Jetzt erhältlich: City Tales im Test - Entspannter Mittelalteraufbau mit einem Hauch Anno und Manor Lords

Test Viktor Eippert
Jetzt erhältlich: City Tales im Test - Entspannter Mittelalteraufbau mit einem Hauch Anno und Manor Lords
Quelle: PC Games

In City Tales: Medieval Era verwaltet ihr ganz entspannt eine Grafschaft und baut eine idyllische Mittelalterstadt auf. Wir prüfen im Test, wie viel Spaß das macht.

Update

Am 29. Januar 2026, ist die 1.0-Version von City Tales - Medieval Era auf Steam erschienen. Mit der Vollversion kommen unter anderem ein zweiter Hauptstory-Strang, Monumentalbauten, der Kreativmodus und noch einiges mehr neu dazu im Vergleich zum Early Access. Wie gut der entspannte Mittelalteraufbau geworden ist und was sonst noch alles drinsteckt, lest ihr im Folgenden in unserem Test.

Aufbauspiele gibt es in allen Facetten, vom beinharten Überlebenskampf in Frostpunk über den Traum für Optimierer und Schönbauer wie in Anno bis hin zur Zen-artigen Wohlfühlentspannung. Und genau zu dieser letzten Sorte gehört City Tales: Medieval Era, das heute, am 29. Januar, seinen Release in die Vollversion auf Steam hat. Hier bauen wir komplett tiefenentspannt ein winziges Dorf zu einer beschaulichen Mittelalterstadt auf und formen das Stadtbild ganz nach unserem Geschmack. Wieso City Tales genau richtig für alle ist, die in den trüben Wintertagen eine Pause vom Alltag brauchen, erläutern wir im Test.

Freier Stadtaufbau dank Zonen

Als junge adelige Person bekommen wir in City Tales (jetzt kaufen 12,35 € ) zu Spielbeginn unsere ganz eigene Grafschaft von unserem Vater zugewiesen, die wir fortan verwalten dürfen. Dazu wählen wir aus drei handgebauten Karten unser bevorzugtes Gebiet samt Startpunkt und los geht der Aufbauspaß. Nach den anfänglichen Rohstoffgebäuden wie Holzfäller oder Beerensammler kommt auch gleich eine Besonderheit des Spiels zum Vorschein. Denn dann wird es Zeit, die erste sogenannte Gemarkung mit dem Zonenwerkzeug anzulegen. Das sind frei definierbare Wohn- und Gewerbegebiete, die wir mittels Markierungen völlig dynamisch formen, ähnlich zu Wohngebieten in Manor Lords.

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Dort siedeln sich dann automatisch Einwohner in kleinen Hütten an und bezahlen uns im Gegenzug ein paar Goldstücke für ihren frisch erworbenen Landbesitz. Außerdem können wir einerseits bis zu zwei öffentliche Gebäude in jede Gemarkung setzen oder bestimmte Betriebe wie Wirtshäuser, Schmieden oder Schneider hineinbauen. Das bedeutet zwar weniger Baufläche für Wohnhäuser, ist aber beides zwingend notwendig, um höhere Bevölkerungsstufen zu erreichen.

Die Bürger versorgen

Denn wie in Anno müssen wir unsere Einwohner mit unterschiedlichen Dingen versorgen, damit sie aufsteigen und schickere Gebäude beziehen. Anfangs sollen wir zum Beispiel für Wasser und eine Kapelle sorgen sowie grundlegende Nahrung. Später sind die Leute deutlich anspruchsvoller und verlangen einen Arzt, Schulbildung, leckere Festmähler und hochwertiges Baumaterial.

Anders als in Anno müssen wir für die Leute aber keine durchgehende Versorgung dieser Waren sicherstellen. Stattdessen müssen wir für jedes neue Gebäude und jedes Upgrade die einmaligen Kosten tragen. City Tales setzt bewusst auf simple Spielmechaniken und keinerlei Bedrohungen, damit man es wirklich völlig ohne Druck spielen und genießen kann. Wer also gefordert werden möchte, ist bei anderen Genrevertretern wie Farthest Frontier oder Manor Lords besser aufgehoben.

Bildergalerie

Optimierung dank Gefährten

Das heißt aber nicht, dass City Tales ohne jegliche Struktur einfach nur so vor sich hinplätschert. Hier kommen die Gefährten ins Spiel. Zum einen haben wir einen Berater, der Sean Connery aus Der Name der Rose verblüffend ähnlich sieht und uns regelmäßig Aufträge im Rahmen der Hauptstory gibt. Dadurch leitet er uns vor allem dazu an, die Stadt zunehmend auszubauen, neue Rohstoffe zu erschließen und die Mechaniken im Spiel zu verstehen.

Aber an unserem Hofstaat sind noch weitere Gefährten, die im Verlauf der Story auch zahlreicher werden. Unsere Begleiter geben uns Nebenaufträge, durch die wir sie besser kennenlernen und ein wenig zusätzliches Gold verdienen. Aber noch viel wichtiger ist, dass sie in unserem Reich wichtige Aufgaben übernehmen. Wenn wir ein Produktionsgebäude errichten, muss das anfangs immer von einem Gefährten bemannt werden, der dort Lehrlinge ausbildet. Dadurch wird ein Gebäude mit der Zeit autonom.

Gleichzeitig sammeln unsere Gefährten in den verschiedenen Berufen wie Landwirtschaft oder Handwerk Erfahrung. Mit höheren Stufen erhöhen sie dann nicht nur die Produktivität, wenn sie in einem Betrieb arbeiten - sie schalten sogar noch weitere Vorteile frei. Ab Stufe 4 einer Zunft lassen sich die Lehrlinge eines Gebäudes zum Beispiel noch weiter fortbilden, um dauerhaft schneller zu arbeiten.

Expansion mit Dörfern

Hat unsere Stadt eine bestimmte Stufe erreicht, können wir sogar weitere Flecken der Karte mit neuen Siedlungen in Beschlag nehmen. Allerdings müssen wir dafür einen unserer Gefährten als Verwalter benennen. Der steht dann zwar eine Zeit lang nicht für andere Aufgaben zur Verfügung, gewährt aber der kompletten Siedlung teils sehr starke Boni abhängig von seiner Berufserfahrung.

  1. Seite 1 City Tales im Test: freier Städtebau & Warenversorgung
  2. Seite 2 City Tales im Test: Prunkbauten, Atmosphäre, Fazit und Wertung
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