Monster Hunter Rise im Test: Ein Kunststück - wie uns Rise auf PS5 erneut begeistert - Seite 3
Test 35,99 €
Fast zwei Jahre nach seinem ursprünglichen Release auf der Nintendo Switch kommt Monster Hunter Rise nun auch endlich für die anderen Konsolen. Doch ist der Port das Geld wert - vor allem, wenn das Original schon bekannt ist? Der Erfahrungsbericht eines Expertenjägers.
Der Silberstreif am Firmament
Doch da habe ich Monster Hunter und meine schon erloschen geglaubte Liebe zu dieser Reihe unterschätzt. Ich hatte plötzlich wieder Spaß! Nach über 200 Stunden und dutzenden Kämpfen gegen bekannte Monster, mit mir absolut bekannten Waffen, hatte ich wieder Lust auf Rise. Der High Rank macht die Monster zu richtig fordernden Gegnern, gegen die ich meine Jäger-Skills zwar nicht an die Grenzen bringe, aber genau richtig nutzen muss.
Erinnerungen an die neuen Angriffe der Monster werden wachgerüttelt und bin ich einmal im Jagd-Flow, spüre ich, wie genial das Gameplay ist. In unaufmerksamen Momenten kommen mir mächtige Attacken der Monster gefährlich nahe - doch das ist nichts, was ein gekonnter Seilkäferschwung oder eine der Waffenkünste nicht kontern könnte. Irgendwann tanzt man mit den Monstern und komplimentiert ihre Bewegungen mit Ausweichen und Angriffen zu allen Seiten und in der Luft über sie hinweg. Ich habe mich als Jäger fast wie neugeboren gefühlt und wollte nicht mehr nur schnell durch dieses Spiel durch, sondern mir wieder Equipment von meinen Lieblingsmonstern fertigen.
Wer etwa die komplette Rathalos-Rüstung mit Großschwert haben will, muss dafür den roten Wyvern abermals zur Strecke bringen. Die Ausrüstung zeigt, dass ein Monster Hunter die Jagd auf dieses Geschöpf gemeistert hat und es nun ein Teil von ihm ist.
Das Gesetz des Dschungels gilt für alle
Fressen oder gefressen werden! Auch, wenn ich es anfangs nicht für möglich gehalten hätte, bin ich wieder drauf und dran, weitere Stunden in Rise oder eben anderen Monster-Hunter-Spielen zu versenken. Für einen Fan der Reihe und Kenner des Switch-Originals kann es aber etwas dauern, bis der erneute Durchgang im Port zündet.
Wie üblich könnt ihr den Spielstand nicht von der Switch oder PC auf die anderen Konsolen übernehmen. Lediglich Xbox-Spieler profitieren von Cross-Play und Cross-Progression durch die Xbox App auf dem PC.
Monster Hunter Rise (jetzt kaufen 39,99 € / 35,99 € ) muss also in den meisten Fällen von Grund auf neu begonnen werden und das kann das Totschlagargument sowohl dafür als auch dagegen sein, erneut 40 Euro hinzulegen. Zumal das Beste an Monster Hunter - der Master Rank mit Sunbreak - gar nicht enthalten ist und im Frühling bestimmt erneut zur Kasse bittet.
Quelle: Capcom
Pro Lobby kann man sich bis zu drei Mitspieler dazu holen.
Mit circa 40 Stunden war ich am Ende durch alle Haupt- und einige Nebenmissionen durch, aber hätte noch viele Möglichkeiten, um an Waffen, Rüstungen und Sidequests Spaß zu haben. In meinem Durchlauf auf Switch hatte ich damals mit circa 120 Stunden das Basis-Spiel zu Genüge durchgespielt, bevor die Updates und Sunbreak kamen.
Für Neulinge kann ich den neuen Ableger der Capcom-Reihe nur wärmstens empfehlen. Es ist das einfachste und einsteigerfreundlichste Monster-Hunter-Spiel und aufgrund der Aktualität lassen sich vermutlich auch viele Online-Mitspieler finden, was den Spielspaß abermals steigert. Auch wenn Rise an manchen Stellen den Besuch von Foren oder Youtube-Videos nötig macht, wenn man alle Finessen des Gameplay verstehen möchte, bietet es das beste Monster-Hunter-Erlebnis.
Hardcore-Fans der Reihe greifen sicher zu, falls sie es bisher noch nicht auf Switch und PC getan haben. Auch, wenn ich es nicht für möglich gehalten hätte, hat mir Rise mit der Zeit wieder richtig gefallen und mich erinnert, wie viel Spaß es macht, ein fähiger Monster Hunter zu werden. Monster Hunter Rise erscheint am 20. Januar für PS5, PS4, Xbox Series und Xbox One und auf den Microsoft-Konsolen auch im Game Pass.
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