Metal: Hellsinger: Shooter küsst Schwermetall - Vorschau mit Video!

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Metal: Hellsinger: Shooter küsst Schwermetall - Vorschau mit Video!
Quelle: Funcom / The Outsiders

Ihr habt Rhythmus im Blut, aber so gar keine Lust auf Hatsune Miku und Konsorten? Dann solltet ihr euch Metal: Hellsinger mal ansehen. In diesem musikalischen Shooter kommt zusammen, was zusammengehört: schweißtreibendes Geballer und jede Menge Heavy Metal von bekannten Künstlern!

Auch nach dem Ende von Guitar Hero, Rock Band und Co. stehen Rhythmusspiele hoch im Kurs. Sei es Crypt of the Necrodancer, Beat Saber oder die gute, alte Hatsune Miku: Wer gerne taktvoll zockt, hat so einige Hochkaräter zur Auswahl. Euch ist das alles aber viel zu poppig und elektronisch? Dann hat das norwegische Studio The Outsiders vielleicht das passende Gegengift im Schrank. Mit Metal: Hellsinger haben die Entwickler einen Rhythmus-Shooter in der Mache, bei dem sich endlich auch mal Freunde des gepflegten Meddls spielerisch verausgaben können. Wir haben uns mehrmals durchs erste Level des starbesetzten Spiels geheadbangt und verraten euch, warum das Experiment aufgeht!

Warum? Warum nicht!

Um zu Beginn kurz die Formalitäten aus dem Weg zu räumen: In Metal: Hellsinger (jetzt kaufen 26,99 € ) spielen wir die Namenlose, eine geflügelte Dämonin, die offenbar noch ein paar Rechnungen mit der Hölle und ihren Bewohnern offen hat. Begleitet wird die stumme Protagonistin von einem gehörnten Totenschädel namens Paz, der knappe Infos zu unserer Mission und der Spielwelt bereithält. Vom Tutorial-Berggipfel aus stürzen wir uns ins Fegefeuer und nieten alles um, was uns vor die Flinte kommt.

Metal: Hellsinger macht keinen Hehl daraus, dass es sich selbst nicht allzu ernst nimmt und schnörkellose Action an erster Stelle steht - was nicht heißt, dass die bisher sehr simple Geschichte nicht ansprechend präsentiert wird. Immerhin wird euer Sidekick von Troy Baker, bekannt aus The Last of Us und Bioshock: Infinite, vertont. Noch viel interessanter ist aber die geballte Starpower, die das Spiel für seinen Soundtrack auffährt.

Kings and Queens of Metal

Der alternative Angriff des Schädels verwandelt Gegner in explodierende Kristalle (und zeigt uns gleichzeitig, dass unsere Spielfigur die Musik genauso klasse findet, wie wir). Quelle: PC Games Der alternative Angriff des Schädels verwandelt Gegner in explodierende Kristalle (und zeigt uns gleichzeitig, dass unsere Spielfigur die Musik genauso klasse findet, wie wir). Mit den Frontmännern und -frauen von Bands wie Arch Enemy, Trivium und System of a Down an Bord haben die Entwickler musikalisch ein paar wirklich verdammt heiße Eisen im Feuer. Schon der von der Arch-Enemy-Sängerin Alissa White-Gluz performte Track des ersten Levels kann sich mehr als hören lassen. Das Besondere an Metal: Hellsinger? Der eigens für das Spiel komponierte Soundtrack läuft nicht nur nebenbei, sondern ist ein zentrales Spielelement, das unser Gameplay maßgeblich prägt - und lässt sich durch unser Handeln sogar beeinflussen.

Durch den Zorn-Angriff des Schwerts verwandelt sich die Musik kurzzeitig in einen schweren, stampfenden Rhythmus.  Quelle: PC Games Durch den Zorn-Angriff des Schwerts verwandelt sich die Musik kurzzeitig in einen schweren, stampfenden Rhythmus.  Wenn wir durch Kampfarenen dashen, schwebende Pickups einsammeln und mit Exekutionsmanövern geschwächte Dämonen zerfetzen, lassen sich die Doom-Assoziationen kaum wegdiskutieren. Genau wie beim id-Shooter ist die Action schnell und brutal, die Waffen mächtig und die Spielwelt apokalyptisch. Allerdings finden bei Metal: Hellsinger sämtliche Aktionen im Takt der Hintergrundmusik statt.

Synchronisieren wir unsere Schüsse und Schläge mit dem Song, richten wir deutlich mehr Schaden an. Hämmern wir zum Schlagzeug-Beat das Magazin in unsere Knarre, ist sie schneller wieder einsatzbereit. Unseren Ausweich-Move können wir so oft aneinander ketten, wie wir perfekt den Ton treffen.

Das spannendste Feature des Spiels ist aber der Punktemultiplikator, den wir mit Abschüssen und Exekutionen in die Höhe treiben. Mit jeder Stufe steigern wir nicht nur unseren Schaden, sondern fügen Spuren zur Hintergrundmusik hinzu. Erst, wenn wir den 16-fachen Multiplikator erreichen, setzt der Gesang ein.

Bitte mit Gebrüll!

Dieser clevere Kniff verwandelt ein Element, das ansonsten wohl nur für Highscore-Jäger interessant wäre, in den größten Motivationsfaktor, uns so richtig ins Zeug zu legen. Die hochkarätigen Musiker im Line-Up wollen schließlich auch gehört werden! Wer Metal: Hellsinger nun hauptsächlich wegen des Shooter-Gameplays und der Songs interessant findet, mit Rhythmusspielen aber wenig anfangen kann, wird sich darüber hinaus freuen, dass das Spiel auf dem normalen Schwierigkeitsgrad bei Weitem keine Perfektion verlangt. Es geht nicht darum, jeden Ton zu treffen, sondern möglichst jede Aktion des regulären Gameplays im Takt auszuführen.

Ergo wird uns genügend Spielraum geboten, unser eigenes Tempo zu finden und Takte auszulassen, solange die nächste Aktion dann wieder sitzt. Der Multiplikator steigt schnell an und sinkt nur langsam, zumindest, wenn wir nicht mehrmals in Folge getroffen werden. Zwischen den Kampfschauplätzen halten wir ihn mit Ausweich-Ketten und eingestreutem Kanonenfutter oben, in den Arenen spawnt neues Feindmaterial schnell und zuverlässig nach.
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