Test/Review: Need for Speed Shift

Test Andreas Szedlak

Ab heute im Handel! Altes Team raus, neues Team rein. Ob EA sich durch den Wechsel des Entwicklerstudios eine Abwrackprämie verdient hat, zeigt unser Test von Need for Speed Shift!

Perspektivenwechsel

Need for Speed: Shift (03) Quelle: videogameszone.de Need for Speed: Shift (03) Die Windschutzscheibe ist nach einem Crash von Rissen übersät, was die Sicht deutlich verschlechtert. Für einen ungetrübten Blick schalten wir deshalb in die Stoßstangen-Ansicht. Die ist unsere zweitliebste Perspektive, da hier der Temporausch am intensivsten ist. Wenn wir die 1.001 Pferde im Motor unseres Bugatti Veyron über die Nordschleife galoppieren lassen, wird Shift zur Adrenalinspritze. Schön: Trotz der Tempojagd ist der Detailgrad der Strecken erfreulich hoch. Auch ins Bild poppende Objekte stören nicht, da diese weit entfernt am Horizont auftauchen.
Was wir aber vermissen, sind Wettereffekte. Regnen tut es in der heilen Welt von Shift nicht – da waren die Engländer wohl vom heimischen Klima traumatisiert.

Beim Schadensmodell dagegen kann Shift locker mit der Rennspiel-Konkurrenz mithalten, ohne jedoch Maßstäbe im Genre setzen zu können. Abgeblätterter Lack, eingedellte Frontpartien oder hängende Stoßstangen machen Unfallschäden sichtbar, die Makel wirken allerdings eher geskriptet als physikalisch berechnet.

Von Anfänger bis Profi

Need for Speed: Shift (04) Quelle: videogameszone.de Need for Speed: Shift (04) Ob sich Zusammenstöße nur optisch bemerkbar machen oder Lenkung und Antrieb leiden, hängt von der gewählten Fahrhilfen-Einstellung ab: In der ersten von vier Stufen schnurrt der Motor eures Flitzers selbst nach dem x-ten Crash brav wie ein Kätzchen. Zudem bremst das Gefährt selbstständig und hilft, die Spur zu halten. In diesem Modus können sogar Einsteiger problemlos PS-Protze wie die giftige Dodge Viper bändigen.

Aber es geht auch anders. Die höchste Stufe verzichtet auf sämtliche Assistenten wie Traktionskontrolle, ESP und ABS. Nun wird Shift seinem Simulations-Charakter voll und ganz gerecht. Bei der Viper von Dodge heißt das: Null Grip auf dem Rasen, Karussellfahrten beim Vollgas-Beschleunigen aus der Kurve und Schleudergefahr beim Überholen. Zudem haben häufige Unfälle zur Folge, dass ihr nur noch im Schritt-Tempo über den Asphalt tuckern könnt. Und wer will schon eine Viper schleichen sehen!?

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