Myst V: End of Ages

Test Thomas Szedlak

Das abschließende Kapitel der Myst-Saga ist geschrieben. Krönendes Ende oder fades Finale? Wir sagen es Ihnen!

Für die einen ist "Myst" Kult, für die anderen ist "Myst" Mist... Fakt ist aber: Die Adventure-Serie ist extrem erfolgreich, über vierzehn Millionen Spiele wurden bis dato weltweit verkauft. Die Reihe feiert heuer ihr Zwölfjähriges, und "Myst"-Vater Rand Miller sorgt höchstpersönlich für den -- so Millers Ankündigung -- krönenden Abschluss.

STORY: Im unheilschwangeren Intro klagt uns Atrus, traditioneller Begleiter bei jedem "Myst"-Spiel,sein Leid. Seine Söhne, seine Frau, sein Vater -- alle tot. Und Atrus selbst ist in einem Sandsturm auf Tomanhna gefangen. Einzig und allein Atrus' Tochter Yeesha kann das Schicksal von D'ni noch positiv beeinflussen. Aber natürlich nur mit Ihrer Hilfe...

SPIEL: Im Gegensatz zum Vorgänger "Myst IV: Revelation" setzen die Entwickler diesmal nicht auf die bekannte 360-Grad-Standbildoptik, sondern auf eine frei begehbare 3D-Welt. Doch keine Bange: Drei Steuerungsvarianten sollten "Myst"-Veteranen und Shooter-Erprobte gleichermaßen zufrieden stellen. Auf echte Schauspieler muss man jetzt verzichten, alle Figuren stammen aus dem Computer. Das ist reine Geschmackssache, für uns gehören digitalisierte Darsteller aber einfach zu "Myst" dazu.

In "Myst V" müssen Sie vier Tafeln finden, die in vier Zeitaltern versteckt sind. Der Ablauf des Abenteuers ist weitestgehend nonlinear, Sie können nach Belieben zwischen den Zeitzonen hin und herspringen. Die Rätsel sind teilweise noch knackiger als beim Vorgänger -- nur Profis kommen ohne Lösungshilfe zum Ziel.

War bei "Myst IV" die Komplettlösung bereits ins Spiel integriert, so finden Sie nun im Hauptmenü von "Myst V" einen Link zur deutschsprachigen Onlinehilfe. Wollen Sie den Abspann sehen, brauchen Sie also entweder viel Hirn oder einen Internet-Anschluss...

FAZIT: Der Abschluss des Millionensellers ist Rand Miller gut gelungen. Die Atmosphäre ist düsterer als bei den Vorgängern, die Rätsel sind noch ausgefeilter und die Optik ist stellenweise traumhaft schön. Nur leider gibt es wieder jede Menge Spielphasen, in denen man umherirrt ohne zu wissen, was man tun oder worauf man achten soll.

Entdeckt man dann endlich den Kasus knaxus, spielt man zwar euphorisiert weiter, ein fader Beigeschmack bleibt aber. Das wird echte "Myst"-Fans nicht weiter stören, für Serieneinsteiger ist diese Folge aber nicht unbedingt geeignet.

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