist es, eine Großstadt und die dort herumfliegenden Ufos zu zerstören, wofür ihr nur begrenzt Zeit habt. Je mehr Zerstörung ihr in der gegebenen Zeit anrichtet, desto mehr Punkte bekommt ihr für euren Highscore.
Entdecken: Werkstatt
Quelle: N-ZONE
Kreativität wird bei Nintendo Labo groß geschrieben! Um eure Konstrukte, wie hier die RC-Autos, ganz nach eigenen Vorlieben zu verschönern, gibt es ein extra Set von Nintendo oder ihr nehmt einfach alles, was ihr eh schon Zuhause habt.
Neben Bauen und Spielen ist Entdecken der dritte Grundpfeiler des Labo-Spielprinzips. Dazu gehört nicht nur das Verständnis der Funktionsweise der verschiedenen Konstrukte aus Multi-Set und Robo-Set, sondern vor allem und in erster Linie die Werkstatt; diese hat das mit Abstand größte Potential für Langzeitspaß und tolle Ideen. Ihr schaltet sie frei, indem ihr die verschiedenen vorgegebenen Spiele eine gewisse Zeit lang spielt, die Werkstatt ist Teil beider Sets. Hier könnt ihr auf alle erdenklichen Fähigkeiten der Switch zurückgreifen, um eigene Konstrukte zu entwickeln und zu realisieren. Ein kleines Beispiel: Ihr bastelt ein Papp-Männchen und klebt ihr einen reflektierenden Streifen auf den Kopf. An dieser Figur wird der linke Joy-Con befestigt. Nun bastelt ihr aus Pappe eine kleine Pistole, worin der rechte Joy-Con Platz findet, den Infrarot-Sensor nach vorne gerichtet. Nun legt ihr im Programmier-Interface auf der Switch fest, dass der linke Joy-Con (an der Figur) vibrieren soll, wenn der rechte Joy-Con per Infrarot-Sensor und Kamera eine Reflektion wahrnimmt (in diesem Fall vom Reflektor auf der Figur) und gleichzeitig ein Button des rechten Joy-Con gedrückt wird. Tut ihr beides, zielt ihr also auf die Figur und drückt ab, fällt die Figur durch die Vibration des an ihr befestigten Joy-Con um. Im Endeffekt habt ihr also ein kleines Schießspiel erschaffen!
Quelle: Nintendo
Mit der Labo-Werkstatt könnt ihr so richtig kreativ werden. Mittels Schablonen könnt ihr auch die Switch-Konsole selbst nach euren Wünschen modifizieren.
Im Grunde handelt es sich bei der Werkstatt um ein simplifiziertes Programmier-Interface auf dem Bildschirm der Switch. Hierbei verbindet ihr stets eine Aktion oder mehrere Aktionen mit einer oder mehreren Reaktionen. Dabei könnt ihr Ketten bilden und mehrere Befehle auf verschiedene Weisen miteinander verbinden. Dazwischen könnt ihr Befehle wie "und", "oder" und ähnliches schalten. Aktionen-Befehle können zum Beispiel Neigung des Controllers nach rechts, Drücken des A-Buttons und so weiter sein; Reaktionen beispielsweise Vibrationen bestimmter Intensität.
Qualität und Haltbarkeit
Viele Interessierte machten sich nach der Ankündigung von Nintendo Labo zurecht Gedanken zur Qualität und Haltbarkeit der Pappe-Sets. Die Qualität gab beim Workshop keinen Grund zur Beanstandung, alles war stabil und zuverlässig und weckte nicht den Anschein, sonderlich fragil oder anfällig zu sein. Beim Klavier klemmte einmal eine Taste, die aber binnen Sekunden wieder fit gemacht werden konnte, beim Haus saßen die Werkzeuge gelegentlich etwas locker in den Öffnungen oder fielen auch Mal heraus. Grundsätzlich dürften die Sets aber auch etwas weniger vorsichtige Kinderhände einige Zeitlang überleben. Geht doch Mal etwas kaputt, besteht zudem immer die Möglichkeit, das Ganze recht einfach zu reparieren oder gleich ganz zu ersetzen.
Fazit nach dem Workshop
Das Spannendste an Nintendo Labo ist eindeutig die Werkstatt und deren Möglichkeiten, völlig neue Dinge zu erfinden oder Bestehendes neu miteinander zu verbinden. Unseren Workshop-Eindrücken können wir bisher nur erahnen, was findige Bastler und Tüftler in Zukunft wohl alles damit schaffen werden. Allein schon das Beispiel mit der Figur und der Pistole zeigt, was für verrückte Ideen grundsätzlich umsetzbar sind. Die vorgefertigten Sets machen nur begrenzte Zeit lang wirklich Spaß, da die Konzepte dahinter sehr simpel sind, wodurch sie sich schnell abnutzen. Andererseits ist dadurch aber auch ein einfacher und reibungsloser Einstieg in die Labo-Welt möglich. Zudem lehren die Konstrukte der Sets dem Spieler die Funktionsweise des Systems. Einmal verinnerlicht, ermöglicht das wiederum den sinnvollen Gebrauch der Werkstatt. Der Kreis schließt sich also. Außerdem ist zumindest eines der Sets ohnehin notwendig, um an die Werkstatt-Software zu kommen.
Quelle: N-ZONE
Natürlich darf auch die Angel nach Belieben verziert und verschönert werden.
Die Konstrukte aus dem Multi- und Robo-Set sind zusammengebaut deutlich größer, als man zunächst einmal annehmen würde. In der Standard-Variante sehen sie auch allesamt hübsch aus, aber nicht sonderlich einprägsam oder besonders. Durch die Möglichkeit, alles nach Belieben selbst zu verzieren und zu verschönern, sind dennoch sehr hübsche Konstrukte möglich. Das zeigte sich im Workshop an den vielen tollen Kunstwerken, welche die Besucher aus dem RC-Auto machten (siehe Bilder). Erwachsene kommen mit dem simplen System der Labo-Sets locker klar, Kinder je nach Alter auch allein oder auf jeden Fall zusammen mit ihren Eltern. Offen bleiben nach dem Workshop und vielem Ausprobieren im Grunde drei Fragen, die nur ein ausführlicher Test klären kann: Erstens die Haltbarkeit der Sets, zweitens der Langzeitspaß, drittens die Möglichkeiten der Werkstatt. Besonders beim letzten Punkt sind wir bisher sehr guter Dinge.
