Jetzt im Handel! Das Ende einer Legende: In Teil 4 von Hideo Kojimas Schleich-Saga tritt Opa Snake seine letzte Dienstreise an. Vorhang auf für Metal Gear Solid 4!
Test/Review: Metal Gear Solid 4
Dank neuartiger Gegnertypen wie dem unbemannten Gekko-Riesen und der weiblichen Frog-Einheit laufen euch im Kriegsgebiet viel mehr Widersacher über den Weg als je zuvor. Für diesen gegnerischen Sturmlauf hat Konami das Waffenarsenal gehörig aufgestockt: MGs, Schrotflinten, Raketen-, Granatwerfer und Scharfschützengewehre lassen sich nun beim Händler kaufen und danach zusammenbauen. Dazu verscherbelt ihr einfach gefundene Waffen, die bereits in eurem Inventar vorhanden sind, und ergattert dadurch Punkte. Mit diesen könnt ihr jederzeit im Menü neue Waffen und Munition kaufen und so die Kriegswirtschaft ankurbeln. Einziger Wermutstropfen: Beim Kampf mit Bossgegnern seid ihr fast schon zu martialisch ausgerüstet. Statt wie früher auf kreative Taktiken zurückzugreifen, lässt euch Kojima in Teil 4 größtenteils einfach nur auf die Bosse ballern, bis diese erledigt sind.
KOJIMA FOR HOLLYWOOD
Test/Review: Metal Gear Solid 4
Da die Geschichte in MGS einen besonderen Stellenwert einnimmt, hat das Kojima-Team auch diesmal zahlreiche spektakuläre Zwischensequenzen eingebaut. Das bedeutet nicht, dass ihr euch einfach zurücklehnt und die Story passiv genießt. In aller Regelmäßigkeit taucht für einen kurzen Moment das X-Symbol im rechten oberen Bildschirmbereich auf. Drückt ihr rechtzeitig den X-Button, blitzen Bilder aus den Vorgängern auf, die euch die Story-Verbindung mit der jeweiligen Sequenz näherbringen – klasse Idee! Während sich MGS-Veteranen nostalgisch zurückerinnern, werden Serieneinsteiger meist verdutzt zurückgelassen. Dennoch lohnt sich dieses kleine Button-Spielchen, denn für jeden erfolgreich aktivierten Flashback erhaltet ihr Punkte, die ihr beim Waffenhändler verprassen dürft.
Die Zwischensequenzen sind gewohnt dramaturgisch und handwerklich perfekt inszeniert: Geschmeidige Kamerafahrten, punktgenaue Schnitte und tolle Choreographien lassen MGS 4 wie einen Hollywood-Film wirken. Selten wurden wir in einem Videospiel beim bloßen Zusehen dermaßen gut unterhalten.
