Kommt hier das nächste Black & White? Die neue Götter-Sim von Molyneux in der Vorschau
Special
Mit Masters of Albion versucht sich Peter Molyneux mal wieder an einer Götter-Sim. Grund zur Freude für Fans von Black & White?
Spielerische Freiheit im Fokus
Im neuen Landstrich können wir nun Eisen abbauen, um es einzuschmelzen und dann zu Waffen weiterzuverarbeiten. Praktischerweise finden wir dort schon ein paar Ruinen von Gebäude-Elementen, die wir für die Produktion brauchen. Und hier zeigen uns die Entwickler eine Besonderheit von Masters of Albion. Nicht nur Produkte können wir unseren Vorstellungen nach anpassen, das gilt auch für Gebäude.
Durch ein modulares Bausystem stecken wir gewünschte Elemente zusammen, um Wohnhäuser, Schmieden, Abwehrtürme und vieles mehr zu erschaffen. Wer möchte, kann sogar wilde Mega-Bauten errichten, die alles in sich kombinieren. Das senkt aber die Effizienz, und sonderlich toll finden das die Bewohner auch nicht, wenn sie direkt unter ihrem Arbeitsplatz schlafen müssen. Optische Anpassungen wie ein neuer Anstrich sind auch möglich, man wird sich also komplett austoben dürfen. Neue Gebäude-Elemente schalten wir einerseits durch den Forschungsbaum frei und erhalten sie andererseits als Belohnung für Aufgaben.
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Quelle: 22cans
Das modulare Bausystem ermöglicht allerhand Gebäudekombinationen.
Nachts wird gekämpft
In der neuen Waffenschmiede designen die Entwickler dann frische Ausrüstung für die Helden. Und auch hier kann man wieder verrückten Kram machen. Eine Axt mit mehreren Köpfen? Kein Problem. Und weil's so schön ist, kann man da auch noch ein Schwert obendraufpacken. Dabei muss man nur im Auge behalten, dass solche Monstrositäten entsprechend teurer in der Produktion sind. Details zu Kosten und Rohstoffen können wir jederzeit einblenden lassen, wie stark hier das Gameplay-Balancing greift, lässt sich aber noch nicht sagen.
Die neuen Waffen schwingen unsere Helden nicht nur beim Erkunden anderer Landstriche, sondern vor allem nachts. Ähnlich wie das Indie-Götterspiel Fata Deum setzt auch Masters of Albion auf eine klare Unterteilung zwischen Tag und Nacht. Tagsüber bauen wir in Ruhe auf und erforschen die Welt.
Nachts mutiert das Spiel dann aber zu einem simplen Überlebenskampf mit Tower-Defense-Anleihen. Da greifen uns dann Gegner aus verschiedenen Richtungen an und versuchen, die Krypta, das Herzstück unserer Macht, zu zerstören. Um uns zu wehren, haben wir gleich eine ganze Palette an Möglichkeiten parat. Wir können unsere Helden an Engpässen patrouillieren lassen oder Verteidigungstürme aufbauen. Oder wir errichten Palisaden, um die Gegner umzuleiten. Oder wir nutzen unsere göttliche Macht und zerquetschen die Feinde mit Felsbrocken und schleudern Blitze, Feuerbälle und andere Zauber auf sie.
Dabei können wir sogar mitten im Angriff weiterhin mit der Umgebung interagieren und zum Beispiel eine Palisade verlängern oder einen Abwehrturm näher ans Geschehen verfrachten. Hin und wieder werden uns auch andere Aufgaben in der Nacht erwarten, etwa die Eskorte von Gläubigen zu einer Gebetsstätte.
Unserem bisherigen Eindruck nach rechnen wir bei den nächtlichen Kämpfen eher mit einer netten Abwechslung als mit einer anspruchsvollen Herausforderung. Allerdings haben wir einen sehr frühen Spielstand zu Gesicht bekommen, der nur ein paar Spieltage fortgeschritten war.
Trägt sich das?
Während der Präsentation hat Molyneux außerdem mehrfach betont, dass ihm wichtig war, den Spielern möglichst viele Freiheiten zu geben. Masters of Albion soll sowohl Leute ansprechen, die jedes kleine Detail individualisieren möchten, als auch diejenigen, die es gerne unkompliziert haben und sich lieber auf die Götter-Aspekte konzentrieren. Das geht sogar so weit, dass Spieler nicht zu Zwischensequenzen verdonnert werden sollen. Die Story wird stattdessen in vertonten Dialogen nebenher präsentiert, während man ganz normal weiterspielen kann.
Was wir bisher vom Spiel gesehen haben, schlägt wieder in die gleiche skurril-charmante Kerbe, wie wir sie von Fable, Dungeon Keeper und Black & White schon kennen. Wie frühere Spiele wird auch Masters of Albion wieder eine Art Gesinnungssystem haben, bei dem das Spiel darauf reagiert, was wir so anstellen. Wie sich das letztendlich spielerisch auswirkt, haben uns die Entwickler aber nicht gezeigt.
Meinung
Und es ist auch noch unklar, ob sich die Konzepte auch über viele Stunden hinweg tragen und ob die Welt wirklich so interessant und erkundenswert ist. Um das herauszufinden, müssen wir auf den Early Access am 22. April warten. Den wollen die Entwickler nutzen, um zu schauen, wie die Spieler mit Masters of Albion interagieren, und dann bestimmte Systeme noch einmal verfeinern. Transparenzhinweis: Das Vorschau-Event zu Masters of Albion fand digital statt.
