Viel mehr Innovation als nötig: der Microsoft Flight Simulator 2024

Special Antonia Dreßler
Viel mehr Innovation als nötig: der Microsoft Flight Simulator 2024
Quelle: Microsoft

Der Microsoft Flight Simulator 2024 bietet neben einer Karriere und unzähligen Aktivitäten auch neue Flugzeuge, Zeppeline und Heißluftballons - was man von dem technischen Wunderwerk erwarten kann, klären wir in unserer Vorschau.

In der kommenden Version lädt man dagegen nur noch herunter, was man im entsprechenden Moment braucht. Wer beispielsweise weit über einer Stadt fliegt, lädt also keine 4K-Dateien mehr herunter, sondern nur die kleinste Größe, wodurch man eine Menge Daten einsparen kann.

Dadurch ist es nicht wirklich möglich, den Flugsimulator offline zu spielen, außerdem kommt es beim ersten Herunterladen eines neuen Gebiets regelmäßig zu Nachladerucklern. Das ist vor allem zu Beginn eines neuen Fluges zu spüren. Sobald wir einmal in der Luft waren, ist uns das nicht mehr ins Auge gesprungen.

Detailverliebt

Die Ladezeiten und anfänglichen Ruckler haben mit dem enormen Detailgrad zu tun, den wir überall erleben - schließlich hat Microsoft es sich in den Kopf gesetzt, einen möglichst perfekten digitalen Klon der gesamten Erde zu erschaffen. Im Kleinen wirkt sich das so aus, dass Flughäfen jetzt auch Innenräume haben und mit Menschen gefüllt sind. Im Großen bedeutet das, dass neben Flugzeugen auch die Schifffahrt in Echtzeit simuliert wird und jedes echte Boot so auch in Wirklichkeit auf dem Wasser ist. Außerdem schreibt sich Microsoft auf die Fahne, alle Helikopterlandeplätze, Gleitflugplätze und Bohrinseln auf dem Planeten eingescannt und ins Spiel integriert zu haben.

Bohrinseln im Microsoft Flight Simulator 2024 Quelle: Microsoft Weitere neue Faktoren sind die Einbindung und Berechnung von Stoffen im Spiel, wie den genannten Bannern und Ballons. Genauso wie die saubere Darstellung von Partikeleffekten im Verhältnis zu den Luftströmen, die etwa durch einen Helikopter entstehen.

Es ist nicht immer Sonnenschein

Natürlich hat auch das Wetter ein Update bekommen, dadurch sollen nun richtige Stürme im Spiel möglich sein. Dunkle Gewitterwolken und Turbulenzen, die den Piloten heftig durchschütteln, sollen realistischer sein und eine echte Bedrohung darstellen.

Neben natürlichen Winden in der Umwelt haben es jetzt auch Wirbelschleppen in den Simulator geschafft, also Luftwirbel, die durch Flugzeuge und Helikopter entstehen.

Gewitterwolken über Flugplatz Quelle: Microsoft Startet etwa ein großer Jet, sollte man mit einer kleineren Maschine warten, bis man sich auf die gleiche Landebahn wagt, um eine Bruchlandung direkt nach dem Start zu vermeiden. Diese Winde bleiben maximal sechs Minuten bestehen - es ist das Maximum, das die Entwickler bei ihrer Recherche beobachtet haben.

Alles kann, nichts muss

Wie bei den meisten Systemen im Flugsimulator kann man sich entscheiden, auf dieses Feature zu verzichten, indem man den Flugverkehr als Ganzes abschaltet. Auch die Einstellung für Live-Wetter ist nicht für Gelegenheitsspieler geeignet, die sich nicht mit den Spielmechaniken auseinandersetzen, sondern einfach nur die Aussicht genießen wollen. Selbst, wer entsprechende Tutorials einmal absolviert, sollte nicht damit rechnen, gleich alles verstanden zu haben. Trial-and-Error sowie eigene Recherche sind angesagt, wenn man wirklich gut im Flugsimulator werden will. Denn wenn euch im freien Modus das Flugzeug abschmiert, bekommt ihr eure Fehler nicht einfach aufgelistet, sondern müsst selbst herausfinden, was ihr eigentlich falsch gemacht habt.

Das sieht im Karrieremodus zum Glück ein wenig anders aus, in dem die Punktevergabe in mehrere Aspekte aufgeteilt ist. So sollen Fehler und etwaiger Verbesserungsbedarf nachvollziehbar sein.

Missionsüberblick Quelle: Microsoft Profis können aber noch einen anderen Weg einschlagen und, anstatt sich das Leben leichter zu machen, noch tiefer in die Simulation einsteigen - und zwar ohne Add-Ons installieren zu müssen. Mit dem nativ integrierten EFB, dem Electronic Flight Bag, kann man Flüge komplett vorher durchplanen und Gelände- und Wetterpläne studieren, bevor man sich ohne jegliche Flugassistenz in die Lüfte schwingt.

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