Der berühmteste Samurai der japanischen Geschichte gibt sich abermals die Ehre in einem Square-Enix-Spiel.
W enn ein waschechter Fiesling wie Gandrake nach der Macht greift, muss schon ein außergewöhnlicher Held her, um ihn in die Knie zu zwingen. Daher befördert Prinzessin Mycella mit einem Zauberspruch den legendären Samurai Miyamoto Musashi durch Raum und Zeit in ihre Welt, um ihrem Volk gegen die Bedrohung durch Gandrake und seine Truppen beizustehen.
Soweit zur Hintergrundgeschichte, die wie üblich keinen Innovationspreis gewinnen wird. Wer den hier zu Lande nicht erschienen Vorgänger "Brave Fencer Musashi" für die PSone nicht gespielt hat, muss nicht in Panik geraten: Die PS2-Fortsetzung hat mit dem Prequel lediglich den Hauptdarsteller gemein. In bester Hack'n'Slay-Manier durchstreift ihr in der Rolle des Jung-Samurai die mystische Welt, um diese von mechanischen Monstern, garstigem Getier und dicken Levelbossen zu befreien.
Altes und Neues
Was "Musashi: Samurai Legend" von actionlastigen Genrekollegen abhebt, ist zum einen die Möglichkeit, durch Erfahrungspunkte Offensiv- und Defensivwerte zu verbessern. Zum anderen lässt sich euer Attacken-Repertoire im Laufe des Spiels immer weiter ausbauen -- und das auf ungewöhnliche Art und Weise: Verfügt einer seiner Widersacher über eine erlernbare Angriffstechnik, kann ihm Musashi diese per gut getimtem Knopfdruck entziehen und selbst einsetzen. Die Endlos-Schnetzelei wird durch Verfolgungsjagden in bester "Road Rage"-Manier und waghalsige Rettungsmissionen (in denen ihr eure Schützlinge auf Händen tragt) etwas aufgelockert.
Ebenfalls ungewohnt: Sammelt ihr Münzen auf, die besiegte Feinde hinterlassen, könnt ihr damit in Läden Heil-Items und bessere Ausrüstung erstehen. Auch müsst ihr mit den Anwohnern der Stadt Antheum (in der ihr jede Mission beginnt) sprechen, um Aufgaben zu erhalten. Durch seine recht bunte Comic-Grafik fällt das Spiel etwas aus der Rolle. So wird jedoch der gewalttätige Grundtenor ein wenig abgemildert. ?FE
