Der Microsoft Flight Simulator 2024 bietet neben einer Karriere und unzähligen Aktivitäten auch neue Flugzeuge, Zeppeline und Heißluftballons - was man von dem technischen Wunderwerk erwarten kann, klären wir in unserer Vorschau.
Wer wirklich ins Spiel eintauchen will, hat wie im Vorgänger die Möglichkeit, sich in die offene und aktive Community einzubringen. Von ihr holt sich Microsoft beständig Input, um zu bestimmen, wohin die Entwicklung eigentlich geht und woran sie als nächstes arbeiten sollen.
KI-Systeme nicht wegzudenken
Die Entwickler setzten auch stark auf künstliche Intelligenz, denn der Simulator ist einfach zu komplex, um ihn händisch zusammenzubauen. Die Welt ist zwar mit Satellitendaten und manuellen Kamerascans aufgenommen, allerdings muss für die tatsächliche, virtuelle Umsetzung jeder einzelne Stein, Grashalm, Baum und Felsen seinen Platz haben. Dafür haben die Entwickler für verschiedene Regionen und Biome händisch jeden Stock und Stein markiert und ihrer Künstlichen Intelligenz so beigebracht, wie die Erde auszusehen hat.
Quelle: Microsoft
Andere KI-Systeme sind geplant, aber noch nicht umgesetzt - wie die Echtzeit-Stimmübersetzung. Ein erster Schritt dahin existiert bereits, indem man seine eigene Stimme über eine KI ins Spiel bringen kann. Dafür muss man einfach einen Satz vorlesen, der das Einverständnis enthält, dass Microsoft die eigene Stimme für den Avatar im Spiel verwenden darf. In Zukunft soll dann eine Funktion folgen, mit der man sich im Live-Chat in seiner Muttersprache verständigen kann und die anderen Chat-Teilnehmer das Gesagte in ihrer jeweiligen Landessprache hören. Das ist im Grunde bereits möglich, wie man uns Microsoft versichert hat. Wann das Feature kommt, kann man aber bisher nicht fest sagen. Dabei bedarf es kaum der Erwähnung, dass ein solches Tool weit über den Flugsimulator hinaus einen Nutzen hätte.
Das ist aber nicht die einzige potenziell gesellschaftsverändernde Sache, an der Microsoft arbeitet. Auch Wettersysteme, die zukünftige Entwicklungen vorhersagen, versucht Microsoft zu verbessern - allerdings ist man hier sehr viel weniger optimistisch. Was der Wetterdienst nicht hinbekommt, ist auch bei Microsoft nicht so einfach umsetzbar. Rückwirkend sind die Wetterdaten nur bis zu 24 Stunden real nachspielbar, weil man in dieser Zeit den größten Nutzen für die User sieht, so die Entwickler.
Wie krass das alles ist
Dass solche Nebenschauplätze überhaupt existieren, liegt neben dem Geld auch am Bekanntheitsgrad von Microsoft. So kann die Firma ohne Angst vor großen Verlusten an solchen Systemen arbeiten und kommt gleichzeitig an sämtliche Daten, die man über unsere Welt so haben kann.
Auf unsere Frage, wie sich das rechnen kann, ganze Landstriche einzuscannen, zuckte man nur mit den Schultern. Das ginge schon. Außerdem sind viele Kooperationspartner inzwischen bereit, für sehr günstige Preise oder gar umsonst mit Microsoft zusammenzuarbeiten. Angesichts des aktuellen Pilotenmangels von fast 800.000 fehlenden Kräften hoffen Airlines darauf, über den Simulator ein bisschen Werbung zu erhalten und potenziellen Nachwuchs auf sich aufmerksam zu machen.
