Metal: Hellsinger:Shooter küsst Schwermetall - Seite 2
Special 26,99 €
Ihr habt Rhythmus im Blut, aber so gar keine Lust auf Hatsune Miku und Konsorten? Dann solltet ihr euch Metal: Hellsinger mal ansehen. In diesem musikalischen Shooter kommt zusammen, was zusammengehört: schweißtreibendes Geballer und jede Menge Heavy Metal von bekannten Künstlern!
Trotz seines gnädigen Bewertungssystems braucht Metal: Hellsinger eine gewisse Einarbeitungszeit, bis wir uns souverän durch die Dämonenhorden metzeln können. Um unsere Multitasking-Fähigkeiten nicht völlig zu überfordern, macht uns das Spiel aber auch in seinem Shooter-Part einige Zugeständnisse: Akimbo-Pistolen, Shotgun und der sprechende Schädel kommen mit unbegrenzter Munition daher, die Reichweite für unsere Exekutionen ist hoch und die recht trägen Standard-Feinde zerfallen schon nach wenigen Treffern in ihre Einzelteile. Zusätzlich sind in den meisten Arenen großzügig Pickups für Gesundheit und Punktemultiplikator verteilt.
Mit dem Besten aus Doom
Beim Shooter-Design haben sich die Entwickler ebenfalls nicht lumpen lassen: Die Steuerung geht sowohl mit Maus & Tastatur als auch Gamepad sauber von der Hand, Feinde und Arenen sind abwechslungsreich designt, das Gunplay ist schon für sich genommen klasse - und dass es ein absolut erhebendes Gefühl ist, zum Takt eines Metal-Songs Dämonen mit einer Schrotflinte wegzublasen, brauchen wir wohl nicht extra zu erwähnen!
In diesem Artikel
Quelle: PC Games
Beschwören wir mit den Akimbo-Pistolen unseren Klon, können wir kurz durchschnaufen.
Zudem besitzen die Knarren sekundäre Angriffe, die wir mit unserer Zorn-Leiste abfeuern. Mit den Revolvern erschaffen wir etwa einen Klon, der automatisch Gegner ins Visier nimmt, mit der Shotgun verteilen wir eine besonders große Breitseite.
In Kombination mit dem treibenden Rhythmusspiel-Element gelingt Metal: Hellsinger das entscheidende Kunststück eines schnellen Actionspiels: Sobald die ersten Takte sitzen und die Musik durch den Multiplikator zur Höchstform aufläuft, metzeln wir uns wie in Trance durch die schwefelgetränkte Höllenlandschaft.
Reizüberflutung
Entsprechend intensiv und schweißtreibend kommt dann auch der Bosskampf am Ende des Levels daher: Wir müssen uns auf einen neuen Song mit schnellerem Beat einstellen und gleichzeitig den Bullet-Hell-Angriffen des fliegenden Schädels ausweichen. Spätestens hier gilt es dann, nicht nur das Angreifen, sondern auch das Ausweichen im Takt zu beherrschen. Schon nach ein paar Durchläufen des ersten Abschnitts ist klar: Metal: Hellsinger wird ein Actionspiel zum Reinfuchsen, das auf den ersten Blick unkomplizierten Spaß bietet, mit zunehmender Beherrschung aber immer intensiver und belohnender wird.
Obwohl sich die namenlose Dämonin also schon jetzt in unser schwarzes Herz geballert hat, bleiben noch ein paar Fragen für die Vollversion offen. Weil wir für Shotgun und Revolver unendlich Munition zur Verfügung haben, gibt es beispielsweise kaum einen Grund, das Schwert oder den sprechenden Schädel zu zücken, zumal die Gegner bisher keine Schwachstellen für bestimmte Waffen aufweisen.
Quelle: PC Games
Beim ersten Bosskampf müssen wir verschiedenen Kugelwellen ausweichen - im Takt, versteht sich!
Wie groß das Gegner-Repertoire ausfällt, steht auch noch in den Sternen. Nimmt man den ersten von acht Abschnitten als Maßstab, sind wir aber optimistisch, dass die Entwickler viele verschiedene Kontrahenten mit einer entsprechend motivierenden Lernkurve hinbekommen. Außerdem wäre es wünschenswert, dass wir im Spielverlauf auch ein paar Trips in weniger klassische Höllengebiete wagen dürfen - immerhin versprechen die Entwickler neben dem rotbraunen Inferno beispielsweise noch eine Eislandschaft. Wann Metal: Hellsinger erscheinen soll, erfahrt ihr nach dem Meinungskasten!
Meinung
Wer nur im Entferntesten etwas mit Old-School-Shootern und/oder Heavy Metal anfangen kann, sollte Metal: Hellsinger auf jeden Fall im Auge behalten. Ob das fantastische Spielkonzept über eine ganze Kampagne und Herausforderungsmodi hinweg begeistern kann, erfahren wir, wenn das Spiel im Verlauf dieses Jahres für PC, PS5 und Xbox Series X erscheint. Wir können es jedenfalls kaum noch erwarten, uns durch jeden Song des Spiels zu kämpfen!
