Free for All der Platform-Fighter: Kann MultiVersus gegen Smash Bros. überleben?
Special
Bevor wir die Vollversion von MultiVersus sehen dürfen, werfen wir noch einen Blick auf ein paar andere Platform-Fighter. Ob sich Warners Prügler etwas von deren Stärken abschauen kann, um gegen Smash Bros. zu bestehen, klären wir hier.
Brawlhalla: Seit zehn Jahren Free to Play
Genau wie MultiVersus ist auch Brawlhalla ein Free-to-Play-Titel. Das Ubisoft-Spiel erschien zwar schon 2014, doch es wird bis heute unterstützt. Dazu zählt der plattformübergreifende Support, der das Spiel sogar auf Mobilgeräten verfügbar macht. Die lange Lebensdauer von Brawlhalla zeigt, dass auch Free-to-Play-Spiele in diesem Genre relevant sein können.
Während hier die meisten Charaktere Eigenkreationen sind und keinen großen Wiedererkennungswert haben, gibt es auch ein paar bekannte Gesichter: Beispielsweise kamen 2022 Simon und Alucard aus Castlevania dazu. Die sind interessanterweise auch in Smash Ultimate vertreten.
Auch ein Event zu Avatar - Der Herr der Elemente stand 2022 auf dem Programm. Dieses Jahr gab es eine Kollaboration mit Star Wars, die unter anderem Anakin Skywalker in Brawlhalla hinzufügte.
MultiVersus - Das Smash Bros. aus einem Paralleluniversum
Ein neuer Kandidat aus dem Hause Warner Games und Player First Games hat aber wahrscheinlich die beste Chance, Smash Bros. die Show zu stehlen. MultiVersus kam 2022 in einer Open-Beta auf den Markt. Diesen Mai erscheint endlich die Vollversion auf allen Plattformen.
Das Free-to-Play-Spiel bietet eines der stärksten Roster außerhalb von einem Super Smash Bros.: Mit Ikonen wie Batman, Bugs Bunny, Tom & Jerry, Rick & Morty und vielen mehr muss es sich vor Nintendos Prügelgigant keinesfalls verstecken.
Das liegt vor allem daran, dass es diese Charaktere wohl nie in Nintendos Prügler geschafft hätten. Im Cartoon-artigen Stil bieten all diese legendären Figuren auch eigene Stages und Musik mit hoher Qualität.
Ein Alleinstellungsmerkmal von MultiVersus ist der Fokus auf Matches im 2v2-Format. So interagieren die verschiedenen Fähigkeiten der Charaktere miteinander in den Teamkämpfen, anstatt sich nur individuell durchzukämpfen.
Der Fokus auf Doubles spiegelt sich auch im Perks-System wider: Vor jedem Kampf wählen wir nämlich aus einer Sammlung von kleinen Buffs aus. Einige davon sind spezifisch für unseren Charakter zugeschnitten, andere wählen wir nur für Doubles oder Singles.
Zusätzlich war der Support durch die Entwickler ebenso alles andere als enttäuschend. Neben dem gut umgesetzten Rollback-Netcode lieferten die Entwickler auch regelmäßige Balancing-Patches. Dazu sorgten ein kostenloser Season Pass und Daily Quests für Motivation.
Quelle: Warner Bros.
Allerdings tappte die Beta von MultiVersus schnell in die Free-to-Play-Falle: So sorgten überteuerte Skins und der Premium Battle Pass für wenig Begeisterung unter Fans. Außerdem wirkte die ungleiche Verteilung der Skins auf die Charaktere etwas voreingenommen.Auch die fragwürdige Kommunikation der Entwickler zu Seasons, dem Zuschauer-Modus und dem Rang-System sorgte für Verwirrung. Es muss schon einiges schieflaufen, wenn Leaker und Data Miner eine verlässlichere Quelle als die eigentlichen Entwickler sind.
