Die Geschichte von Spider-Man in Videospielen - Seite 2
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Marvels freundliche Spinne aus der Nachbarschaft in der großen Retrospektive: Wir blicken zurück auf 40 Jahre Spider-Man in Computer- und Videospielen.
Im gleichen Jahr erschien das gleichnamige Geschicklichkeitsspiel The Amazing Spider-Man für Amiga und Commodore 64. Mit dem besagten Game-Boy-Ableger hatte das Spiel rein gar nichts zu tun und wurde von Oxford Digital Enterprises entwickelt. In der Geschichte entführte Mysterio Spideys Freundin Mary Jane. Als Schauplatz für das 2D-Abenteuer dienten virtuelle Filmstudios und die entsprechenden Kulissen und Gegner. Neben Mysterio nahm es der Superheld beispielsweise mit Robotern und Mumien auf. Ein größerer Erfolg blieb dem Titel jedoch verwehrt.
Ganz anders hingegen bei Spider-Man vs. The Kingpin im selben Jahr. Das von Technopop entwickelte Spiel erschien für Sega Master System, Game Gear, Sega CD und Sega Genesis. Gerade die Genesis-Version stach hier aus der Masse hervor, bot sie doch eine beeindruckende Technik und eine starke Umsetzung der Comic-Vorlage. In dem 2D-Action-Game konntet ihr etwa frei an anderen Objekten kleben und in Kämpfen zwischen Schlägen und Netzangriffen variieren. Besondere cool war die Möglichkeit, Fotos zu schießen und diese an den Daily Bugle für mehr Netzflüssigkeit zu verkaufen.
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Quelle: Moby Games
Natürlich tauchen Spidey und seine Widersacher wie Doctor Octopus auch in Ensemble-Titeln wie Lego Marvel Super Heroes auf.
Spider-Man nahm es hier mit Schurken wie Sandman, Mysterio, Doctor Octopus und Venom auf. Die Sega-CD-Version legte technisch noch eine Schippe drauf und beinhaltete neben schönerer Grafik vor allem voll synchronisierte Comic-Zwischensequenzen.
Ebenfalls ungewöhnlich: Das Spiel besaß in den verschiedenen Versionen unterschiedliche Enden, abhängig davon, wie ihr den Kingpin besiegt. In der Sega-CD-Variante gibt es gleich zwei tragische Finale: Spidey scheitert entweder bei der Rettung von Mary Jane, oder landet mit ihr im Säurebad.
In der Genesis-Version badet ausschließlich "MJ" in der grünen Brühe, während Spidey um sie trauert. Glücklicherweise gab es aber in allen Versionen auch die Option, Spider-Mans Freundin einfach zu retten.
Quelle: Moby Games
Spider-Man vs. The Kingpin war einer der frühen Superhelden-Hits. Vor allem auf Sega Genesis überzeugte das Spiel durch seine Gameplay-Optionen und die gelungene Inszenierung.
Für die bekannte Comic-Marke ging es schließlich 1991 in Segas Arcade-Prügler Spider-Man: The Video Game weiter. Das an seinerzeit populäre Titel wie Double Dragon oder Golden Axe erinnernde Beat'em-Up war mit bis zu vier Teilnehmern spielbar. Neben Spider-Man konntet ihr auch in die Haut von Hawkeye, Black Cat und Namor schlüpfen.
Sie alle besaßen eigene Aktionen und Spezialmanöver im Kampf und nahmen es im Spielverlauf mit Charakteren wie dem Kingpin, Electro oder der Eidechse auf.
Aufgrund seines gelungenen Gameplays und der starken Präsentation gehörte Spider-Man: The Video Game zu den bis dato besten und populärsten Superheldenspielen auf dem Markt.
Ein Jahr später folgte mit The Amazing Spider-Man 2 (jetzt kaufen 53,99 € )(Spider-Man 2 in Nordamerika) der Nachfolger des bereits angesprochenen Game-Boy-Abenteuers. Spielerisch ergänzte das nun von Bits Studios entwickelte Action-Game die Formel um Umgebungsrätsel und Sammelaufgaben, sodass es stärker in Richtung Action-Adventure tendierte.
Im Jahr 1992 kam zudem Spider-Man: Return of the Sinister Six für NES, Sega Master System und Game Gear auf den Markt. Dabei handelte es sich um ein klassisches 2D-Geschicklichkeitsspiel. Spidey sprang also durch die Levels, erledigte Feinde mit Netzkugeln und löste kleinere Schlüsselrätsel. Unterschiede zwischen den verschiedenen Versionen lagen unter anderem im Schwierigkeitsgrad, der in der Master-System-Version niedriger ausfiel als etwa in der NES-Variante.
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