Nier: Automata End of YoRHa Editon im Switch-Test: Existenzkrise für die Hosentasche
Test
Mit der End of YoRHa Edition findet eines der außergewöhnlichsten und besten Spiele der letzten Konsolengeneration endlich seinen Weg auf die Nintendo Switch. Wie gut ist die Portierung des technisch anspruchsvollen Titels gelungen? Das klärt unser Test!
Seit seinem Erscheinen im Jahr 2017 hat sich das Action-Rollenspiel Nier: Automata zu einem echten modernen Klassiker gemausert, der nicht nur unter Fans des exzentrischen Game Directors Yoko Taro als eines der außergewöhnlichsten Spiele der letzten Jahre gilt. Nun ist Nier: Automata endlich auch für die Nintendo Switch verfügbar. Ein schwieriges Unterfangen, immerhin gilt das Spiel nicht nur als ziemlich hardware-hungrig, sondern hatte auch in seinen bisherigen Versionen schon mit technischen Problemen zu kämpfen. Das Entwicklerstudio Virtuos, bekannt unter anderem für seine Portierungen von The Outer Worlds, Dark Souls Remastered oder der Bioshock Collection auf Switch, hat sich der Herausforderung angenommen.
Bevor wir aber dazu kommen, wie gut die Switch-Version abschneidet, erst einmal alles auf Anfang: Was macht Nier: Automata (jetzt kaufen 59,99 € ) eigentlich so besonders? Nun, wenn ihr das Spiel zum ersten Mal startet und mit der Prämisse und den Charakteren konfrontiert werdet, ist eine tiefgreifende, emotionale Story vermutlich das Letzte, was ihr erwarten würdet.
In diesem Artikel
Nichts ist, wie es scheint
Ihr schlüpft in die Overknee-Stiefel der Kampfandroidin 2B, die mit einem Geschwader leicht bekleideter Soldaten namens YoRHa auf der verwüsteten Erde landet, um den dortigen Widerstand zu unterstützen und dem seltsamen Verhalten der Maschinen-Invasoren auf den Grund zu gehen.
Letztere waren knapp 5.000 Jahre vorher zusammen mit ihren Alien-Anführern aufgetaucht und versuchen seither, die letzten Überreste der Menschheit auszulöschen, die die YoRHa-Truppe von ihrem Mondbunker aus befehligt. Ja, Maschinen und Androiden sind zwei verschiedene Gruppen. Nein, es gibt keinen triftigen Grund, warum die YoRHa-Kämpfer aussehen wie die Models einer Gothic-Lolita-Modekollektion.
Quelle: PC Games
Dieses seltsame Wesen trefft ihr schon während der ersten großen Mission. Die Maschinenwesen beherbergen so einige Geheimnisse.
Bittersüßes Endzeit-Epos
Nach seinem skurrilen Erstauftritt braucht Nier: Automata aber nicht lange, um die Samen einer Story zu säen, die später im Spiel zu einem zutiefst philosophischen und menschlichen Endzeit-Märchen heranreift. Nachdem ihr die knuffigen Maschinen reuelos mit euren Schwertern zersäbelt habt, werdet ihr zu einem weiteren Standardeinsatz in die Wüstenregion geschickt.
Dort staunen 2B und ihr Sidekick 9S dann nicht schlecht, als die vorher stummen, mechanischen Feinde plötzlich Emotionen zeigen, sie um Gnade anbetteln und vor Angst davonlaufen.
Quelle: PC Games
Im märchenhaften Vergnügungspark trefft ihr seltsam fröhliche Maschinen. Lasst ihr die Schwerter stecken, sind viele von ihnen sogar gesprächsbereit.
Weil die Story Nier: Automatas größte Stärke ist, belassen wir es aber lieber dabei. Nur so viel: Es gibt wenige Spiele, bei denen der Ersteindruck so sehr trügt, wie bei diesem, und der an den Anime-Meilenstein The End of Evangelion erinnernde Untertitel der Switch-Version kommt nicht von ungefähr. Die Geschichte ist wendungsreich, teils verstörend, teils berührend, aber immer fesselnd, komplex und geheimnisvoll.
